Die drei ??? (140) – Stadt der Vampire

Titel:   Die drei ??? (140) – Stadt der Vampire / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 58 min / 9 Tracks / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Eckhard Dux, Lili Draeger u.A.

Inhalt:   Eine riesige Fledermaus versetzt die Kleinstadt Yonderwood in Angst und Schrecken. Der Großteil der Einwohner hat bereits das Weite gesucht, nachdem einige Menschen mit Bissspuren und einer Menge Blut in ihren Betten erwacht sind. Justus, Peter und Bob haben noch nie an Vampire geglaubt. In diesem neuen Fall jedoch scheint es, als müssten die drei berühmten Detektive aus Rocky Beach ihre Meinung ändern.


Na, wenn das nicht passt, dann weiß ich es auch nicht mehr: eine Vampir-Folge der drei ??? im Jahre 2010, dem Jahr der Blutsauger 😉 Glücklicherweise haben wir hier ja eine Detektivserie, was keinen Kitsch befürchten lässt.  Mir hat die Geschichte soweit ganz gut gefallen. Das einsame und so gut wie verlassene Dorf wird gut in Szene gesetzt, mit der Vampir-Angst und den Expeditionen der drei Detektive in Grüfte und auf Friedhöfe ist auch für ein wenig unheimliche Stimmung gesorgt.

Das eigentliche Rätsel um den verborgenen Schatz, auf den es gewisse Dorfbewohner abgesehen haben, kann sich ebenfalls hören lassen. Klar, das alles wäre sicher auch ohne großes Vampir-Gewese machbar gemacht gewesen, aber in der Reihe sind Vampire ja (noch) nicht so verbraucht, da lasse ich das schon gelten. Schön, dass hier kurz die Ursprünge des Vampirglaubens angerissen werden.
Bedauert habe ich allerdings auch etwas. Ich habe nämlich vor einiger Zeit das englischsprachige Hörbuch gehört und da gibt es eine sehr unheimliche Szene, in der Peter den Vampir in Aktion erlebt. Die hätte ich mir auch für das Hörspiel gewünscht.

Seitens der Sprecher gibt es wenig zu bemängeln. Die drei Hauptsprecher gehen souverän wie eh und je zu Werke und auch die übrigen Sprecher liefern durchweg einen ordentlichen Job ab. Das ist bei Namen wie z.B.  Eckhard Dux, Annabelle Krieg, Klaus Dittmann und Sascha Rotermund auch nicht weiter verwunderlich. Lediglich mit Lili Drager als Josy McDonaghough hatte ich so meine Schwierigkeiten. Wieso muss sie denn die ganze Zeit so kleinlaut und verzagt rumstottern? Selbst in Szenen, die sich gar nicht um die Vampirbedrohung drehen?

Musikalisch hat man sich dem Thema Vampir hörbar angenähert. Neben einigen wenigen vertrauten DDF-KLängen, sind sehr oft Orgelmelodien zu hören. Da hat man quasi den Eindruck, man betrete Draculas Schloss und würde mit diesem Orgelspiel empfangen. Das passt zu Thema Vampire.

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Schön düster und mit der riesigen Fledermaus, dem Grab und dem Vollmond auch recht unheimlich angehaucht. Im Hintergrund das Dorf, doch, das hat was. Auch wenn es natürlich wie üblich mehr Grusel verspricht als die Story hält.

Fazit:   Das Thema Vampire wirkt in diesem Hörspiel bemerkenswert frisch, wo es doch ansonsten gerade durchgehechelt wird, wo es nur geht. Dazu ein ordentlicher Fall für die drei Detektive, so hat mich „Stadt der Vampire“ ganz gut unterhalten.

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