Schattensaiten (08) – Der See der verlorenen Seelen 1 (1/2)

Titel:   Schattensaiten 8 – Der See der verlorenen Seelen 1 (1/2) / Verlag:   Pandora’s Play / Laufzeit:   ca. 57 min / 20 Tracks / Sprecher: Walter Blohm, Matthias Felling, Katja Behnke, Klaus Brandhorst, Maria Tzankow, Marco Göllner, Werner Birk, Bernhard Selker, Ulrike Müller u.A.

Inhalt:  Plötzlich und wie aus dem Nichts ertönt lautes Gebell. Anne schreckt aus dem Schlaf auf: was ist das? Ein Mann…er läuft den Waldrand entlang, gehetzt von einer Hundemeute. Doch vor wem ist er auf der Flucht? Und warum?
Vielleicht hat es mit der Liste zu tun, die er bei sich trägt. Eine Liste, auf der die Namen von Anne, Daniel, Christian und Claudia stehen. Und noch ein Name: Schdoni.


Nach einer langen Pause gehen die Schattenseiten endlich weiter und kommen gleich mit einer Doppelfolge daher.
Wow!
Möchte man jedenfalls meinen.
Doch man ist und bleibt noch immer in der Parallelwelt, bis auf zwei neue Charaktere, die später noch wichtig sein könnten, gibt es auch in dieser Hinsicht nichts Neues zu vermelden, so richtig spannend wird es auch nicht mehr und überhaupt zieht sich die Handlung mächtig in die Länge.
Immerhin wird erwähnt, dass es in einer Stadt ein „Tor“ gibt, durch das die Freunde in ihre Welt zurückkehren könnten, doch das scheint noch zu dauern. Zum Ende hin jedenfalls wird etwas angesprochen, das einen vermuten lässt, dass diese Rückkehr auch im zweiten Teil der Doppelfolge nicht zu erwarten ist.
Das ist bedauerlich, denn inzwischen wäre nichts wünschenswerter als eben dies. Die Geschichte um Schedoni und seine Welt ist mittlerweile kaum mehr als „Fantasy von der Stange“.
Und das sage ich, die ich wirklich Fan der Serie bin.

Den Sprechern der WG-Clique hat die lange Pause nicht geschadet, sie sind genauso gut wie zuvor.
Werner Birk als Ahasverus hört sich allerdings auch noch so an wie in den vorigen Folgen, weshalb ich mich allmählich frage, ob seine hölzerne Darbietung Absicht sein könnte.
Vielleicht will man damit einen speziellen Eindruck dieser Gestalt vermitteln? Wenn ja, welchen? Ahasverus, ein Wanderer seit Jahrhunderten, der schon unsagbar viel gesehen und erlebt hat und sicher das eine oder andere Geheimnis birgt. Demnach ist er weise, aber Weisheit hört sich einfach anders an.
Marco Göllner hat leider auch an der Gewohnheit festgehalten, es als Schedoni mit der Boshaftigkeit in seiner Stimme etwas zu übertreiben. Dabei bin ich mir sicher, das wäre gar nicht nötig. Seine Stimme würde bestimmt auch ohne diese Überzogenheit „böse genug“ für die Rolle klingen

Und auch in Sachen Musik wird das Gleiche geboten wie in den vorigen Folgen, was aber keine Kritik sein soll, denn die Musik war und ist perfekt für die Reihe. Das sind eben die Schattensaiten-Melodien, die die Serie geprägt haben.

Vom Cover kann man nun halten, was man will…mein Fall jedenfalls ist es nicht. Die Idee hinter dem Bild ist zweifellos gut, die Darstellung des aufgerissenen Mundes sieht mir allerdings zu unecht aus. Ich denke, da gibt es im Hörspiel andere Szenen, die man für das Coverbild hätte wählen können und die mehr hergemacht hätten.

Fazit:   Für Freunde des Fantasy-Genres zweifellos immer noch interessant. Wer aber die Serie von Anfang her kennt und somit auch die Folge 4 und 5, der wird sich -wie ich- wünschen, dass die Freunde bald wieder in unsere Welt zurückkehren und dort neue Abenteuer mit abwechslungsreicheren Gegenspielern erleben.

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