Pumuckl (01) – Einiges über Kobolde / Spuk in der Werkstatt / Schnell noch einiges über Koboldsgesetze / Das verkaufte Bett (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (1) – Einiges über Kobolde / Spuk in der Werkstatt / Schnell noch einiges über Koboldsgesetze / Das verkaufte Bett / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 57 min / 10 Tracks / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist ein Klabautermann. Das bedeutet, dass er meist unsichtbar ist. Aber eben nur meistens …
Meister Eder entdeckt den kleinen Pumuckl, als der an seinem Leimtopf kleben bleibt. Von diesem Moment an sind die beiden unzertrennlich. Aber darüber ist der Schreinermeister nicht immer froh, denn wenn Pumuckl nicht gerade dichtet, heckt der Kobold allerlei Schabernack aus und stellt die Schreinerwerkstatt mächtig auf den Kopf.


„Hurra, hurra, der Kobold mit dem roten Haar, hurra, hurra der Pumuckl ist da!“
Nach drei Hörspiel-Auflagen erstmalig im Hörbuch-Format.
Da mag mancher stutzen, der die Kobold-Geschichten nur aus dem Fernsehen und / oder vom Hörspiel kennt.
Aber natürlich gibt es die Pumuckl-Abenteuer auch in Buchform, da ist die Idee der Hörbücher doch eigentlich ganz naheliegend.

Das erste Hörbuch ist in vier Teile aufgeteilt: zwei davon sind erklärende Kapitel zu Kobolden und ihren Gesetzen, die beiden anderen sind die ersten Pumuckl-Geschichten der Reihe.
Diese Aufteilung habe ich als ausgesprochen praktisch empfunden, denn „Einiges über Kobolde“ bringt einen erst in Sachen Kobold-Wissen auf Stand, ist nicht sehr lang und locker weg erzählt.
Damit ist man für die erste Geschichte gleich gut gerüstet.
Die wiederum ist schon recht lang und so ist das zweite erklärende Kapitel „Schnell noch einiges über Koboldsgesetze“ danach wieder ein frisches, lockeres Intermezzo.
Danach freut man sich auf die zweite Geschichte.

Gelesen wird das Hörbuch von Stefan Kaminski, den ich für eine klasse Wahl halte.
Es gestaltet das Hörbuch durch flüssigen Lesen und Erzählen, Betonung und markanten Stimmen zu jedem Charakter sehr abwechslungsreich und interessant. Es wird nie eintönig ihm zu lauschen.
Meister Eder spricht er mit bayerischem Akzent und ich finde, seine Stimme kommt der von Gustl Bayrhammer an vielen Stellen sehr nahe.
Auch der gemütliche, etwas langsamere Tonfall erinnert an den Schreiner aus dem Fernsehen .
Pumuckl eine passende Stimme zu geben, nachdem Hans Clarin DIE Koboldsstimme schlechthin geprägt hat, ist nicht einfach.
Es ist unmöglich diese Stimme exakt zu kopieren, aber insbesondere wenn Stefan Kaminski sich in der Rolle des Kobolds aufregt, dann klingt er schon ziemlich ähnlich.
Zwar nicht ganz so schrill, aber das habe ich eigentlich als sehr angenehm empfunden.
Auch den anderen Charakteren haucht Stefan Kaminski mit unverwechselbaren Stimmen Leben ein.
Man weiß immer, wen er da gerade spricht und wann er zwischen Erzählpassagen und Dialogen wechselt.

Im Hörbuch selber gibt es keine Musik.
Dafür gibt es ein schönes Klavier-Intro zu hören, eine fröhliche Melodie, in die sich immer mal wieder die Pumuckl-Stimme mischt.
Auch nach „Schnell noch einiges über Koboldsgesetze“ und am Ende des Hörbuchs sind Klaviermelodien zu hören, die sich harmonisch einfügen.

Das Bild vom Pumuckl auf dem Cover hat Barbara von Johnson gezeichnet.
Sie hat sich dabei sehr an den Stil der Bilder aus den Büchern und dem der Cover der ersten Hörspiel-Auflage von Columbia gehalten, was ich ausgesprochen passend finde.
In den Büchern sah der Kobold noch nicht aus wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Da ist es nur logisch, dass auch auf dem Cover der Hörbücher ein Pumuckl im „alten“ Stil zu sehen ist.

Das Hörbuch präsentiert sich im Digipack, das rundherum fröhlich bunt gestaltet ist und prima zu den lustigen Geschichten passt.
Dennoch finde ich, dass eine „richtiges“ Jewel-Case geeigneter gewesen wäre, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Hörbücher sich ja an Kinder ab 4 Jahren richten.
So ein Digipack nimmt sehr viel schneller Schaden, als eine Kunststoffhülle und bei dem schön gestalteten Layout wäre das wirklich schade.
Im Inneren findet man neben einem kleinen Ausblick auf Folge 2 auch interessante Informationen über Stefan Kaminski.

Fazit:   Der Auftakt zur Pumuckl-Hörbuchserie ist auf ganzer Linie geglückt. Für Fans des kleinen Kobolds ein Muss!

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