Hell Patrol Gig 2 – Im Todesbann der Lady Leila

Titel:   Hell Patrol Gig 2 – Im Todesbann der Lady Leila / Verlag:   Hörfabrik / Laufzeit:   ca. 75 min / 23 Tracks / Sprecher: Oliver Theile, Marcus Görner, Christopher Albrodt, Andre Gerhardt, Ronald Salert, Mareike Möller u.A.

Inhalt:   Nach einem erfolgreichen Gig von „Hell Patrol“ verschwindet Oliver mit einem Groupie. Zunächst sind Raffael, Peter und Max vom Verhalten Gitarristen nur erstaunt.
Als Oliver jedoch am nächsten Tag unauffindbar bleibt und auch telefonisch nicht zu erreichen ist, machen sich die Jungs ernsthafte Sorgen. Sie beginnen Nachforschungen anzustellen und finden heraus, dass Oliver nicht der erste ist, der dem Charme der geheimnisvollen Lady in Schwarz erlegen ist.
Näher und näher kommen sie der Lösung des Rätsels und damit auch einer tödlichen Gefahr.
Währenddessen findet sich Oliver in einer finsteren Zelle wieder und muss erkennen, dass seine Situation nahezu ausweglos ist.
Denn dem Todesbann der Lady Leila ist noch keiner entronnen!


Das ist schon alles sehr seltsam…Oliver soll einfach so mit einem Groupie abgezogen sein? So richtig traut ihm das niemand aus der Band zu, doch vorerst macht sich auch niemand wirklich Sorgen um ihm, für alles gibt es ja bekanntlich ein erstes Mal.
Doch als die Freunde am folgenden Morgen feststellen, dass Oliver noch immer nicht zuhause ist und man ihn auf dem Handy nicht erreichen kann, stellen sie erste Nachforschungen an.
Ich habe mich sehr gefreut, als die Hell Patrol endlich weiter ging und auch Gig 2 hat mir prima gefallen.
Die Serie ist eine gelungene Mischung aus Jugend- und Gruselhörspiel, hier und da wird es auch schon mal etwas trashig, und immer ist auch eine Menge Humor mit dabei, ich habe manches Mal herzlich lachen müssen. Immer wieder schön sind auch die Anspielungen auf andere Hörspielserien wie z.B. Die drei Fragezeichen und Bibi Blocksberg.
Was den Gruselfaktor angeht, der bleibt in Im Todesbann der Lady Leila leider ziemlich auf der Strecke. Schade eigentlich, denn Hell Patrol kann durchaus gruselig sein, die Pilotfolge hat das eindrucksvoll bewiesen.
Das Geheimnis der Lady Leila kennt man schon von anderswo her, es gibt da eine recht bekannte Legende über eine Frau, die ebenfalls…nein, mehr sage ich dazu nicht, sonst ist die Spannung raus.
Glücklicherweise rührt das Hörspiel nicht in der Vergangenheit um diese Legende, das wäre -jedenfalls für mich- nichts gewesen. Klasse, dass man zwar diese Legende als Grundidee genommen, sie aber sehr modern „ausstaffiert“ hat.
Ausgesprochen sympathische Charaktere runden das Bild schließlich

Oliver Theile, Marcus Görner, Tom Steinbrecher, Christopher Albrodt…nein, keine Sorge! Auch wenn einem diese Namen nichts sagen, man muss hier wirklich keine Angst haben, dass sich da ein paar Amateure um ein Mikro geschart  und ein Hörspiel aufgenommen haben.
Die Leute verstehen etwas von ihrem Job und machen ihre Sache wirklich sehr gut.
Und vor allem, was ich eigentlich noch wichtiger finde: man hört, sie haben Spaß daran.

Man sollte schon etwas für Metal und Hard Rock übrig haben damit einem die Musik im Hörspiel gefällt. Aber diese Musikrichtung passt einfach zur Band.
Und da es eine Menge lustiger Vorurteile gibt, dass solche Musik „böse“ sei, eignet sie sich auch bestens für gruselige Szenen.

Das Cover ist bislang mein Favorit der Serie. Der Kontrast zwischen den grellen Rot- und Grüntönen und dem sonst eher dunklen Layout macht was her.
Im Booklet findet man noch vier kurze Texte über Raffael, Peter, Max und Oliver. Diese Art der „Vorstellung“ hat mich an Bücher-Reihen erinnert, aus denen später auch Hörspiele wurden wie beispielsweise TKKG oder das Schloss-Trio. Eine schöne Idee, das mal für ein Hörspiel zu übernehmen.
Außerdem gibt es im Booklet noch Fotos von einigen der Sprecher.

Fazit:   Der nächste Gig darf gerne wieder gruseliger ausfallen. Ansonsten hat mich Im Todesbann der Lady Leila wieder richtig gut unterhalten. Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen.

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