Point Whitmark (29) – Der Seelenkünder (1 / 2)

Titel: Point Whitmark (29) – Der Seelenkünder (1 / 2) / Verlag: Folgenreich / Universal/ Laufzeit: ca. 64 min / Sprecher:  Jürg Löw, Kim Hasper, Sven Plate, Gerrit Schmidt-Foss, Holger Michel, Bodo Henkel u.A.

Inhalt: Im Rahmen des spanischen Hafenfests in Casa Vargas veranstalten Jay, Tom und Derek eine ganz besondere Radioshow am Strand.
Doch dann lässt Ramiro Luiz del Santo, der dreihundert Jahre alte Hofastronom des spanischen Königs, Jay Lawrence vor den Augen des Publikums verschwinden.
Als Derek und Tom ihren Freund endlich wiedertreffen, ist dieser nicht mehr derselbe. Besitzt das Schwarze Okular tatsächlich die Macht, seine Opfer zu beherrschen?
Im Schein brennender Kreuze jagen die Jungen verzweifelt der Wahrheit hinterher …
Können Derek und Tom ihren Freund retten?
… bevor zur Mitternacht das Schiff des Seelenkünders in den Hafen einläuft.


Als PW-Fan durch und durch freue ich mich ja schon von Haus aus auf jede neue Folge. Die Aussicht auf eine Doppelfolge hat mit entsprechend doppelt neugierig gemacht. Wie fast immer kann ich auch nichts wirklich Schlechtes über die Folge 29 sagen. Eine interessante und ausgefallene Idee liegt der Story zugrunde, sie ist spannend und hält auch einige unheimliche Szenen bereit.
Für Auflockerung und das Flair eines Jugendhörspiels sorgen einige flapsige Sprüche der drei Jungs, bei denen ich manches Mal grinsen musste.

Soweit alles im grünen Bereich. Ich will auch nicht undankbar sein für die Idee einer Doppelfolge. Aber man merkt diesem ersten Teil schon deutlich an, dass er „nur“ ein Einstieg ist. Da habe ich mich ab und an gefragt, ob der so ausführlich ausfallen musste.  Ich hoffe, der zweite Teil haut in Sachen Handlung so richtig rein. Ansonsten würde ich nämlich glatt behaupten, man hätte den Einstieg kürzer fassen und den zweiten gleich dahinter hängen können, und schon wäre „Der Seelenkünder“ auch bequem auf einer CD untergekommen.

Die drei Hauptsprecher sind erneut in Bestform. Besonders Sven Plate hat mich damit beeindruckt, wie wandlungsfähig  seine eigentlich so markante Stimme ist. Steht Jay nämlich unter dem Cantaloup-Bann, klingt er ganz anders, sogar richtig unheimlich.
Bei Gerrit Schmidt-Foss hat sich mir aus einem ganz anderen Grund einmal alles gesträubt. Er klingt nämlich in einer Szene 100%ig wie diese Nerv-Eule aus der Serie „Elea Eluanda“, die er ja auch spricht. So nahe liegen zwei total verschiedene Rollen manchmal beieinander.
In den weiteren Rollen sind mehrere namhafte Sprecher zu hören, die demtentsprechend einen tadellosen Job abliefern. Bemerkenswert auch deshalb, weil einige von ihnen mit überzeugendem ausländischem Akzent sprechen, der für ein leicht exotisches Flair der Story sorgt.

Wenn es einen Bereich gibt, in dem man der Reihe nie etwas vorwerfen kann, dann im Bereich Untermalung und Geräusche. Auch in dieser Folge sorgen bereits vertraute Melodien für das typische PW-Flair. Dazu eine Geräuschkulisse, der es an nichts fehlt und schon kann man hier wieder volle Punktzahl vergeben.

Die düstere Gestalt vor dem brennend orangefarbenen Hintergrund macht sich gut und ist für ein wohliges Schaudern durchaus gut geeignet.

Fazit:   Unterhaltsam, spannend und etwas schaurig, soweit alles in Ordnung. Nun warten wir mal den zweiten Teil ab und sehen dann, ob er einen solche ausführlichen Auftakt brauchte. Ich hoffe, die Fortsetzung lässt nicht lange auf sich warten.

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