III

Titel:  III / VerlagHystereo / Laufzeit:   ca. 53 min / Sprecher:  Maik Spieker, Sally de Michael, Konstantin von Stechow, Angela Weyel, Ben Turbin, Susanne Behne, Dirk Berger, Fritz Stavenhagen u.A.

Inhalt:   „Geistergeschichten sind alt, angestaubt und atmen den Moder längst vergangener Epochen. Doch in Livingston, diesem seltsam stillen Dorf, glauben die Einwohner fest daran, jedes Gebäude, jeder Grabstein und jeder Grashalm sei den düsteren Erzählungen entwachsen, die sich noch heute um die Gegend ranken. Nicht nur die Gespenstergeschichten, auch die offen gebliebenen Ermittlungsakten ratloser Kriminalisten und die Inschriften auf den Grabsteinen des eibenbewachsenen, nachts von Nebelschwaden durchzogenen Totenackers künden von den Tragödien der dörflichen Vergangenheit …“


2002 wurde mit der Arbeit an III begonnen, aber dann blieb das Projekt hinter der Serie Detektei Bates zurück.
Glücklicherweise wurde die Arbeit an III wieder aufgenommen und nun ist das Hörspiel endlich fertig.
Zugegeben, weder der Klappentext, noch das Cover geben groß Aufschluss über die Handlung und auch der kryptische Satz „Das Schicksal bleibt dein Schicksal, bis du das Schicksal einst“ hilft da nicht wirklich weiter.
Aber alles gemeinsam macht immerhin neugierig auf das Hörspiel und diese Neugier wird belohnt.
Die Grundidee von III stammt aus der römischen Mythologie und spielt vor der unheimlichen Szenerie eines kleinen englischen Dorfes, das offenbar ein böses Geheimnis birgt.
Die Geschichte an sich ist spannend und vom Anfang bis zum Ende sehr unheimlich, Atempausen gibt es da nicht.
Außerdem bleibt sie bis zum Schluss undurchsichtig, man hat stets das Gefühl, das wahre Grauen dieses Dorfes noch gar nicht komplett erfasst zu haben und auf den letzten Minuten wird einem dann klar, dass man damit Recht gehabt hat.
Hystereo hat offensichtlich ein Händchen für überraschende Wendungen und geniale Enden.

Genau wie bei Papis Liebling von Hystereo sagten mir die meisten Sprechernamen gar nichts.
Aber III beweist eindrucksvoll, dass es auch eine Bereicherung sein kann, wenn man keine Vollprofis ans Mikrofon holt.
Denn alle Sprecher aus III klingen herrlich frisch und „unverbraucht“, kaum ein hölzern vorgebrachter Satz, dafür aber hörbarer Spaß und Elan bei der Sache.
Ich habe ihnen sehr gerne zugehört und würde auch gerne mehr von ihnen hören, vorausgesetzt sie bleiben so locker bei Sache.
Fritz Stavenhagen, der den Wirt spricht, ist dagegen durchaus bekannt, sowohl als Synchronsprecher als auch als Schauspieler. Seine tiefe, dunkle Stimme passt wunderbar zum Hörspiel.
Ich hätte ihn mir gut als Erzähler vorstellen können, denn den hat III leider nicht. Dabei gibt es einige Stellen, vor allem Ortswechsel, die man erst nach ein paar Sekunden so richtig erkennt und begreift. Da wäre ein Erzähler ganz nützlich.

Musik sucht man in III leider vergebens, was ich ausgesprochen schade finde, denn für mich gehört Musik zu einem gruseligen Hörspiel einfach dazu. In III hätte man mit kleineren Melodien prima Szenenwechsel kennzeichnen können, aber natürlich hätte sie auch die gespenstische Atmosphäre noch verstärken können.
Die Effekte sind gut gemacht, Waldgeräusche, Glocken, Orgel etc…alles klingt sehr echt und trägt dazu bei, die unheimliche Szenerie an den Hörer zu bringen.
Dennoch denke ich, ein wenig Musik hätte den Feinschliff ausgemacht.

Das Cover beschränkt sich auf das Wichtigste: die Skulptur der Parze, die im Hörspiel eine wichtige Rolle spielt.
Ansonsten passt es mit den düsteren Farben und den Schatten klasse zu diesem Gruselhörspiel

Fazit:   Fans von gruseligen Hörspielen sollten bei III auf www.soforthoeren.de unbedingt zugreifen. Das Hörspiel versteht es, einem eine Gänsehaut über den Rücken laufen zu lassen.

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