Dorian Hunter (05) – Der Griff aus dem Nichts

Titel:   Dorian Hunter 5 – Der Griff aus dem Nichts / Verlag:   Zaubermond / Laufzeit:   ca. 74 min / 33 Tracks / Sprecher: Thomas Schmuckert, Andreas von der Meden, Katja Brügger, Michael von Rospatt, Patrick Bach, Marco Göllner u.A.

Inhalt: Die Jagd nach seinen überlebenden Brüdern führt Dorian Hunter über den Atlantik.
Aus Los Angeles erhält der Dämonen-Killer eine Einladung seines Freundes Jeff Parker.
In der Heimatstadt des Millionärs macht ein geheimnisvoller Chirurg von sich reden, der Hollywood-Starlets zu künstlicher Schönheit verhilft.
Doch für seine Dienstleistungen erwartet Dr. Robert Fuller einen schrecklichen Preis.


Auf dem Cover steht zu lesen 33 Tracks, ca. 74 min.
Das klingt ziemlich lang und bei fast jeder anderen Serie würden mich solche Angaben sicher abschrecken.
Nicht so bei Dorian Hunter.
Denn alle Folgen -und so auch diese Folge 5- sind vom Anfang bis zum Ende spannend und zu keiner Minute langatmig.
Wie gewohnt geht es schnell so richtig zur Sache und trotzdem schafft es das Hörspiel, den Hörer über die volle Länge hinweg zu fesseln.
Umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass das Hörspiel ohne große Ballerei auskommt.
Action wird natürlich geboten, keine Frage, aber eben nie in dem Maße, dass es überzogen wirken könnte.
Dafür ist die gruselig-mysteriöse Atmosphäre über das komplette Hörspiel hinweg fühlbar.
Beim Hören hat man stets das Gefühl, dass da noch etwas Erschreckendes schon in Hintergrund lauert und nur darauf wartet, den Hörer überraschend anzuspringen.
Und selbst wenn man am Anfang für sich denkt, man wisse, wie die Geschichte weiter- und ausgehen wird, dann wird man Kapitel für Kapitel eines Besseren belehrt und vom Ende sehr überrascht.

Thomas Schmuckert ist eindeutig der perfekte Dorian Hunter, glaubhaft mit jedem Satz und in jeder Laune, ganz gleich ob wütend und aggressiv oder voller Sarkasmus.
Als Dorians Freund Jeff Parker ist Andreas von der Meden zu hören, als Schauspielerin Dorothy Melone hört man Katja Brügger…genau wie damals in der Europa-Fassung dieses Hörspiels unter dem Titel „Experimente des Grauens“. Passender hätte man die Sprecher für die Rollen in der modernen Dorian Hunter – Fassung nicht auswählen können.
Für erwähnenswert halte ich es außerdem noch, dass sich Marco Göllner nicht damit begnügt, Regie zu führen, sondern selber eine Rolle übernimmt und darin glänzt.
Hoffentlich bleibt er uns auch in weiteren Folgen erhalten.

Elektronische Klänge, stampfende Rhythmen, so kennt man die Musik der Serie und auch in „Der Griff aus dem Nichts“ passt sie wieder hervorragend zur Handlung und zur Moderne der Serie. Die Geräusche sind authentisch und machen das Geschehen für den Hörer vorstellbar.

Was das Cover anbetrifft, ist Folge 5 der düsteren, mysteriösen Linie treu geblieben.
Im Innenteil findet man einen kurzen Text von Thomas Schmuckert, dem Sprecher des Dorian Hunter, darüber wie er zu der Serie kam.
Ein schönes Gimmick, interessant und unterhaltsam zu lesen.

Fazit: In jeder Hinsicht gibt es nur ein Wort, das diesem Hörspiel gerecht wird: beeindruckend. Eine spannend-gruselige Geschichte, top Sprecher und eine perfekte Inszenierung. Was will man mehr?

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