Hamburg Krimis – Für Sie um die Ecke gebracht (05) – Das Phantom vom Fischmarkt

Titel:   Hamburg Krimis – Für Sie um die Ecke gebracht (05) – Das Phantom vom Fischmarkt / Verlag:   Vitaphon / Laufzeit:   ca. 52 min, /  1 CD / Buch:   Anke Cibach / Sprecher:   Monty Arnold, Susanne Ulke, Michael Lott, Robert Missler, Claudia Schmerutzki u.A.

Inhalt:   Die Angst geht um auf dem Hamburger Fischmarkt. Zwei Menschen sind ermordet worden, wohne erkennbares Motiv: ein Hamburger Familienvater und ein Tourist. Ist ein Serienkiller unterwegs? Oder ein Irrer? Kommissar Bär und seine Assistentin Sylvia ermitteln, während der Täter seine nächsten Opfer bereits aussucht und richtet…


Nun hat es also den berühmten Fischmarkt erwischt und er darf als Schauplatz des neuen Hamburg Krimis dienen. Ohne Zweifel ist der Fischmarkt ein Tummelplatz für allerlei  gemischtes und auch zwielichtiges Volk. Ideal also, aber bei mir wollte trotzdem kein Krimi-Feeling aufkommen. Hauptsächlich, weil es zwar einen roten Faden gibt -die Handlung um den gesuchten Mörder-, man die aber leicht aus den Augen verliert angesichts der verschiedenen Charkatee und deren Gerede drumherum, das so direkt mit dem Fall gar nichts, oder nur wenig zu tun hat.

Darin geht auch die Ermittlungsarbeit der Polizei unter, zumal sie nur vereinzelte Szenen hat. Grundsätzlich ist die Idee mit den verschiedenen Blickwinkeln allesamt spezieller Charaktere sicher gut, nur geht darin leider die Spannung und das Krimi-Flair unter.

Monty Arnold als fischmarktbekannter Spanner vermittelt ein gutes Bild des nervösen Langfingers und hat mich so manches Mal grinsen lassen. Dagegen hat man die Stimme des Mörders (ich möchte sie nicht benennen, sonst weiß jeder schon nach einem Blick ins Cover Bescheid, wer der Täter ist) so verzerrt und mit Hall unterlegt, dass auf’s erste Hinhören gar nicht erkennba ist, ob da ein Mann spricht oder eine Frau. Zusammen mit dem irren Text lassen einen diese Passagen schon mal schaudern. Sprecher der Fischmarkt-Händler sprechen oft mit deutlichem Lokalkolorit. Mir war das teilweise schon zu heftig, aber es sorgt natürlich für Hamburg-Flair.

Musikalisch bekommen man einen gelungenen Mix aus typischen Detektivmelodien -ähnlich denen aus „Grüne Hölle Hagenbeck“- und bekannten Reeperbahn-Schlagern, die man auf Elektro getrimmt hat, zu hören.

Als Zugabe liegt der CD dieses Mal ein Pommes-Piekser bei. Ansonsten präsentiert sich das Booklet mit Sprecher- und Produktionsangaben und dem üblichen Spielplan wieder sehr aufwändig  und interessant anzusehen.

Fazit:   Leider gehen der rote Faden und die Ermittlungen der Polizei im übrigen Fischmarkt-Trubel ziemlich unter. Daher hat die Geschichte bei mir einen eher wirren Eindruck hinterlassen.

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