Point Whitmark (06) – Das kalte Phantom

Titel:   Point Whitmark (06) – Das kalte Phantom / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 60 min / 8 Tracks / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Andi Koch, Leopold von Verschuers, Heinz Ostermann u.A.

Inhalt:   Hatte der verstorbene Sternenforscher Professor Mooney tatsächlich Kontakt mit außerirdischem Leben? Im Observatorium am Woodman-Hill treffen Jay, Tom und Derek nicht nur die seltsamen Erben, sondern auch auf etwas, das nicht von dieser Welt zu stammen scheint: Es braucht die eisige Kälte des Weltalls!
Als ein Schneesturm die Gruppe von der Zivilisation abschneidet, schlägt die Stunde des Fremden. Und er kommt noch als Freund…


Schon seit ewigen Zeiten beschäftigt die Menschheit die Frage, ob außerirdisches Leben möglich ist und wenn ja, wie es wohl aussehen würde.
Dieser Frage müssen sich in Das kalte Phantom auch Jay, Tom und Derek stellen. Als Jay und Tom -Derek bleibt in Point Whitmark, hilft aber aus der Ferne- auf dem Anwesen von Howard Mooney eintreffen, wo sich dessen Erben zur Testamentseröffnung eingefunden haben, ereignen sich dort seltsame Vorkommnisse, die eigentlich nur den Schluss zulassen, dass es dem Professor nicht nur gelungen ist, Außerirdische zu kontaktieren, sondern offenbar sogar einem von ihnen Unterschlupf gewährt hat.
Natürlich ist man als Hörer von Anfang an der Meinung, dass das nicht sein kann, die Folge schafft es mit ihrer überaus düsteren und dichten Atmosphäre jedoch, dass man praktisch bei jeder Szene auf’s Neue grübelt, ob es nicht vielleicht doch möglich ist… Hinzu kommt die Abgeschiedenheit, des Mooney-Anwesens und die menschenfeindliche, eisige Witterung die solch beängstigenden Überlegungen noch mehr Spielraum einräumen. Insgesamt sorgt dies alles für einen enorm hohen Gruselfaktor und eine dicke Gänsehaut.
Aber auch der detektivische Aspekt kommt in dieser Folge nicht zu kurz. Denn da ist ja noch die Gruppe undurchsichtiger Erben, die einen trauern offenkundig, die anderen sind unüberhörbar nur auf dem Anwesen um beim Erbe abzusahnen. Sind sie alle ehrlich oder steckt womöglich einer von ihnen hinter den unheimlichen Vorkommnissen? Und wenn ja, warum?

In dieser Folge gibt es ein Wiederhören mit Leopold von Verschuer alias Wayne Hancock. Ich persönlich kann mich mit seiner Stimme und Darbietung bis heute nicht anfreunden, aber ich muss zugeben, dass Wayne Hancock eine der schillerndsten Figuren der Serie ist und Leopold von Verschuers Stimme ihm einen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Frank Mooney wird von Andi Koch gesprochen, doch hört man den Professor lediglich auf Bandaufnahmen, was seiner Stimme einen leicht verfälschten Klang verleiht. Hinzu kommt ncoh, dass Howard Mooney bei Aufzeichnung dieser Bänder sehr krank ist, hustet und atemlos ächzt. Es ist wirklich ein Hörerlebnis, was Andi Koch hier bietet, vom Feinsten! Schon das von ihm gesprochene „Intro“ jagt einem einen Schauer über den Rücken.
Erfreulicherweise ist auch Vater Callahan in Das kalte Phantom mit von der Partie, wie gewohnt gesprochen von Heinz Ostermann. Er mimt den gewitzten Geistlichen  so gelungen, dass ich immer wieder grinsen muss, wenn ich ihn höre.

Die Melodien der Folge gehen einem direkt unter der Haut und sorgen für die gruselige, mysteriöse Atmosphäre, sie werden nie langweilig und verfehlen diese Wirkung zu keinem Zeitpunkt. Ein großes Lob geht auch an die Effekte und Geräusche, insbesondere an den Stellen, an denen der „Außerirdische“ mitwirkt. Hier erzeugt man die komplette Bandbreite an Gefühlen beim Hörer, die ein gruseliges Werk auslösen kann: Frösteln, Erstarrtsein, Ekel…alles. Musik und Effekte haben einfach durchschlagende Wirkung.

Das Cover präsentiert sich wie gewohnt mit kräftigen Farben vor einem dunklen Hintergrund. Die Grabsteine und die Totenkopfgestalt in den Klamotten von Howard Mooney wirken auf Anhieb gruselig, kann aber mit dem Gruselfaktor des Hörspiels nicht annähernd mithalten.

Fazit:   Die wohl stärkste Folge der Serie. Gruselig, spannend, super atmosphärisch und besetzt mit tollen Sprechern. Was kann man mehr verlangen? Absoluter Kauftipp! Und bitte unbedingt im Dunklen vor dem Einschlafen hören, das Feeling muss man erlebt haben.

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