Arthur und die vergessenen Bücher (Gerd Ruebenstrunk / Jacob Weigert)

Titel: Arthur und die vergessenen Bücher   / Verlag:   Jumbo Verlag / Laufzeit:   ca 280 min / 4 CDs / Buch:   Gerd Ruebenstrunk / gelesen von:  Jacob Weigert

Inhalt: Es gibt Bücher, die ‚anders‘ sind: Davon weiß der 14-jährige Arthur nichts, als er in einem Antiquariat aushilft. Doch dann weiht ihn der Buchhändler in ein Geheimnis ein – und eine beispiellose Jagd beginnt, die Arthurs Leben auf den Kopf stellt. Eine seltene Begabung macht ihn zur Zielscheibe von Fremden, die besessen sind vom Geheimnis der Vergessenen Bücher. Gemeinsam mit seiner Freundin Larissa folgt Arthur den Spuren der Bücher nach Amsterdam und Bologna. Ihre Gegner sind ihnen dicht auf den Fersen, doch mit viel Mut und Köpfchen gelingt es den beiden, eines der mächtigen Bücher zu retten.


Der Rückentext lässt ja -jedenfalls für mein Empfinden- sehr auf eine Fantasy-Geschichte schließen, die sich hier auf 4 CDs verbirgt. Doch das kann man so nicht eindeutig sagen. Im Wesentlichen ist es eine richtige Abenteuergeschichte. Immerhin reisen hier zwei 14jährige von Deutschland nach Holland und von dort weiter nach Italien. Immer auf der Suche nach den Vergessenen Büchern und immer auch von ihren Widersachern verfolgt, die ihnen Fallen stellen und auflauern, wo immer sie auftauchen. Das ist spannend und gibt der Story Schwung. Arthur und Larissa sind aber auch nicht auf den Kopf gefallen, mutig und -gerade Larissa- auch ziemlich forsch und übermütig.  Da sind also auch mal turbulente und amüsante Szenen zu hören, so dass auch der Spass nicht zu kurz kommt.

Fantasy ist natürlich ein Element der Geschichte. Der Mythos um die Vergessenen Bücher gehört ebenso dazu wie gewisse „Personen“ auf die Arthur und Larissa treffen. Insgesamt stellt die Fantasy also eher die Grundlage für die Geschichte bereit, auf der die Abenteuer-Geschichte sich dann abspielt.
Eine „Aufteilung“ die mir sehr gut gefallen hat. Einfach, weil die Fantasy scheinbar gerade jedem anderen Genre den Rang abzulaufen scheint. Da ist es schön, eine Geschichte zu hören, in der es hauptsächlich abenteuerlich zugeht und wo es lediglich einzelne Fantasy-Elemente gibt.

Der Schauspieler Jacob Weigert liest dieses Hörbuch und war für mich mal wieder eine Sprecher-Premiere. Seine Stimme hat mir gut gefallen, schön angenehm anzuhören. Allerdings hätte er den Schwung der Geschichte mehr aufgreifen können. Da ist nämlich echte Action angesagt und das sollte man dann doch auch hören. Außerdem erzählt Arthur die Story ja in der Ich-Perspektive und Jacob Weigert liest einfach zu ruhig um wie ein erzählender 14jähriger zu wirken. Und auch wenn er seine Stimme für bestimmte Rollen verstellt, konnte er mich nicht überzeugen. Das fällt oft zu überzogen aus.

Bei der musikalischen Untermalung hat man sich bei diesem Hörbuch richtig Mühe gegeben. An vielen Stellen sind schöne, zur Story passende, Stücke von Musiker Ulrich Maske zu hören. Sie steuern einen Großteil zur Atmosphäre des Hörbuchs bei. Hier kann man eigentlich schon von einer inszenierten Lesung sprechen.

Dem Hörbuch liegt ein aufwändiges, liebevoll gestaltetes Booklet bei, in dem man neben der Track-Aufteilung auch eine Karte von Amsterdam findet, in der die Handlungsorte eingezeichnet sind. Ein paar Informationen zu Autor und Sprecher sind hier ebenfalls zu finden.

Fazit:   Mir hat „Arthur und die vergessenen Bücher“ sehr gefallen. Schön spannend und abwechslungsreich mit illustren Charakteren und einer Fantasy-Grundlage, die nicht im aktuellen Trend schwimmt und somit erfrischend wirkt. Jacob Weigert als Sprecher konnte mich dagegen nicht überzeugen.

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