Sacred 2 (4) – Das verbotene Wissen

Titel:   Sacred 2 (4) – Das verbotene Wissen / Verlag weirdoz* / Laufzeit:   ca. 73 min / Sprecher:   Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Heinz Ostermann, Klaus Dittmann, Erla Prollius, Nana Spier, Martin Sabel u.A.

Inhalt:   Im Kampf gegen einen blutrünstigen Werwolf muss der Schattenkrieger Garlan beweisen, dass die Macht, die er in sich trägt, tatsächlich unbezwingbar ist. Rohe Kraft wird ihm indes nichts nutzen, wenn er die geheimnisvolle magische Maschine finden will, die nicht nur über sein Schicksal, sondern über das einer gesamten Welt entscheiden wird. Auf der Suche nach der Großen Maschine hat es Garlan und seine schöne Begleiterin Leandra in ein abgelegenes Dorf verschlagen, das von einem Werwolf heimgesucht wird. Die wahre Bedrohung für die Dörfler offenbart sich jedoch erst, nachdem das Böse in die Knie gezwungen scheint. Kann Garlan das Leben seiner Schutzbefohlenen retten? Und was hat es mit dem Chronisten auf sich, von dem man sagt, er zeichne alles auf, was in Ancaria je geschehen ist und je geschehen wird? Ist er derjenige, der Garlan den richtigen Weg auf seiner Suche weisen kann oder nur ein weiterer Feind, der dem Schattenkrieger Steine in den Weg legt? Und welchen üblen Rachefeldzug planen der machthungrige Assur und der gewissenlose Großinquisitor, die sich gemeinsam gegen Garlan verschworen haben?


Folge 4 der Pentalogie kann man grob in zwei Teile aufteilen.
Zum Einen muss natürlich aufgelöst werden, was es mit dem gemeinen Cliffhanger der vorigen Folge auf sich hat, und schon hier erlebt man als Hörer eine große Überraschung (vor allem für diejenigen, die dachten, sie wüssten, wer der Werwolf ist).
Mit den Folgen des Kampfes gegen den gar nicht so wölfischen Gegner und dem Überraschungs-Kontrahenten geht es dann im Dorf weiter und hier bleibt man vorläufig auch erstmal noch. Als sehr spannend habe ich hier die Beschwörung der Rache-Geister und ihr grausiges Werk empfunden, wirklich sehr schauerlich.
Erst nach diesem Dorf-Kapitel geht die Geschichte zu dem Teil über, dem das Hörspiel seinen Titel Das verbotene Wissen verdankt.
Hier macht sich Garlan auf einen gefährlichen und beschwerlichen Weg um das besagte Verbotene Wissen zu erlangen.
Ein großes Lob gebührt der Szene beim Chronisten, für mich der Höhepunkt des ganzen Hörspiels. Da hat man eine wunderbar geheimnisvolle und atmosphärische Passage geschaffen, die meinetwegen noch länger hätte dauern dürfen.
Das Ende bietet erneut einen fiesen Cliffhanger und dieses Mal werde ich gar nicht versuchen, Vermutungen anzustellen. Ich warte lieber auf Teil 5 und lasse mich wieder so wunderbar überraschen wie schon hier bei Folge 4.

An den Sprechern gibt es wie gewohnt gar nichts auszusetzen.
Eine besondere Rolle kommt in dieser Folge Erzähler Helmut Krauss zu, was mich quasi umgehauen hat. Doch ebenso wie als Erzähler wird er auch dieser Rolle absolut gerecht.
Erstaunt -ja, auch hinsichtlich der Sprecher gibt es in Folge 4 so manche Überraschung- hat mich Nana Spier, denn wenn ich ehrlich bin, hätte ich es ihrer Stimme nicht so recht zugetraut, auch eine böse Rolle glaubhaft rüberzubringen, aber es gelingt ihr wirklich bravourös.
Der Großinquisitor der Elfen ist ja seit je her einer meiner Lieblingscharaktere der Serie und es hat mich gefreut, dass er in Folge 4 wieder eine größere Rolle spielt. Gesprochen wird er von Michael Pan und wie üblich trifft er genau den unangenehm klebrig-süßen und hinterhältigen Ton, der zu dieser Rolle passt.

Ebenso gelungen ist auch die Musik- und Geräuschkulisse.
Sei es um Spannung zu erzeugen und Szenen entsprechend zu untermalen, sei es um actionreichen Szenen den passenden Schliff zu verpassen, sie ist immer optimal gewählt und eingesetzt.
Geräusche und Effekte können sich ebenfalls hören lassen, sie klingen stets echt und steuern ihren Anteil dazu bei, dass das Hörspiel Wirkung beim Hörer hinterlässt.

Beim Cover ist man dem mysteriösen Stil auch weiterhin treu und dieser Stil wirkt eindrucksvoll wie eh und je. Wieder sehr gelungen sind die Bildeffekte wie das Schattenspiel und natürlich die kräftigen, kontrastreichen Farben.
Im Inneren des Booklets findet man auch bei Folge 4 wieder eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse und eine Auflistung der Charaktere, was -wie ich finde- bei der Serie sehr praktisch sein kann.

Fazit:   Sacred 2 nähert sich unüberhörbar seinem Ende. Das hohe Niveau in Sachen Umsetzung, Spannung, Sprecher und Atmosphäre hat die Serie nicht eine Folge lang verlassen und so kann man auch dem Verbotenen Wissen wieder nur volle Punktzahl geben.

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