Fünf Freunde für alle Fälle (02) – Das Ungeheuer von Darkhyde / Affenchaos

Titel:   Fünf Freunde für alle Fälle (02) – Das Ungeheuer von Darkhyde / Affenchaos / VerlagEuropa / Laufzeit: ca. 60 min  / 12 Tracks / Sprecher:   Esra Vural, Julien Haggege, Michael Wiesner, Sonja Spuhl, Christel Merian, Dirk Petrick, Almut Zydra u.A.

Inhalt:   (1) Die 5 Freunde fahren nach Darkhyde, einer Moorlandschaft, die sie mit ihren Räders erforschen wollen. Doch Goldgräber Pete macht den Kindern Ansgt.
Er erzählt ihnen von dem Ungeheuer Mogow-Ki, das in Darkhyde sein Unwesen treibe. Die nette Mrs. Downey, bei der die Freunde übernachten, sieht das mit dem Mogow-Ki gelassen. Was ist nun wirklich dran an der Geschichte vom Ungeheuer?

(2) Was ist bloß in Falcongate los? Überall wird eingebrochen. Auch bei Mrs. Klucks. Die 5 Freunde statten ihr einen Besuch ab. Und entdecken dabei, dass Mrs. Klucks Hund ein neues Halsband trägt. Sie hat er vom Tierarzt bekommen. Die Kinder suchen Dr. Prudelock auf. Und kommen mit einem Affen nach Hause. Was Hund Timmy gar nicht gefällt.


Der Titel Das Ungeheuer von Darkhyde ließ mich trotz meiner Enttäuschung über Folge 1 der Serie wieder etwas hoffen, nämlich auf eine wenigstens einigermaßen gruselige Geschichte.
Allerdings wurde mir schnell klar, dass ich diese Hoffnung begraben konnte. Dabei sind ansatzweise sogar Tendenzen ins Gruselige hin zu erkennen, aber leider kann sich keine entsprechende Atmosphäre entwickeln. Das scheitert ganz einfach am rasanten Handlungsverlauf, der selbst einem gespenstischen Wolfsgeheul keine Gelegenheit lässt, seine unheimliche Wirkung zu entfalten, und am abstrusen Verlauf der Ermittlungen der Freunde. Ich hätte ihre Erforschungen noch durchgehen lassen, immerhin erahnt man hier eine gewisse Detektivarbeit.
Doch wenn die Freunde dann mit BMX-Rädern durchs Moor rasen und damit Saltos schlagen, oder wenn Allie mit Pfeil und Bogen um sich schießt und ihr Ziel entweder gar nicht bzw erst über fünf andere Gegenstände trifft oder eine wohlbeleibte Dame mittels Flic-Flacs flieht, dann ist dieses Detektiv-Feeling gleich zum Teufel.

Affenchaos spielt dann wieder zuhause bei Jo in Falcongate und wie der Titel es schon vermuten lässt (und ich hätte es nie für möglich gehalten) wird hier eine noch rasantere, hektischere Geschichte geboten. Die Freunde lassen sich vom Tierarzt einen Affen andrehen und damit hält das Chaos in Falcongate Einzug.
Diese Geschichte bietet ein paar gute Stellen und das Niveau des Humors einmal deutlich zu machen: da liegt Jos Vater Ravi beispielsweise unter einem Oldtimer -er schraubt gerne an solchen Gefährten- und dieser Oldtimer heißt Rolls-Rubbel-die-Katz. Sekunden später taucht Jos Mutter mit einer merkwürdigen Maske auf, die ihr zufolge von den Holterpolter-Inseln stammt, wo mit ihr Schluckauf und Wadenkrämpfe  behandelt wurden. So platt geht es in der Serie oft zu, nur selten verirrt sich mal ein wirklich guter Spruch in die Dialoge.

In den Nebenrollen trifft man in Folge 2 überraschend auf Sprecher, die man auch aus bekannten anderen Serien kennt.
Mrs. Downey wird von Christel Merian gesprochen, die man von kleineren Rollen z.B. in Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen und auch Elea Eluanda kennt. Ich finde, man hört ihr sofort an, dass sie auch in Hörspielen spricht, die eben kein O-Ton nach einer Zeichentrickserie sind. Sie klingt viel echter und nicht so überzogen.
Gleiches gilt für Edith Werth alias Mrs. Kluck, die Fans als Bibis Lehrerin Frau Müller-Riebensehl kennen.

Ich muss der Folge Das Ungeheuer von Darkhyde anrechnen, dass man anfangs wenigstens versucht, durch einige Effekte (Wolfsgeheul, Messerwetzen) , für gruselige Atmosphäre zu sorgen. Wie oben bereits erwähnt bleibt den Effekten allerdings keine Zeit um zu wirken.
Ansonsten hört man auch in Folge 2 immer wieder Musik im Hintergrund, jedenfalls wenn man genau hinhört, ansonsten entgeht sie einem auch schon mal, denn markant sind die Musiken allesamt nicht, das Titellied eingeschlossen.

Das Cover geht auch hier wieder in Ordnung, so stellt man sich die 5 Freunde vor, wenn man das Hörspiel hört und so kennen die kleinen Hörer sie aus der Fernsehserie. Schön bunt, vom Zeichenstil her ein wenig an den Manga-Stil angelehnt, modern eben, wie es bei den jungen Leuten heute angesagt ist.
Ich würde mir allerdings wünschen, dass die Titel der Folgen auf der Vorderseite zu lesen wären.

Fazit:  Diese Serie ist das reine Hörspiel-Fastfood: schnell konsumiert ohne aber in irgendeiner Form vorzuhalten. Ich nehme allerdings an, dass diese Art Hörspiel genau den Geschmack der Kids von heute treffen wird, denn Geschichten solcher Machart werden im TV alle naselang gezeigt, damit werden sie groß. Wem die Reihe also im Fernsehen gefällt, der kann es ja mal mit den Hörspielen versuchen…

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