Die größten Fälle von Scotland Yard (09) – Schneesturm

Titel:   Die größten Fälle von Scotland Yard (09) – Schneesturm / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 68  min / Sprecher:   Melanie Manstein, Sandra Schwittau, Torsten Münchow, Ole Pfennig, Claudia Burges u.a.

Inhalt:   Die vom Londoner C.I.D. gegründete Spezialeinheit unter der Leitung von Detectiv Chiefinspector Whalley hatte eigentlich die Fusion zweier Drogenringe im Visier. Der Deal platzt jedoch und es entwickelt sich eine Spirale aus Blut und Tod, die nur ein Ziel kennt: Die Mächtigen der Drogenszene zu vernichten. Dabei ist den Tätern jedes Mittel recht. Geradezu barbarisch schlachten sie ihre Opfer ab. Und trotz aller Maßnahmen ist der Tod den Ermittlern immer einen Schritt voraus…


Diese Folge mit dem mehrdeutigen Titel Schneesturm hat mich doch ganz schön überrascht. Immerhin bin ich erst mit der letzten Folge quer in die Serie eingestiegen und war nach Dr. Crippen der Meinung, die Serie präsentiere eher solide, spannende Kriminalfälle. Welch ein Irrtum offenbar! Denn Schneesturm ist weder solide, noch das was man gemeinhin einen Kriminalfall nennt. Die Folge hat schon eher etwas von einem Thriller aus dem Drogenmilieu, mit einer guten Portion Action und Morden, bei denen einem die Haare zu Berge stehen. Letzteres hat mir zwar sehr gut gefallen, spannend ist Schneesturm ohne Zweifel auch, das Ende bietet eine große Überraschung…und trotzdem…mir ist das einfach too much gewesen. Mir hat der ruhige Stil der vorigen Folge besser gefallen und ich glaube, ich muss mich erst dran gewöhnen, dass es in der Reihe auch mal deutlich heftiger zugeht. So hat mich diese Folge doch kalt erwischt.

Mein Favorit dieser Folge bei den Sprechern war eindeutig Christian Rode als Pathologe Melvin, dessen Humor und Sprüche mir sehr gefallen haben. Doch auch Melanie Manstein, Michael Schermthaner, Ole Pfennig und Walter von Hauff in den Hauptrollen bringen ihre Charaktere gut rüber, so dass man sich leicht ein Bild von ihnen machen kann. Mit Claudia Burges alias Jessie Leighton dagegen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Vor lauter Coolness gerät sie doch ab und zu ins Leiern.

Der Soundtrack kommt modern und rockig daher, was mir prima gefallen hat. Die Geräuschkulisse geht ebenfalls in Ordnung, hätte aber gerne noch etwas umfangreicher ausfallen dürfen. Manche Geräusche klingen doch etwas dürftig.

Das Cover ist wie gewohnt zweiteilig. Links Big Ben, was sofort deutlich macht, wo die Geschichte spielt. Rechts das Bild einer düsteren Kammer mit herausgeschlagener Tür. Viel gibt das an Informationen nicht her, stimmt, aber es wirkt doch ziemlich unheimlich.

Fazit:   Ich habe weder für Filme, noch für Bücher etwas übrig, bei denen Ermittler Drogenringen auf der Spur sind und bei denen alle naselang Blut fließt. Action ist auch nur in Maßen mein Fall. Und wie ich feststelle, kann ich Hörspiele dieser Art gleich daneben einreihen. Ein wenig hat das überraschende Ende noch rausgerissen. Fans solcher Storys werden hier aber sicher auf ihre Kosten kommen.

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