Insignium – Im Zeichen des Kreuzes (03) – Das schwarze Reich

Titel:   Insignium – Im Zeichen des Kreuzes (03) – Das schwarze Reich / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 64 min / Sprecher:   Dietmar Wunder, Helmut Krauss, Florian Halm, Bernd Vollbrecht, Gertie Honeck, Michael Habeck u.a.

Inhalt:   Als Sante della Vigna einwilligt, eine weitere geheime Mission im Auftrag des Papstes zu übernehmen, ahnt er noch nicht, dass er damit sein eigenes Todesurteil besiegelt. Denn zunächst erscheint sein neuester Auftrag wenig aufsehenerregend:  Der päpstliche Sonderermittler soll den mysteriösen Tod eines katholischen Bischofs aufklären, der während des Zweiten Weltkriegs unter nie geklärten Umständen ums Leben kam. Doch mit diesem Fall öffnet Sante della Vigna die Pforten zu einem der dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte… Bei seinen Ermittlungen stößt der Geistliche auf ein blutbeflecktes Geheimnis, das sich um die legendäre Lanze des Longinus und die deutsche Wewelsburg rankt. Und schon bald muss er begreifen, dass er seine Gegner im Vatikan diesmal unterschätzt hat – denn völlig unvorbereitet gerät Sante della Vigna in die Fänge des schwarzen Reichs…


Gleich vorweg: ich bin sicher der falsche Adressat für diese Folge. Denn Hörspielen ums Dritte Reich konnte ich noch nie etwas abgewinnen und das hat sich auch nicht geändert. Trotzdem bietet auch Das schwarze Reich das, was man von der Serie erwartet. Einen interessanten Fall, der nie aufgeklärt wurde und in den auch die Kirche verwickelt war, und den Sante nun ein für alle Mal aufklären soll. Natürlich im besten Agenten-Stil, also überraschend cool und locker für einen Kirchenmann. Mir ist er übrigens gleich noch einen Schlag sympathischer geworden, so wunderbar unheilig wie er dann und wann auch flucht. Dazu kommt noch eine gute Prise Weltlichkeit (z.B. ein schicker Porsche 😉 ) und Action, so dass insgesamt eine ganz unterhaltsame und kurzweilige Geschichte dabei herauskommt. Einen kleinen Bonus hat die Folge damit eingefahren, dass die Gegend um Paderborn mit der Wewelsburg nicht allzu weit von hier entfernt ist und ich sogar schon mal dort war. Immer schön, wenn man sich die Szenerie so richtig gut vorstellen kann.

Bei den Sprechern ist wie gewohnt alles vom Feinsten. Dietmar Wunder gibt einen erfreulich coolen und sehr sympathischen Sante della Vigna und auch Florian Halm als Don Aurelio vermittelt ein gutes Bild dieses Charakters. Michael Habeck spricht den engagierten van Galen, der einst zu Zeiten des Dritten Reichs den Nazi ordentlich einheizte, und bringt mit seiner flammenden Ansprache das Wesen dieses Charakters deutlich an den Hörer. Andreas von der Meden ist als Rechtsradikaler Wotan zu hören und auch wenn das sicher keine der sympathischen Rollen ist, mimt er diese Person suegsprochen gekonnt. Insgesamt fand ich die Darstellung und das Gegröle der Rechtsradikalen aber schon arg typisch, das hätte auch gut und gerne eine Bande angreifender Zombies sein können (ja, ja, ich weiß, ist doch quasi das Gleiche).

Neben dem Titelsong von Nightwish, der einem sofort klar macht, dass man es hier nicht mit einer tief religiösen und kirchlichen Story zu tun hat, sondern durchaus auch Action und Moderne angesagt sind, gibt es zum Ende hin noch einen Ausschnitt aus einem Song zu hören, der irgendwie nach Rammstein klingt. Inzwischen weiß ich aber, dass es nicht Rammstein ist und bin froh darüber, da die Band sonst wieder in eine bestimmte Richtung einsortiert würde. Und darüber kann ich immer nur den Kopf schütteln. (Wer übrigens weiß, von wem das Stück ist, der melde sich bitte bei mir, bislang kenne ich nur den Titel und finde keine Band dazu). Eine ordentliche Geräuschkulisse rundet diesen Bereich schließlich ab.

Beim Cover bleibt man dem zweigeteilten Stil treu, der der Serie auch prima steht. Oben drüber das Bild der Heiligen Stadt, darunter das eigentliche Motiv. Und im Inneren findet man dann noch einen Überblick über die Story und ein paar Worte zu Nightwish, die das Titellied beisteuern.

Fazit:   Wie gesagt, die Geschichte an sich ist nicht mein Fall. Das ändert aber nichts daran, dass man mit Das schwarze Reich eine spannende und unterhaltsame Folge der Reihe im Player hat.

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