Dorian Hunter (01) – Im Zeichen des Bösen

Titel:   Dorian Hunter 1 – Im Zeichen des Bösen / Verlag:   Zaubermond / Laufzeit:   ca. 74 min / 38 Tracks / Sprecher: Thomas Schmuckert, Hasso Zorn, Iris Artajo, Martin Semmelrogge, Klaus Dieter Klebsch, Udo Schenk, Satiago Ziesmer u.a.

Inhalt:   Der Reporter Dorian Hunter verirrt sich nach Einbruch des Dunkelheit auf das Schloss derer von Lethian.
Ein düsteres Geheimnis umgibt den Ort.
Wer sind die acht unheimlichen Fremden, die alle am selben Tag wie Dorian geboren wurden – und was bedeuten sie Worte der Schlossherrin, dass Dorian, genau wie jene acht Männer, seit Jahren dort erwartet wurde…?


Ich kenne weder die Roman-Vorlagen von „Dorian Hunter“, noch die Europa-Hörspiele, die damals unter dem Titel „Dämonenkiller“ erschienen sind, daher kann ich hier keinerlei Vergleiche ziehen. Ich kann aber ehrlich sagen, dass mich Zaubermonds Serien-Auftakt „Im Zeichen des Bösen“ schlichtweg umgehauen hat.
Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Minuten spannend und an Düsternis wohl kaum zu überbieten. Das Grauen schleicht sich anfangs fast unmerklich in die Geschichte ein, wird aber schnell greifbarer und steigert sich dann quasi von Track zu Track.
Große Action-Szenen findet man in „Im Zeichen des Bösen“ selten und damit beweist dieses Hörspiel eindrucksvoll, dass man Schrecken und Düsternis auch ohne Massen solcher Szenen an den Hörer vermitteln kann.

Schaut man sich die Sprecherliste an, so wird einem schnell klar, dass man hier auf Professionalität sehr viel Wert gelegt hat, und das ist gut so. Hier passt einfach alles. Jeder Sprecher setzt seine Rolle glaubhaft um, gibt ihr ihre speziellen Feinheiten und Charakterzüge. Thomas Schmuckert spricht Dorian Hunter, am Anfang noch cool, später dann aber auch verzweifelt und entschlossen. Als seine Frau Lilian hört man Iris Artajo. Ihr nimmt man die Furcht am Anfang ebenso ab, wie auch die Panik und das Entsetzen im weiteren Verlauf der Geschichte. Auf der Seite der Bösen spricht Bea Kopyto die Gräfin Anastasia von Lethian und Klaus Dieter Klebsch deren Mann Asmodis. Während einen aus Bea Kopytos tiefer und rauher Stimme das Böse praktisch anspringt, kommt Klaus Dieter Klebsch Stimme ruhig und angenehm daher, man möchte ihr beinahe vertrauen. Aber eben nur beinahe, denn sie ist einfach zu aalglatt und so hört man bei jedem seiner Worte auch, wie er bereits hinter dem Rücken die Messer wetzt. Einzig mit Martin Semmelrogge alias Vukujev habe ich so ein wenig meine Probleme: Fand ich es anfangs noch besonders unheimlich, dass ein scheinbar Geisteskranker die Reisegruppe auf das Schloss führt, so verflog dieser Eindruck dann doch recht schnell. Der Rolle fehlt ein wenig die Tiefe um sie dauerhaft ernst zu nehmen, oder als gruselig zu empfinden.

Musikalisch geht es in „Dorian Hunter“ ausgesprochen modern zu mit elektronischen Melodien und stampfenden Beats. Hier mag sich nun mancher vielleicht fragen, ob solche Klänge in ein Grusel-Hörspiel passen, ist man doch sonst von solchen Hörspielen eher ruhigere Klänge gewohnt. Diese Frage kann man ruhigen Gewissens mit „ja, sie passen“ beantworten. Sie untermalen die Szenen perfekt und wirken an keiner Stelle deplatziert. Besonders erwähnenswert ist hier noch die Titelmusik von Joachim Witt, die man passender nicht hätte wählen können.

Das Cover ist sehr düster gehalten und passt somit perfekt zum Hörspiel.

Fazit: Ein furioser Serien-Auftakt der einen auf die nächsten Folgen gespannt sein lässt. Eine absolute Kaufempfehlung für Fans des Grusel- und Mystery-Genres.

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