Top Secret Akte 002 – Diadem

Titel:   Top Secret Akte 002 – Diadem / Verlag:   Maritim / Laufzeit:   ca. 63 min / 24 Tracks / Sprecher: Christine Pappert, Thomas Karallus, Andreas Borcherding, Wolfgang Condrus, Jo Kern, Daniela Hoffmann, Crock Krumbiegel u.A.

Inhalt:   „La Citta Eterna“
Sie ist die „Ewige Stadt“. Alles beginnt in Rom. Und im Rom wird es auch enden. -Doch nachts wenn die Schatten sich über das Kolosseum senken, ist davon nichts zu spüren.
Zu viel Leben auf dem erhitzten Asphalt. Das Blut zirkuliert schneller durch die Venen, peitscht die Leidenschaften hoch.
Niemand denkt hier über das Ende nach. Der Tod…ist bloß ein fahles Schreckgespenst…


Nachdem Akte 001 – Herz aus Eis den Großteil der Folge darauf verwendet hat, die Charaktere vorzustellen und den Hörer darüber zu informieren, für welche Organisaton sie arbeiten und worin ihre Aufgaben bestehen, hält sich Akte 002 – Diadem nicht mit großen Vorreden auf. Man ist sofort mitten im Geschehen, in diesem Falle einer Ermittlung von Commander Ashton Rawleigh und seiner Kollegin Jade Morgrave.
Diese Folge hat keinen geradlinigen Verlauf, vielmehr beginnt sie mit mehreren verschiedenen Handlungssträngen, die zunächst nicht viel miteinander zu tun zu haben scheinen. Erst nach und nach, praktisch von Kapitel zu Kapitel, erschließen sich einem die Zusammenhänge. So erzeugt man beim Hörer Spannung und hält ihn über die komplette Handlung hinweg bei der Stange.
Spannung wird in Akte 002 überhaupt groß geschrieben. Es gibt zahlreiche Szenen, bei denen man wirklich die Luft anhält und sich fragt, wie das Geschehen weiter- bzw ausgehen wird.
Aber auch der Mystery-Effekt wird in dieser Folge ordentlich ausgereizt, so weit sogar, dass man da schon recht weit hinüber ins Horror-Genre geht. So hat es die Exorzismus-Szene schon derbe in sich, das ist kein Mystery mehr.
Was ich allerdings sehr bedauere ist, dass man über Ashton und Jade kaum etwas erfährt. Natürlich, man weiß, welchen Job sie haben, wer ihre Vorgesetzten sind, das schon. Aber sonst? Sie wirken so „steril“, Persönlichkeit, ein Charakter…das sucht man vergebens. Zumindest bei mir führt das dazu, dass ich für diese Charaktere keine wirkliche Sympathie empfinde. Eine Abneigung aber auch nicht. Und ich denke, so etwas ist durchaus wichtig für ein Hörspiel.

Die Sprecherliste liest sich auch bei Top Secret Akte 002 wieder sehr prominent.
Neben Tomas Karallus (Ashton Rawleigh) und Christine Pappert (Jade Morgrave), die auch hier eine überzeugende Leistung erbringen, gibt es noch einige weitere Rollen, die besondere Erwähnung verdienen.
So beispielsweise Jo Kern, die der besessenen Nonne Lucrezia di Tempesta ihre Stimme leiht. Für mein Empfinden die beeindruckendste Darbietung bei den Sprechern, denn sie klingt wirklich sehr gruselig und sorgt so für die eine oder andere Gänsehaut.
Christian Mey alias Pater Amorth hat mich ebenfalls sehr begeistert. Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob er nun eher zu den Guten oder doch zu den Bösen gehört, seine Rolle ist zunächst recht undurchsichtig, wofür in erster Linie natürlich auch seine kühle und abgeklärte Sprechweise sorgt.

Musikalisch kann auch die zweite Akte bei mir wieder voll punkten.
Hauptsächlich sind rockige Melodien zu hören, hier und da mit einem Einschlag in Richtung Elektro, was dem Hörspiel ebenfalls sehr gut steht.
Richtig klasse fand ich auch die Kirchengesänge ziemlich am Anfang, da werden Fans von z.B. den Gregorians begeistert aufhorchen.
Insgesamt sowieso eine sehr gute Idee, diese Musik mit einfließen zu lassen, wo doch ein Teil der Handlung im Vatikan spielt.

Was das Cover angeht, verfolgt man die gleiche Strategie wie bei Akte 001: das Motiv lässt keinen Schluss auf die Handlung zu. Erst wenn man das Hörspiel gehört hat, versteht man, was man da sieht. Insgesamt ist es für mich aber das gruseligste Cover der Serie bisher.
Ein wenig gestört hat mich die zum Teil ziemlich unleserliche Schrift des Klappentextes. Klar, man kann sich zusammenreimen, was da steht, aber das kann ja nicht der Sinn der Sache sein. Sobald nämlich die helle Schrift über die ebenfalls relativ helle Darstellung des Gewölbeganges führt, sind die Buchstaben so gut wie gar nicht mehr zu erkennen.

Fazit:   Es wäre wünschenswert, wenn Ashton und Jade etwas mehr Profil bekämen. Ansonsten darf es gerne in diese Stil weitergehen. Bei dieser Folge kann auch mancher Grusel-Fan zugreifen.

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