Das dunkle Meer der Sterne (05) – Daedalus 2

Titel:   Das dunkle Meer der Sterne (5) – Daedalus 2 / Verlag Pandoras Play / Laufzeit:   ca. 62 min / 20 Tracks / Sprecher:  Bernhard Selker, Katja König, Sabine Kuse, Andreas Boetel, Rieke Werner , Stephanie Harrer u.A.

Inhalt: Nach ihrer Gefangennahme auf Albion werden Kim und Käpt’n Moon nach Daedalus gebracht. Dort sollen sie wegen Verrates hingerichtet werden. Es scheint aussichtslos, von Daedalus fliehen zu können…und die Exekution rückt unaufhaltsam näher. Wird es ihnen gelingen, noch rechtzeitig zu entkommen?


Daedalus 1 begann noch recht locker, und auch die Erkenntnis, dass die Daedalus-Föderation doch nicht der Wohltäter ist, für den sie sich ausgibt, schlich sich eher nach und nach ein.
In Daedalus 2 geht es dagegen gleich von Anfang an in die Vollen.
Die Brutalität der Daedalus-Föderation und die Hoffnungslosigkeit der Situation von Kim und dem Käpt’n zieht sich kontinuierlich durch das komplette Hörspiel.
Diese triste Atmosphäre ist sehr gut umgesetzt worden, man leidet zu jeder Minuten mit den beiden mit.
Vor allem die Folter-Szenen während der Verhöre sind in dieser Hinsicht erschreckend gut gelungen.
An Spannung mangelt es Daedalus 2 also wahrlich nicht.
Erstmalig wird in dieser Folge auch der Verbleib von Kims Großvater genauer thematisiert.
Kim lernt in der Gefangenschaft einen Mann kennen, der ein Kollege ihres Großvaters war:
Nachdem er ihr erzählt hat, was ihnen damals zugestoßen ist, muss Kim sich mit der Möglichkeit auseinandersetzen, dass ihr Großvater dies nicht überlebt haben könnte, was sie in tiefe Verzweiflung stürzt.
Als Hörer ist man bisher sicher ebenfalls davon ausgegangen, dass Rufus Hunter noch lebt und ist in diesem Moment nicht weniger entsetzt als Kim.
Neben der Aussichtslosigkeit der Gefangenschaft, ist dies ein weiterer Aspekt, der für Spannung sorgt.
Die Folge endet mit einem gemeinen Cliffhanger, der in einem Moment noch Hoffnung gibt, sie aber in der nächsten Sekunde auch wieder zunichte macht.

Neben den Hauptsprechern Bernhard Selker, Katja König, Sabine Kuse und neuerdings auch Rene Dawn-Claude, die ihre Rollen gewohnt souverän und glaubhaft sprechen, hat noch Stephanie Harrer als Kaiserin Valea eine wichtige Rolle inne.
Sie weiß sowohl als ungnädige Machthaberin, als auch als in sich gekehrte und verletzliche Frau zu überzeugen.

Die Musik übernimmt die trostlose und angsterfüllte Atmosphäre des Hörspiels.
So sind stets leise und bedrohliche Klänge zu hören, die die Handlung begleiten und untermalen.

Das Cover zeigt ein Raumschiff im Anflug auf den Palast der Kaiserin auf Daedalus.
Darüber spannt sich ein rötlicher Himmel und damit steht das Cover im argen Kontrast zu dem von Daedalus 1.
Ob die Wahl einer solch warmen Farbe für dieses Cover sinnig ist angesichts der Ereignisse auf Daedalus, muss jeder für sich entscheiden. Mit hätte der farblich kühle Stil von Daedalus 1 besser gefallen.

Fazit: „Das dunkle Meer der Sterne“ hat mit der Daedalus – Doppelfolge einen Höhepunkt erreicht, den man nach den ersten drei Folgen nicht erwartet hat.
Die Handlung ist komplexer geworden und man darf gespannt sein, welche Schwierigkeiten sich Kim, dem Käpt’n und ihren Freunde noch in den Weg stellen werden, nachdem sie bei der Kaiserin in Ungnade gefallen sind.

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