Mimi Rutherfurt und die Fälle… (Box 05)

Titel:   Mimi Rutherfurt und die Fälle…(Box 05) / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 179 min / Sprecher:   Gisela Fritsch, Karen Schulz-Vobach, Ingeborg Christiansen, Michael Habeck, Christine Pappert u.A.

Nachdem bekannt wurde, dass die Autorin der Serie Mimi Rutherfurt ermittelt… sich für die erste Geschichte bei einem anderen Krimi bedient hatte, wurde diese Serie eingestellt.
Nun ermittelt Mimi in 3er-CD-Boxen weiter und hat den neuen Titel Mimi Rutherfurt und die Fälle… bekommen.


Tödliches Rot (von Ben Sachtleben)

Inhalt:   Ein Abend in der Runde alter Bekannter sollte eigentlich kaum für besondere Überraschungen gut sein. Das glaubt auch Mimi Rutherfurt, als sie mit zwei weiteren Freunden der Einladung Charles Merediths folgen. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass der Museumsdirektor zum Drink einlädt.
Was er und die anderen jedoch nicht wissen: Es steht noch jemand ganz oben auf der Gästeliste. Jemand, dem kein Gastgeber freiwillig eine Einladung schicken würde. Es ist der Tod…

Wie gewohnt wird es auch zu dieser 5. Box eine kleine „Rangliste“ geben. Das hat sich bei mir bei den Mimi-Boxen irgendwie eingebürgert.
Und diese erste Geschichte räumt dann auch die Poleposition ab. Zwar ist es an einigen Stellen schon sehr offensichtlich, wer hinter den mysteriösen Vorgängen steckt, aber immerhin wartet die Story am Ende noch mit einem unerwarteten Dreh auf, der das wett macht. Ansonsten geht es hier spannend und auch ein wenig unheimlich zu. Das kann sich hören lassen!


Sein oder Nichtsein ( von Ben Sachtleben)

Inhalt:   Nur einen Tag nach der Premiere des Theaterstücks „Mit blanker Klinge“ kommt es während der Vorstellung zu einem entsetzlichen Zwischenfall. Dieses Ereignis löst eine Kette von Todesfällen aus, die beispiellos in der Southamptoner Theatergeschichte sind. Die Anstrengungen der Polizei gehen scheinbar in die richtige Richtung.
Das sieht die Vorsitzende der Laiendarstellergruppe von Salisbury allerdings etwas anders. Miss Rutherfurt, die während der schrecklichen Ereignisse zugegen war, verfolgt eine ganz andere Spur. Ein Spur, die mörderischer ist, als sie selbst ahnt..

Der dritte Platz geht an diese Geschichte. Der Anfang ist zwar vielversprechend mit einem Theater als Tatort, und auch die Ermittlungen von Mimi und Brewster machen Spass, aber das Ende übertreibt es dann maßlos. Jedenfalls im Verhältnis zum Charakter der Reihe gesehen. Die braucht keinen Secret Service oder Doppelagenten oder andere solch hochtrabende Accessoires um spannend Stories zu bieten. Das ist too much.


Flammentod (von Maureen Butcher)

Inhalt:   Die Grafschaft steht unter Schock! Auf einem abgelegenen Feld findet man die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen zweier Männer. Warum mussten die Mitarbeiter einer Baufirma in den Flammen ihr Leben lassen? Die bestialischen Morde lassen kein wirkliches Motiv erkennen. Doch Mimi Rutherfurt ist sich sicher, dass sie keine Zeit zu verlieren hat, wenn sie weitere Bluttaten verhindern will.

Bleibt das Mittelfeld für diese Geschichte. Bei der hatte ich anfangs wegen der auf Scheiterhaufen verbrannten Toten zwar auch Sorge was Übertreibung angeht, doch das legte sich direkt mit der nachfolgenden Szene. Denn ab diesem Moment bekommt man einen spannenden Krimi zu hören, der durch die pfiffigen Wortwechsel zwischen Mimi und Brewster aufgepeppt wird und unterhält.


Gisela Fritsch höre ich als Mimi inzwischen fast so gerne wie als Karla Kolumna. Sie bringt diesen sympathischen Mic aus Cleverness, Humor und Stil gekonnt rüber. Ebenso gefällt mir Bernd Vollbrecht alias Inspektor Brewster, wenn ich auch finde, dass seine Antworten oft etwas zu schnell kommen. Dafür mag ich seine ruhige Art und den oft sarkastischen Ton. Erfreulicherweise gibt es ein Wiederhören mit Ingeborg Christiansen in der Rolle von Mimis Freundin Helen. Ihre leicht lästernde Stimme ergänzt sich prima mit der von Gisela Fritsch.

Die bereits vertrauten Musiken sorgen auch in dieser Folge für das Krimi-Flair ganz im Stil von Miss Marple. Hier und da fehlten allerdings die Geräusche. Beispielsweise als Mimi einen Mann um eine Unterschrift bittet. Da ist von diesem Mann nichts zu hören: kein Ton, kein Schritt, kein Kratzen vom Stift. So eine plötzliche Stille fällt auf.

Ein weiteres Miss Marple-Bild ziert das Cover. Auch wenn solche Schlichtheit heute eher selten ist, so sagt das Motiv doch einiges über den Stil dr Hörspiele aus und wird Fans des Genres sicher neugierig machen.

Fazit:   Eine Folge übertreibt es, eine zweite hat ebenfalls eine Tendenz in diese Richtung und die dritte Story ist recht vorhersehbar. Eine durchwachsene Box, ganz unterhaltsam, aber die Reihe kann es besser.

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