Die größten Fälle von Scotland Yard (10) – Die Liebe zum Detail

Titel: Die größten Fälle von Scotland Yard (10) – Die Liebe zum Detail / Verlag: Maritim/ Laufzeit: ca. 65 min / Sprecher: Dietmar Wunder, Karen Schulz-Vobach, Donald Arthur, Sabine Bohlmann u.A

Inhalt: Inspector Robin Maynard verbringt seinen Urlaub an der Südküste. Besser gesagt, bei einer ehemaligen Kollegin. Doch hätte man ihm vorher gesagt, dass selbst in einem Ort wie Brixham so perfide Verbrechen verübt werden, er wäre sicher in London geblieben. Der Brand in einer alten Villa scheint schnell aufgeklärt. Und das Opfer, ein alter Mann, bereits ad acta gelegt. Da fallen Maynard kleine Details auf, die in ihm ernste Zweifel am Tathergang wecken. Und auch Noreene Sullivan, die leitende Ermittlerin stellt fest, dass es doch ein Motiv für diesen Brand gegeben haben könnte.


Schön. Die Serie bewegt sich mit dieser Folge wieder auf dem Level, auf dem sie mir gefällt. Abseits von Londons Straßen, in einem kleinen, südenglischen Dorf, wo ein Brand in einer Villa und der verbrannte Besitzer der Polizei Rätsel aufgeben. Und nicht nur der örtlichen Polizei, sondern auch Inspector Maynard von Scotland Yard, der hier eigentlich nur Urlaub bei seiner ehemaligen Kollegin machen möchte.
Ich gebe zu, es ist ein sehr beschaulicher Krimi, deswegen aber nicht weniger spannend. Man kann gut mitknobeln und erlebt am Ende dann noch mal eine ganz unerwartete Wendung.

Die Liebelei zwischen Inspector Maynard und Inspector Sullivan lockert die Story prima auf und macht sie zu einem unterhaltsamen Hörvergnügen. Wäre „Die Liebe zum Detail“ ein Buch, würde ich sagen: ideal für ein paar entspannte, kriminalistische Stunden am Strand. Als Hörspiel ist es ein schöner, solider Krimi, der einem die gute Stunde  Laufzeit spielend vertreibt.

Eine ordentliche Sprechergarde bringt „Die Liebe zum Detail“ zu Gehör. Diemtar Wunder hat mir mit seiner ruhigen und angenehmen Stimme, in der aber auch immer die Autoriät eines Inspectors mitschwingt, sehr gut gefallen. Und auch Karen Schulz-Vobach gibt in ihrer Rolle eine gute Figur ab. Ihre Stimme ist nicht so weiblich-süß, so dass man ihr die Polizistin leicht abnimmt. Es hätte bei ihr aber gerne etwas weniger gutturales Gurren sein dürfen, das ist schon etwas übertrieben.

Musikalisch hat mich „Die Liebe zum Detail“ quasi kalt erwischt. Von den sonst eher härteren Klängen, die man so aus Maritim-Hörspiel kennt, ist hier kaum etwas zu hören. Stattdessen findet ein eher sachter, gitarrenlastiger Song Verwendung, den ich gleich mal zurück „geskipt“ und noch mal angehört habe.  Ein wirklich schönes Stück, das noch mal Sommer-Atmosphäre ins Hörspiel bringt. Solche Überraschungen dürfte es gerne öfter geben!

Fazit:   Ein schöner, solider Sommer-Krimi, genau passend zur Urlaubszeit. Unter den drei Folgen, die ich bisher aus der Serie kenne, ist er mein Favorit.

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