Trix Solier – Zauberlehrling voller Fehl und Adel

Titel:   Trix Solier – Zauberlehrling voller Fehl und Adel / Verlag:   Der Hörverlag / Laufzeit:   ca. 425 min. / 6 CDs / Buch Sergej Lukianenko / gelesen von:   Stefan Kaminski

InhaltDurch einen gemeinen Putsch hat der 14jährige Trix seine Eltern und sein Erbe, das Co-Herzogtum Solier, verloren. Er schwört Rache. Doch bevor er als ernstzunehmender Gegner in Betracht kommt, muss der Thronerbe erst einmal einen Magierlehrgang bei Zauberer Sauerampfer durchlaufen und Fürstin Tiana aus den Händen Untoter retten. Wie er dabei eine eifersüchtige, Rauschkraut naschende Fee ins Leben ruft, der Erfindung der ersten Fast-Food- Kette beiwohnt und eine Intrige gegen König Marcel den Lustigen verhindert, ist ein einziges Hörvergnügen


Ich war Trix gegenüber anfangs eher misstrauisch, da die Geschichte einige Eigenschaften mitbringt, die mir nicht liegen. Erstens ist es Fantasy und von dem Genre habe ich aktuell ziemlich die Nase voll. Zweitens spielt es in einem Phantasieland und drittens in einer Zeit, die etwa unserem Mittelalter entspricht. So habe ich mich mit dem Anfang auch recht schwer getan. Glücklicherweise ist die Story von Anfang an ganz witzig, was es mir leichter gemacht hat. So richtig gut wurde es für mich erst als Trix in einem Boot ziemlich hilf- und hoffnungslos auf einem Fluss treibend seine Rache für den Mord an seinen Eltern plant. Ab hier legt die Handlung dann richtig los, denn der Weg zu Rache ist lang und alles andere als einfach. Trix und seine späteren Freunde stolpern von einem verrückten Abenteuer ins nächste. Ein wenig hat mich Trix an die Romane von der Scheibenwelt erinnert mit den vielen verrückten Bewohnern, und auch vom Humor her geht es in die gleiche Richtung. Die Komik ist auch einer der Punkte mit dem mich Trix besonders begeistern konnte. Ich habe oft gegrinst und manches Mal gelacht. Der zweite Grund, wieso ich das Hörbuch fast in einem Rutsch gelesen habe, ist die ungewöhnliche Spannung. Es ist nämlich keine nägelknabbernde Spannung, aber nachdem die haarsträubenden Abenteuer erst ihren Lauf genommen haben, will man einfach nur wissen, welches Chaos als nächstes auf Trix und Co. wartet. Und Sergej Lukianenko hat Trix wirklich massig phantasievolle und witzige Steine in den Weg gelegt.

Trix ist eine Geschichte wie gemacht für Stefan Kaminski. Eine Vielzahl von ungewöhnlichen Charakteren, die alle auch eine unverkennbare Stimme brauchen…wer könnte da geeigneter sein? Es hat mich mal wieder sehr überrascht, wie viele Stimmen Stefan Kaminski auf Lager hat. Und auch die Komik der Story bringt er in jedem Satz zu glänzende rüber, dass man einfach mindestens grinsen muss.

Ich muss gestehen, mit dem Cover kann ich nichts anfangen. Mir ist es einfach zu farblos. Und wenn man die Geschichte nicht kennt, bekommt man hier auch keinen Anhaltspunkt. Dafür ist das Booklet ganz interessant, denn hier gibt es neben Wissenswertem über Sergej Lukianenko und Stefan Kaminski auch noch ein Glossar über die Charaktere der Geschichte, samt kurzer Beschreibung.

Fazit:   Trotz meiner anfänglichen Bedenken, habe ich Trix mit dem allergrößten Vergnügen gelauscht. Spannend, witzig und gespickt mit verrückten Figuren zeigt Trix so manchem Genre-Kollegen spielend eine lange Nase.

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