Open the door

Titel:   Open the door / Verlag:   Pandoras Play / Laufzeit:   ca. 77 min / Sprecher:   Christian Schulte, Marco Göllner, Andreas Fröhlich, Diana Pilger u.A.

Inhalt:   Bo zieht in eine neue Wohnung. Der Rest des Hauses steht noch leer und soll erst später umgebaut werden. So wundert er sich nicht weiter über die verschlossene Tür zum Treppenhaus, die er nicht öffnen kann. Doch das soll sich bald ändern. Er begegnet Fee und sie gehen miteinander aus. Fee verbringt eine Nacht bei Bo. Im Morgengrauen wacht Bo auf und Fee ist weg. Die Tür zum Treppenhaus steht weit offen – so offen wie die Frage, wo Bo tatsächlich wohnt…


Hörspiele hören sich immer gut zum Einschlafen. Da hat man seine Ruhe, kann sich auf die Geschichte konzentrieren und sich dabei entspannen…
…dachte ich als ich mich mit „Open the door“ ins Schlafzimmer verzog.
Aber das war im wahrsten Sinne des Wortes ein böser Irrtum.
Die Geschichte beginnt recht harmlos, doch dann ereignen sich die ersten merkwürdigen Vorkommnisse. An denen ist zunächst nicht viel Unheimliches. Genau wie Bo wird man beim Hören erstmal nur neugierig.
Doch das ändert sich schnell…
Für mich gibt es zwei Punkte, die das Unheimliche an diesem Hörspiel ausmachen.
Erstens die gespenstisch anmutende Ereignisse in Bos Wohnung.
Zweitens aber auch Bo selber, der einem ab einem bestimmten Punkt in der Geschichte gar nicht mehr so normal vorkommt, wie man am Anfang vermutet hat.
Da ich sowieso ein Faible für Grusel auf psychologischer Ebene habe, hat mir auch das sehr gut gefallen. Beides zusammen bewirkt eine wunderbar düstere Atmosphäre, die bis zur letzten Minute erhalten bleibt.
Obwohl man sich im Verlauf der Geschichte ein paar Kleinigkeiten zusammenreimen kann, ist das Ende dennoch eine Überraschung.

Das Hörspiel kommt mit wenigen Sprechern aus, allen voran natürlich Andreas Fröhlich und Marco Göllner, die ihre Rollen wirklich super spielen. Aber auch die Sprecher der Nebebrollen könne sich hören lassen und sogar ich, die mit den Sprechern von den anderen Pandora´s Play Produktionen keine Probleme hat, muss zugeben, dass die Sprecher in Open the door um Einiges besser sind.

Was die Musik angeht, verdient meiner Meinung nach die Anfangs- und Endmelodie besondere Erwähnung. Dem Stück hätte ich problemlos noch viel länger lauschen können. Genial!
Die Musik während der Geschichte selber ist genauso düster, wie es sich für ein Grusel-Hörspiel gehört und so manche Effekte sind ein weiterer Grund dafür, weshalb man beim Hören sicher nicht einschlafen kann.
Woran ich mich im Gegensatz dazu ein wenig gestoßen habe, ist ein ganz spezielles Geräusch: der Klang von Bos Wohnungstürschloss. Es erinnert mich immer wieder an eine Zugbrücke aus dem Mittelalter oder an so ein doppelt und dreifach gesichertes Schloss an einer Zellentür. Jedenfalls klingt es ganz bestimmt nicht wie das Türschloss, das man so allgemein kennt.
Aber im Ganzen gesehen, ist das ja wirklich nur eine Kleinigkeit. Das Cover ist ausgesprochen schlicht ausgefallen, ein wenig im Comic-Style gehalten, passt aber zum Titel des Hörspiels.
Wer allerdings beim Anblick dieses Covers ein so unheimliches Hörspiel erwartet, wie es „Open the door“ ist, den bewundere ich für seine Phantasie.
Denn in dieser Hinsicht wird es dem Hörspiel nicht gerecht.

Fazit:   An dem Hörspiel gibt es nichts auszusetzen. Als Grusel-Fan sollte man es sich unbedingt anhören!

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