Gabriel Burns (31) – Rand der Gezeiten

Titel:   Gabriel Burns (31) – Rand der Gezeiten / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 55 min / Sprecher:   Andreas Ksienzyk, Ernst Meincke, Björn Schalla, Bianca Krahl, Esther Münch, Gerald Paradies, Marei Hofmann, Jaqueline Bretländer u.A.

Inhalt:   Fahler Dunst verwusch die Straßenschluchten zu einem Geflecht aus zerfasernden Scherenschnitten. Aus der kaltgrauen Wolkendecke fielen die Schneeflocken.
Die Stille drückte sich in ihre Gedanken. Die Monotonie ließ sie verzweifeln. Auf Hilfe brauchten sie nicht zu warten.

Das entrückte Lächeln des Blinden erstarb.

Bakerman hatte einen Weg gefunden, hinter die Zwei Horizonte zu blicken. Er musste den Fall der Zehn aufhalten. Mit oder ohne Steven Burns.


Nachdem in Folge 30 in gewisser Hinsicht eine Art „Abschluss“ -zumindest in einem Handlungsstrang- gefunden wurde und man in der Vorschau auf das Cover der 31 eine Veränderung im Layout bemerkte, fragte man sich schon mehr als sonst wie die Serie sich nun weiter entwickeln würde. Würde sich analog zum Cover auch etwas an den Geschichten ändern? Würde so etwas wie ein ganz neuer Abschnitt, ein neuer Zyklus beginnen?
Was mich sehr gefreut hat, das war die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse im Gespräch zwischen Bakerman und Schmidt am Anfang der Folge. Als Fan wird man so noch mal auf Stand gebracht ehe es mit der Geschichte weitergeht und selbst, wer die eine oder andere Folge nicht kennt, ist danach über das Wichtigste informiert.
Die Geschichte nach dieser Zusammenfassung greift dagegen nur teilweise auf frühere Ereignisse zurück.
Grundsätzlich aber spielt sie an einem völlig neuen Schauplatz, wo ebenso neue Herausforderungen auf Larry und Joyce warten. Steven spielt in dieser Folge gar nicht mit, er wird nur in den Gesprächen erwähnt.
Stattdessen ist die Figur des Schmidt neu mit dabei, von dem man erstmal nicht weiß, was man von ihm halten soll, denn er wirkt eher kühl und geheimnisvoll. Ich denke, er wird der Serie sicher noch weiter erhalten bleiben.
Als sehr gelungen habe ich die Atmosphäre auf dem Schiff empfunden: düster, unheimlich, man hat stets das Gefühl, dass dort noch etwas lauert das jederzeit angreifen kann.
Hinsichtlich des neuen Charakters Schmidt und dem Fehlen von Steven (ich hatte irgendwie nicht den Eindruck als käme er schon in der nächsten Folge wieder vor) könnte man also von einem kleinen Neuanfang sprechen.
Generell ist die Folge aber vom Stil her genauso wie wir es von der Serie kennen: unheimlich und sehr mysteriös, nichts ist so wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.

Die Sprecherliste dieser Folge ist vergleichsweise kurz.
„Der Neue“ -Schmidt- wird von Andreas Ksienzyk gesprochen, dem es ausgezeichnet gelingt, diese Figur undurchsichtig wirken zu lassen.
Als Joyce Kramer ist natürlich wieder Bianca Krahl zu hören und sie klingt wie gewohnt hart und abgebrüht, was ich bei einer SprecherIN für eine ganz besonders beeindruckende Leistung halte.
Sehr eindrucksvoll ist in dieser Folge auch Esther Münch als Maureen, die einem schon die eine oder andere Gänsehaut bereitet.
Erzähler Jürgen Kluckert hält auch weiterhin an seiner trägen, pausenreichen Erzählweise fest, was wie gewohnt für Spannung sorgt.

Über die Musik und die Effekte lässt wie wie üblich nichts Schlechtes sagen. Die Musik klingt unheimlich und düster und unterstreicht so die mysteriöse Atmosphäre nochmals sehr deutlich. Die Effekte klingen durchweg authentisch. In dieser Hinsicht ist alles so, wie es sich für eine Folge Gabriel Burns gehört

Beim Cover gibt es zu Folge 31 eine Veränderung. Der rote Rahmen wurde weggelassen, was dem Motiv des Schiffes mehr Raum gibt und es besser wirken lässt.
Stattdessen wurde das Cover etwas auf alt getrimmt. Die Ränder sehen abgewetzt aus wie man es auf alten Bildern oft sehen kann.
Wer sich aber Sorgen gemacht hat, dass es auch Änderungen am Sammelrücken gibt, den kann ich beruhigen, denn der ist natürlich so geblieben.

Fazit:    Eine atmosphärisch sehr dichte Folge, spannend und mysteriös und der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, an dieser Reihe dranzubleiben.

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