Sacred 2 (3) – Im Bann der Bestie

Titel:   Sacred 2 (3) – Im Bann der Bestie / Verlag weirdoz* / Laufzeit:   ca. 80 min / Sprecher:   Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Heinz Ostermann, Klaus Dittmann, Erla Prollius, Nana Spier, Martin Sabel u.A.

Inhalt:   Schattenkrieger Garlan und seine Gefährtin Halbelfe Leandra sind noch immer auf der Suche nach der Großen Maschine, die die Herrschaft über Grünerd verspricht.
Nach einem Streit läuft Leandra in den Wald, wo sie von einem Werwolf angegriffen wird. Garland kann sie retten, aber Leandra ist schwer verletzt.
Sie kommen in einem kleinen Dorf unter, wo man ihnen große Gastfreundschaft entgegenbringt. Aber etwas stimmt in diesem Dorf nicht…


Nach den beiden ersten temporeichen und actiongeladenen Folgen schlägt Folge 3 deutlich ruhigere Töne an.
Garlan und die verletzte Leandra kommen in einem kleinen Dorf unter, das augenscheinlich ein ruhiger Ort zu sein scheint.
Doch der Schein trügt, das spürt man auch als Hörer schon sehr bald.
Die Bedrohung in Folge 3 schleicht sich eher ein, leise, unterschwellig, aber auch das verfehlt seine Wirkung nicht.
Man ist gespannt, worin die Bedrohung hier besteht und welche Gefahren hier auf Garlan und Leandra warten.
Vermuten kann man viel, denn in dem Dorf stimmt so einiges nicht. Da ist Mende, die merkwürdige und hellsichtige Heilkundige, da ist der Schmied, der in seinem Keller düstere Mächte beschwört und dann haben wir noch Gernot, den Großneffen eines Barons, der nichts lieber tun würde, als sofort Truppen zum Schutz für das Dorf ranholen würde. Eine illustre Gesellschaft, bei der man sich bald fragt, was alles in dem Dörfchen vorgeht.
Schutz bräuchte das Dorf allerdings wirklich, denn es wird seit Langem von dem Werwolf in Schach gehalten, der Leandra angriff.
Ein Werwolf in einer Fantasy-Geschichte? Passt das? Gehören Werwölfe nicht eher in den Horror-Bereich?
Ja, das könnte man sich jetzt wirklich fragen.
Im Bann der Bestie beweist, dass diese Mischung tatsächlich funktionieren kann. Der Horror-Aspekt fügt sich tadellos in die Fantasy-Geschichte ein und gibt der Story eine neue, interessante Richtung.
Das Ende wartet mit einem Cliffhanger auf, der es in sich hat und am liebsten hätte ich gleich Folge 4 in den Player geschoben um zu erfahren, wie es weitergeht.
Das einzige, was mich etwas gestört hat, das sind die erklärenden Selbstgespräche der Charaktere.
Ganz ohne solche Passagen geht es in Hörspielen natürlich nicht, das ist klar, aber ab einer gewissen Länge wirkt ein solcher innerer Monolog nicht mehr, da nimmt er der Handlung die Dynamik.

Zu Thomas Fritsch als Garlan und Annabelle Krieg alias Leandra kann man nur sagen, dass sie ihre Rollen auch in dieser Folge wieder phantastisch sprechen.
Annabelle Kriegs Stimme klingt selbstbewusst und vorwitzig, man glaubt ihr sofort, dass die optisch so zierliche Elfe ausgesprochen wehrhaft sein kann.
Thomas Fritsch spricht Garlan mit eindringlich tiefer und rauer Stimme, die stets auch die Gefahr deutlich macht, die von ihm ausgehen kann.
Als zwielichtigen Schmied hören wir Klaus Dittmann und weiß in dieser geheimnisumwobenen Rolle zu überzeugen.
Erla Prollius verleiht mit ihrer Stimme der Heilkundigen Mende ihren kauzigen Charakter.
Und dann sei noch Nana Spier erwähnt, die Rienzi, die Tochter des Schmied spricht und einem mit ihrer Stimme innerhalb von Sekunden ein Bild der jungen Frau vor Augen zaubert.

Entsprechend der ruhigeren Gangart in der Handlung, hält sich auch die Musik in Folge 3 im Hintergrund.
Die ruhigen Töne und mittelalterlichen Musiken erzeugen eine bedrückende Atmosphäre.
Als besonders gelungen habe ich die Lautäußerungen des Werwolfs empfunden, denn sie klingen wirklich „echt“.
Auch die übrigen Geräusche klingen realistisch und lassen ein Bild des Dorfes vor den Augen des Hörers erscheinen.

Das Hörspiel präsentiert sich in einem wunderschön gestalteten Digi-Pack und bringt ein sehr informatives Booklet mit.
Darin kann man nochmal die Kurzfassung dessen nachlesen, was bisher geschah, die wichtigsten Charaktere werden kurz vorgestellt und natürlich findet man dort auch und sehr übersichtlich angeordnet die Sprecherangaben der zahlreichen Rollen.
So gehört sich das für eine Hörspielreihe, die sich einer so komplexen Geschichte annimmt.

Fazit:   Anders, ruhiger, als die Vorgänger, aber keinen Deut schlechter. Die Geschichte ist weiterhin absolut spannend und ein zu 100% gelungener Genre-Mix zwischen Fantasy und Horror.

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