Jack Slaughter (01) – Die Tochter des Lichts

Titel:   Jack Slaughter (1) – Die Tochter des Lichts / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 67 min / Sprecher:   Simon Jäger, David Nathan, Klaus Dieter Klebsch, Lutz Mackensy, Gisela Fritsch, Till Hagen u.A.

Inhalt:   In sonnigen Städtchen Jacksonville erwacht das unsagbar Böse. Waffenfreak und Hobbytaucher Jack Slaughter wird dazu berufen, sich auf einen heiligen Feldzug gegen die Finsternis zu begeben. Wird Jack es schaffen gegen Dämonen, Monster, Zombies und Vampire zu bestehen? Und warum soll ausgerechnet er die Tochter des Lichts sein? Fragen über Fragen… Doch das grauenhafte Schicksal nimmt bereits seinen Lauf.


„Jack Slaughter – Tochter des Lichts“
So der paradoxe Titel der neuen Hörspiel-Serie von Universal, die als erste Horror-Hörspiel-Sitcom bezeichnet wird.
Die erste Folge dient hauptsächlich dazu, die wichtigsten Personen „vorzustellen“, den Grundstein für die Handlung zu legen und dem Hörer das Paradoxe des Titels zu erklären.
Vermutlich versteht und akzeptiert der Hörer dies schneller als Jack Slaughter selbst:
Jack Slaughter, Mitte 20, Verkäufer in einem Waffengeschäft und begeisterter Hobbytaucher, der mit seinem Leben zwar nicht besonders unzufrieden ist, sich aber doch Besseres dafür vorstellen könnte, vorzugsweise etwas mit viel Action und Waffeneinsatz.
Er gerät eines Tages völlig unvorbereitet in diese turbulente und wirklich abstruse Geschichte, die es so -zumindest meines Wissens nach- noch nicht gegeben hat.
Natürlich: Storys um Geister- und Dämonenjäger gibt es haufenweise, so gesehen bietet die Story nichts Neues.
Was sie aber eben doch wieder zu etwas Anderem macht, das sind die vielen Absurditäten mit denen sie ausgestattet ist.

Was den Humor der Serie angeht, ist es tatsächlich gelungen, die Hörspiele nicht in Albernheiten und Schenkelklopfer-Witzen versinken zu lassen.
Die Komik liegt in den aberwitzigen Situationen, Anspielungen auf andere Grusel-Geisterjäger-Hörspiele und den Dialogen.
Und ich wage mal zu behaupten, mit weniger professionellen und bekannten Sprechern, hätte die Komik auch nicht so gut funktioniert.
Simon Jäger spricht die „Tochter des Lichts“ und ihm ist das Augenzwinkern seiner Rolle deutlich anzuhören.
David Nathan übernimmt die Rolle von Jacks bestem Freund Tony, der auf mich anfangs den Eindruck machte, als sei er nicht gerade der Hellste.
Zusammen mit Jack bildet er aber ein tolles, wenn auch recht chaotisches Team.
Ebenfalls an Jacks Seite steht seine Großmutter Abigail.
Er begegnet ihr zwar nur im Traum, was sie aber keineswegs davon abhält, ihn mit guten Ratschlägen zu versorgen und hartnäckig die Tatsache zu ignorieren, dass Jack eben keine Jackie ist. Gesprochen wird sie von der unschlagbaren Gisela Fritsch, die der Serie hoffentlich noch lange erhalten bleiben wird. Die Unterhaltungen zwischen ihr und ihrem Enkel sind einfach zu köstlich!
Einen kurzen Auftritt als Teufel hat Lutz Mackensy, der die schräge Rolle wunderbar spricht.
Hoffentlich hat auch er noch weitere Auftritte als „Lucie“, wie ihn seine Freunde nennen dürfen.
Als Erzähler hört man Till Hagen, der die Geschichte mit Wortgewandheit und viel Ironie begleitet.

Die Musik hält sich sehr im Hintergrund, passt aber dort, wo sie eingesetzt wird.
Mehr und bombastischere Musik würde zum dem Hörspiel aber auch nicht passen.
Handlung und Dialoge sind hier einfach wichtiger.

Das Cover präsentiert sich grell bunt und auffallend, was nachher im Hörspielregal sicher von Vorteil sein wird.
Es passt gut zum Hörspiel, welches ja auch nicht gerade „Mainstream“ ist.
Dennoch wird es sicher nicht jedermanns Geschmack treffen.
Man sollte sich davon aber nicht abschrecken lassen.

Fazit: Ein gelungener Start in die Serie. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Wer auf schrägen Humor steht, sollte unbedingt mal reinhören.

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