Benjamin Blümchen (37) – Der Gorilla ist weg

Titel: Benjamin Blümchen (37) – Der Gorilla ist weg / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher:   Edgar Ott, K. Primel, Till Hagen, Gisela Fritsch, Hermann Wagner, Susanna Bonasewicz, Buddy Elias u.a.

Inhalt:    Benjamin Blümchen und Otto machen eine Schneeballschlacht. Da kommt Wärter Karl angerannt Garfield, der Gorilla, ist verschwunden. Die Stäbe von seinem Käfig sind aufgebogen. Hoffentlich stellt er nichts Schlimmes an! Benjamin, Otto und Karl machen sich sofort auf die Suche. Und schon stecken sie mitten in einem Abenteuer.


Eigentlich könnte man diese Folge und die Nummer 38 als eine Art Doppelfolge ansehen. Denn Der Gorilla ist weg liefert den ausschlaggebenden Grund für den Umzug des Zoos. Eines schönen Wintertags ist Garfield, der Gorilla, aus seinem Käfig entwischt und Benjamin und Otto machen sich auf die Suche. Diese Suche ist schon eine spaßige Angelegenheit, denn in Neustadt ist erstens auch noch gerade Karneval und außerdem mischt Karla Kolumna auch wieder mit. Da sind lustige Szenen und manch flotter Spruch quasi vorprogrammiert. Doch die Folge schlägt später auch sehr ernste Töne an. Als sie nämlich Garfield finden und Bibi Blocksberg -in dieser Folge gibt es also mal wieder ein Crossover der großen Kiosk-Reihen- sich die Gorilla-Sprache anhext um mit Garfield sprechen zu können.. Da erzählt er nämlich, wieso er ausgebrochen ist. Und die Gründe sind schon sehr ernst und können den (jungen) Hörer vielleicht dazu anregen, beim nächsten Zoobesuch mal über die Haltung der Tiere nachzudenken. Ich bin mir nämlich recht sicher, dass es auch heute noch Zoos und Tierparks gibt, die nicht die bestmöglichen Haltungsbedingungen bieten.

Die Sprecherliste ist bemerkenswert lang, was aber daran liegt, dass es in der Folge von Nebenrollen nur so wimmelt. Da sind viele vertreten ohne die man sich Kiosk-Hörspiele gar nicht vorstellen kann. Beispielsweise Ulli Herzog, Eva-Maria Werth, Gerhard Holtenau und Eberhard Prüter. Das sorgt für die Gemütlichkeit und Vertrautheit. Für Gabriel Burns – Fans könnte diese Folge ebenfalls interessant sein, denn in der Rolle eines kleinen Mädchens ist eine sehr junge Joyce Kramer alias Bianca Krahl zu hören.

Immerhin, diese Folge bringt eine leidlich ordentliche Geräuschkulisse mit. Das ist mehr, als man sonst von der Reihe erwarten kann. Trotzdem bleibt es immer noch sehr mager. Aus heutiger Sicht undenkbar. Wie schön, dass es unserer Generation immer gereicht hat.

Die Erstauflage bietet wie gewohnt das charmanteste Cover, auch wenn ich mich frage, ob der Zeichner jemals einen Gorilla gesehen hat. Vielleicht hat man ihn deshalb auf den weiteren Covers „eingespart“. Die Spuren im Schnee sind da auch vielspannender. Und glücklicherweise ist den Illustratoren nach der zweiten Auflage noch aufgefallen, dass Otto da im T-Shirt mitten im Schnee steht. Also so gesehen, alles im grünen Bereich.

Fazit:   Ich finde das Gespräch auf „gorillisch“ zwischen Garfield und Bibi zum im Boden versinken peinlich und das reißt die Folge für mich ganz schön runter. Von der Idee und Moral her kann sie aber eigentlich ganz ordentlich punkten.

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