Dorian Hunter (02) – Das Henkersschwert

Titel:   Dorian Hunter 02 – Das Henkersschwert / Verlag:   Zaubermond / Laufzeit:   ca. 70 min / 28 Tracks / Sprecher: Thomas Schmuckert, Hasso Zorn, Claudia Urbschat-Mingues, Michael Pan, Marco Göllner, Till Hagen, Iris Artajo, David Nathan, Martin Semmelrogge, Konrad Halver u.a..

Inhalt:   Dorian Hunters Frau Lilian, die bei einer Begegnung mit den Dämonen den Verstand verlor, wird in einer Wiener Privatklinik eingeliefert.
Dorian will nur ein paar Formalitäten klären und dann mit ihr nach London zurückkehren.
Da begegnet er einer ebenso attraktiven wie geheimnisvollen jungen Frau, die offenbar über Beziehungen zur Schwarzen Familie verfügt.
Hunter lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein…und verstrickt sich in einem Albtraum aus dunklen Sehnsüchten und Gewalt!


Mit „Das Henkersschwert“ geht die „Dorian Hunter“–Serie vom Zaubermond Verlag in die zweite Runde. Und auch dieses Mal kann man darüber nichts anderes sagen, als dass sie rundum gelungen ist.
Die Geschichte um Dorian Hunter und die Schwarze Familie wird komplexer und mit Coco Zamis hat eine interessante neue Figur ihren ersten großen Auftritt.
Auch in „Das Henkersschwert“ wurde darauf verzichtet, das Hörspiel mit vielen Action-Szenen „vollzupacken“. Wie schon in Folge 1 wird hier Spannung eher durch die Handlung selber und die Atmosphäre des Hörspiels erzeugt.
Man sollte sich aber zum Hören von „Das Henkersschwert“ Zeit nehmen und es in Ruhe anhören. Es gibt mehrere Sprünge zwischen den Handlungsorten und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da die Serie auf einen Erzähler verzichtet, muss man schon genau hinhören um zu verstehen, wo und wann die Handlung gerade spielt.

„Das Henkersschwert“ ist daher eindeutig kein Hörspiel zum „Nebenbeihören“, aber das will sicher auch keine Folge der Serie sein. Sie hätten es auch nicht verdient, dafür ist die Serie einfach zu imposant produziert.

Die Sprecherriege wird in „Das Henkersschwert“ durch Claudia Urbschat-Mingues bereichert, die der Hexe Coco Zamis ihre Stimme leiht. Eine bessere Wahl hätte man kaum treffen können, der Mix aus Erotik und Rätselhaftigkeit gelingt ihr vortrefflich, und sicher wird dem einen oder anderen männlichen Hörer bei ihren Worten ein wohliger Schauer den Rücken hinab laufen. Thomas Schmuckert verleiht Dorian Hunter in dieser zweiten Folge mehr Tiefe, mehr Charakter, so dass die Figur für den Hörer noch greifbarer wird. Till Hagen spricht die Rolle des Bösen, Michael Zamis, und liefert dabei eine wirklich beeindruckende Leistung ab. Martin Semmelrogge, mit dem ich in der ersten Folge nicht so recht warm wurde, ist ebenfalls wieder mit von der Partie, allerdings sind die Szenen mit ihm in Folge 2 kürzer, was ich als recht positiv betrachte. Ich denke, er hätte es gar nicht nötig, es in seiner Rolle stimmlich so oft zu übertreiben. Er hat eine solch außergewöhnliche Stimme, die würde seinem Part bestimmt auch so gerecht werden.

Wie in Folge 1 hört man auch in „Das Henkersschwert“ hauptsächlich elektronische Melodien, die sowohl für düstere Atmosphäre sorgen, dem Hörspiel aber auch Modernität und etwas Futuristisches geben. Ein gewagter, aber absolut gelungener Mix, der die Handlung stets passend begleitet.
Das Cover ist wieder düster und geheimnisvoll gestaltet, so und nicht anders gehört es sich auch zu dieser Story.

Fazit: Folge 2 hält in jeder Hinsicht das hohe Niveau, das in Folge 1 angelegt wurde. Der Hörer kennt nun weitere Aspekte der Personen und Geschehnisse und darf gespannt darauf sein, wie es mit dem Dämonenjäger weitergeht.

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