Schattensaiten (05) – Der ewige Fremde

Titel:   Schattensaiten 5 – Der ewige Fremde / Verlag:   Pandora’s Play / Laufzeit:   ca. 72 min / 12 Tracks / Sprecher: Walter Blohm, Matthias Felling, Katja Behnke, Klaus Brandhorst, Maria Tzankow, Sandra Möller, Horst Kurth, Thomas Held u.A.

Inhalt:  Gudrun ist außer sich. Nach einem Streit ist Claudia mitten in der Nacht einfach abgehauen. Und seitdem fehlt von ihr jede Spur.
Wer ist nur der unheimliche Mann in Schwarz, mit dem Claudia kurz vor ihrem Wutausbruch gesprochen hat? Warum erzählt sie ihren Freunden nicht die Wahrheit?
Ein Treffen mit Urs bringt Licht in das Dunkel.. Ihm ist der Fremde noch aus Rhangnarva bekannt. Und er verfügt über Fähigkeiten, die besser im Verborgenen bleiben sollten.
Aber wenn sie ihrer Freundin helfen wollen, müssen sie sich auf die Gefahr einlassen.
Als die Lage schon fast aussichtslos erscheint, offenbart sich das Geheimnis des Ahasverus.


Nachdem man bei den ersten vier Folgen relativ leicht bestimmen konnte welchem Genre sie angehören, so wird dies bei Der ewige Fremde schon schwieriger.
Denn hier bekommt man wahrlich einen wilden Genre-Mix geboten: die Geschichte beginnt mit detektivischen Ermittlungen im Zuge derer man mal wieder einen kurzen Schlenker zur Rhangnarva-Mystery macht, bei den weiteren Nachforschungen findet man sich in christlicher Mythologie wieder und zum Ende hin erlebt man dann ein reichlich unchristliches Ritual um gestohlene Seelen wieder zurückzugeben.
Das ist nicht schlecht, mir persönlich gefällt die Geschichte, aber man muss sich darauf schon einlassen können.
Vor allem ist es ratsam die Folge nicht nur einmal zu hören, denn es kommen einige Punkte zur Sprache, die für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig zu sein scheinen.
An erster Stelle und sehr offensichtlich ist da die Person des Ahasverus, an der Schedoni immer noch großes Interesse haben dürfte, aber man erfährt auch, dass Daniel scheinbar etwas Besonderes ist. Denkt man nun zurück an das Bild von ihm in Rhangnarva, so kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass dieser Handlungsstrang noch weiter verfolgt wird.
Der ewige Fremde fühlt sich an wie eine Art Bindeglied. Nachdem die Folgen 1 bis 3 quasi eine Trilogie um Rhangnarva und Schedoni war, Folge 4 prima als ein unheimliches Abenteuer ganz ohne Rhangnarva auskam, führt Folge 5 beides nun wieder zusammen: Ahasverus war bereits in Rhangnarva und kennt Schedoni. und Krügers Medaillon spielt auch wieder eine Rolle.

Der Sprecher-Cast hat sich nun wohl endgültig um Sandra Möller als Gudrun und Thomas Held als Urs erweitert, beide sind auch in Folge 5 wieder mit dabei, was mich sehr gefreut hat.
Von Werner Birk alias Ahasverus werden wir aber bestimmt auch noch einiges hören und damit habe ich dann doch so meine Probleme. Seine Stimme gefällt mir, sie passt auch eigentlich wunderbar zu der mythologischen und geheimnisvollen Figur des Ahasverus, sie klingt ruhig und weise und so gehört sich das für solch einen Charakter. Aber von der Sprechweise her klingt Werner Birk sehr abgelesen und dabei kommt es zwangsläufig auch zu falscher Betonung. Also: etwas lockerer darf man auch als Jahrhunderte alter, weiser Wanderer mit vielen Geheimnissen reden, denn Birks markante Stimme an sich ist prima gewählt.

Die Musik ist wie gewohnt sehr gut, unangefochten DIE Stärke der Serie. Auch in Der ewige Fremde schafft sie wieder eine wunderbar dichte Atmosphäre und untermalt die Handlung perfekt.

Wieder ein äußerst gelungenes Cover, das sich einem erst auf den zweiten Blick so richtig erschließt. Die Cover der Schattensaiten werden wirklich von Folge zu Folge besser.

Fazit:   Eine sehr spannende, abwechslungsreiche Folge bei der nach Fantasy nun auch die Fans des Grusel-Genres wieder auf ihre Kosten kommen.

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