Top Secret Akte 003 – Tage des Zorns

Titel:   Top Secret Akte 003 – Tage des Zorns / Verlag:   Maritim / Laufzeit:   ca. 53 min / 11 Tracks / Sprecher: Christine Pappert, Thomas Karallus, Andreas Borcherding, Wolfgang Condrus, Gerhard Acktum, Michael Iwannek u.A.

Inhalt: „Solange es schläft, droht keine Gefahr. Der Schlaf zügelt seine Wut, verwirrt seinen Geist mit Träumen aus Hoffnung. Blut und Wahnsinn. Jenseits der Dämmerung lauert es auf seine Stunde. Wir sind in Sicherheit – bis der Zyklus vollendet ist. Denn wir wissen nicht, wann es wieder erwacht. Aber noch ist es nicht soweit. Noch sind wir in Sicherheit…“


Nach der wirklich guten Folge 2 hat mich Tage des Zorns doch ziemlich enttäuscht.
Scheinbar zusammenhanglose Szenen aneinander gereiht, man weiß eigentlich gar nicht so richtig, was da gerade passiert und wieso, und als man dann endlich wenigstens ansatzweise erfährt, wie der Zusammenhang ist, da ist man bereits drei Kapitel vor dem Ende angekommen. Zum Schluss dann noch die Erkenntnis, dass die Folgen doch nicht in sich abgeschlossen sind, dass es offenbar einen größeren Zusammenhang gibt und schon ist die Folge zu Ende.
Nicht falsch verstehen: natürlich soll bei einem Hörspiel aus dem Mystery-Bereich nicht alles von der ersten Minuten an durchschaubar sein, aber über die Geschichte hinweg sollte man als Hörer doch wenigstens ab und an mal  das Gefühl haben, etwas zu verstehen. Bei Tages der Zorns steht man aber im besagten drittletzten Kapitel plötzlich da und denkt sich: ach so, na ja, das konnte man ja auch alles nicht wissen. Was übrigens stimmt, denn zuvor ist nicht der kleinste Anhaltspunkt zu finden, der auf diesen Zusammenhang hätte schließen lassen können.
Das hat dann auch nichts mit Mystery zu tun. Mystery ist nicht nur, den Hörer in Ahnungslosigkeit zu lassen, zu Mystery gehört auch Spannung, Atmosphäre und beides habe ich bei Tage des Zorns vermisst. Sehr schade, denn die Idee hinter der Geschichte ist gut.
Gefallen hat mir wiederum, dass man einen kleinen Einblick in Jades Kindheit erhält und von einem Ereignis erfährt, das sie damals erlebt hat und das sie bis ins Erwachsenenalter verfolgt.
Das lässt den Charakter der abgebrühten Jade Morgrave doch gleich menschlicher erscheinen. Etwas in dieser Richtung würde ich mir auch für Ashton und die übrigen Charaktere wünschen.

Was die Sprecher angeht kann man wie gewohnt absolut nicht meckern. Das Hörspiel ist bis in die Nebenrollen prominent besetzt. Hier hört man neben den Hauptrollen Christine Pappert, Thomas Karallus, Wolfgang Condrus und Andreas Borcherding u.A. noch Reent Reins, Pia Werfel, Lutz Riedel und Klaus Dittmann.
Sie alle liefern einen sehr guten Job ab..

Großes Lob gebührt wie gewohnt der Musik im Hörspiel. Hier bleibt die Serie ihrem rockig-modernen Stil mit Elektro-Einschlag treu, der die Geschichte passig untermalt und ihr einen coolen Anstrich verpasst. Und auch die Effekte können sich hören lassen.
Hinsichtlich der Soundkulisse wurde hier alles richtig gemacht.

Eine Verbindung zwischen Covermotiv und Handlung sehe ich bei dieser Folge überhaupt nicht, nicht mal nachdem ich es gehört habe.
Dennoch finde ich das Cover ausgesprochen gelungen, denn das Motiv bleibt einem im Kopf, es hinterlässt bleibenden Eindruck.
Fazit:   Leider ist Tage des Zorns einfach nicht „griffig“. Da fehlt zu viel von dem Drumherum, das eine Geschichte interessant und spannend macht. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten Folgen wieder ändert, nachdem man jetzt ja weiß, dass es Zusammenhänge zwischen den drei ersten Folgen gibt. Das wäre eine gute Gelegenheit. Außerdem sollte man dringend wieder mehr Wert auf Spannung und (mysteriöse) Atmosphäre legen

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