Das dunkle Meer der Sterne (04) – Daedalus 1

Titel:   Das dunkle Meer der Sterne (4) – Daedalus 1 / Verlag Pandoras Play / Laufzeit:   ca. 67 min / 23 Tracks / Sprecher:  Bernhard Selker, Katja König, Sabine Kuse, Andreas Boetel, Rene Dawn-Claude, Cornelia Diesing-Vonau, u.A.

Inhalt:   Kim und Käpt’n Moon suchen noch immer in den Weiten des Weltalls nach Kims Großvater. Doch die nächsten Probleme lassen nicht lange auf sich warten. Sie landen auf dem Planeten Albion, der zunächst einen sehr friedlichen und freundlichen Eindruck macht. Doch Albion steckt in Schwierigkeiten: der Planet soll von der mächtigen Daedalus-Föderation übernommen werden. Und die kann Fremde wie Kim und den Käpt’n, die auch noch über fortschrittliche Technik verfügen, bei ihrem Vorhaben nun wirklich nicht gebrauchen…


Daedalus 1 beginnt wie man es von der Serie kennt mit Kims Telefonat mit ihrer Freundin Yu, der sie begeistert von dem Planeten erzählt, auf dem sie landen werden.
So weiß man als Hörer zumindest in sehr groben Zügen, was einen in diesem Hörspiel erwartet.
Danach geht es mit der Landung auf dem Planeten Albion weiter und Kims Eindrücken von dieser Welt, z.B. gibt es hier Schnee, den Kim noch nie gesehen hat und von dem sie hellauf begeistert ist.
Der erste Kontakt mit Albion wird so sehr locker und voller Optimismus beschrieben.
Doch nach und nach schleicht sich die Gewissheit ein, dass etwas auf diesem Planeten nicht stimmt und so baut sich recht schnell Spannung auf, was das sein könnte.
Verliefen die vorigen Teile von „Das dunkle Meer der Sterne“ noch recht kontinuierlich und selten an mehr als zwei Orten, so muss man bei Daedalus 1 schon öfter „umschalten“ und einige Ortswechsel mehr erfassen. Dies wird aber durch den Erzähler sehr erleichtert und so weiß man immer genau, wo die Handlung gerade spielt.
Aber ohne jeden Zweifel wird die Handlung der Serie mit dieser Folge um einiges komplexer, man erfährt von mächtigen Allianzen im Weltraum und deren Macht und ihren Machthabern.
Weiterhin haben einige neue Personen in Daedalus 1 ihren ersten Auftritt, von denen man annehmen kann, dass sie die Serie auch weiterhin begleiten werden.
Das ursprüngliche Ziel von Kim und dem Käpt’n scheint zunächst etwas in den Hintergrund zu treten.
Präsent ist es aber dennoch, denn die Ereignisse auf Albion werden sicher Auswirkungen auf ihre Suche haben
Sehr interessant ist der letzte Track des Hörspiels, der sowohl die vorangegangenen Ereignisse zusammenfasst, aber auch einen kleinen Blick in die Zukunft gewahrt. Eine tolle Idee!

Das bekannte Sprecherteam begleitet uns auch in Daedalus 1.
Bernhard Selker alias Käpt’n Moon ist nachwievor zwar immer etwas brummelig und oft voller Sarkasmus, dann aber gegenüber Kim und Vimana wieder herzensgut.
Katja König klingt als Kim mal kindlich-naiv, dann wieder ängstlich, oft aber auch sehr selbstbewusst.
Es ist unüberhörbar, dass Kim mit ihren Abenteuern mutiger und erwachsener wird. Tun sich aber Schwierigkeiten auf, ist sie schnell wieder ängstlich. Katja König schaltet zwischen diesen Launen innerhalb von Sekunden um und klingt so jederzeit absolut glaubhaft.
Sabine Kuse spricht auch weiterhin die Rolle des Raumschiffs Vimana, als die sie einerseits wie ein hochtechnisierter Computer, andererseits aber auch wie die gute Seele des Dreierteams klingt.
Die Mischung gelingt ihr wunderbar.
Neu in der Sprecher-Riege dabei ist Rene Dawn-Claude in der Rolle des Jeremy, dem Sohn der Kaiserin Valea, die das Sagen über die Föderation hat.
Er wird im Hörspiel als ein oder zwei Jahre älter als Kim beschrieben, ist demnach etwa 18 oder 19 Jahre alt, und klingt auch genauso. Er haucht der Rolle des rebellischen, aber leider oft hilflosen Jeremy Charakter ein und als Hörer fühlt man in jeder Sekunde mit dem Prinzen mit.

Musikalisch ist Daedalus 1 ebenso gelungen wie die drei ersten Folgen.
Auch hier bekommen wir wieder eine dichte Musikkulisse geboten, mal leise zu spannenden Momenten, dann wieder bombastisch, wenn Action angesagt ist.
Die Titelmelodie hat Ohrwurm-Qualität und erinnert sehr an die Science-Fiction-Serien, die man früher so gerne im Fernsehen angeschaut hat.
Was die Musik angeht ist also auch Daedalus 1 eine absolut runde Sache.

Das Cover zeigt einen bewaffneten, roboterartigen Soldaten und macht so schnell klar, dass in dieser Folge ernste Probleme auf Kim und den Käpt’n warten.
Farblich harmoniert es zwar bestens mit dem gewohnten Artwork der Serie rundherum, vermittelt aber auch einen kühlen Eindruck, was das Unheilvolle des Motivs noch unterstreicht.

Fazit: In Daedalus 1 erhält man einen tieferen Einblick in das Machtgefüge des Weltraums und muss feststellen, dass es weit Bedrohlicheres gibt als Weltraumpiraten oder verrückte Sammler.
Es bleibt abzuwarten, ob und wie Kim und ihre Freunde mit solch tiefgreifenden Schwierigkeiten zurecht kommen.

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