Dorian Hunter (11) – Schwestern der Gnade

Titel:   Dorian Hunter 11 – Schwestern der Gnade / Verlag:   Folgenreich / Laufzeit:   ca. 75 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Andreas von der Meden, Katja Brügger, Michael von Rospatt, Patrick Bach, Marco Göllner u.A.

Inhalt: Dorian Hunters Frau Lilian wird in einem neuen Sanatorium untergebracht. Die Testreihe, die Dr. Demming startet, soll Aufschluss geben, ob Lilian jemals in der Lage sein wird, wieder ein normales Leben zu führen. Doch was in den Bungalows der Patienten vor sich geht, erschreckt Lilian zutiefst: Ein schwarzer Engel geht um und tötet die Insassen. Oder halluziniert sie erneut? Dorian beschließt, sich unter fremdem Namen einweisen zu lassen, um den Ereignissen auf den Grund zu gehen …


Wir sind zurück aus dem Mittelalter, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Da fühle ich mich in Dr. Demmings Sanatorium doch gleich viel „wohler“ 😉 Auch wenn hier so einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint.  Ich glaube, die Geschichte wäre weniger schaurig und mysteriös, wenn sie nicht in solch einer „Irrenanstalt“ spielen würde. Aus diesem Ort zieht sie den Großteil ihrer Atmosphäre und die ist wirklich vom Feinsten.

Sehr düster und bedrückend, also ganz in dem Stil, in dem man die Hörspiele dieser Serie kennt. Für weitere angenehm-gruselige Schauder sorgen einige der Bewohner des Sanatoriums, die äußerst verstörend wirken. Aber es wird auch etwas für den Unterhaltungswert getan, denn Marvin Cohen ist ebenfalls mit von der Partie und wie immer gut für eine Portion schwarzen Humors.

Luise Lunow und Jessy Rameik sprechen die beiden Schwestern Mercy und Hercy. Ihre Stimmen harmonieren sehr gut und ich hatte sofort ein Bild der beiden vor Augen. Als Anstalts-Direktor Dr. Demming ist Peter Matic´ zu hören, der mit seiner markanten und einprägsamen Stimme überzeugt. Iris Artajo leiht auch weiterhin Lilian Hunter ihre Stimme und bringt den Part der geistig verwirrten und kindlichen Frau sehr glaubhaft rüber.

Das Titellied von Joachim Witt kracht noch so richtig, danach schlägt diese Folge ruhigere Töne an, die aber ebenso wirkungsvoll sind. Sie tragen maßgeblich zu unheimlichen und bedrohlichen Atmosphäre bei, ja, ich fand sie sogar noch wirkungsvoller als die sonst so wuchtige Klangkulisse.

Ein durch und durch düsteres Cover. Farblich, wie auch von den Elementen her. Das altertümliche Haus, die Kreuze und im Türrahmen eine bemerkenswert zierliche alte Dame mit Stock, die so gar nicht zur bedrohlichen Szenerie passen will und gerade deshalb enorm verdächtig wirkt.

Fazit:  Ein genialer Schausplatz, hervorragend düster in Szene gesetzt, eine wunderbar bedrückende Atmosphäre und ein Schuss schwarzer Humor. DIE Zutaten für eine gelungene „Dorian Hunter“ – Folge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: