Black Out (Andreas Eschbach / Stefan Kaminski)

Titel: Black Out   / Verlag:   ArenaVerlag / Laufzeit:   ca 406 min / 6 CDs / Buch:   Andreas Eschbach / gelesen von:  Stefan Kaminski

Inhalt:  Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.


Seit es das Internet gibt, weitet es sich zusehens aus. Einst nur wenigen Leuten zugänglich, finden heute schon Navigationsgeräte, Handys und kleinste mp3-Player den Weg in die virtuelle Welt. Und wir empfinden das meist als super praktisch. Insofern ist Andreas Eschbachs „Black out“ und der Gedanke dahinter womöglich gar nicht so abwegig. Wer weiß schon, wohin diese Entwicklung noch führen wird? Ist die Idee vernetzter Menschen da wirklich nur Zukunftsmusik?

Aktuell sicher und diese Zukunftsmusik teht im Mittelpunkt der Story, die hauptsächlich ein spannender Cyber-Thriller ist, aber auch Passagen hat, die an ein Road-Movie  und eine Aussteiger-Story erinnern. Abwechslungsreich geht es also zu, was Längen erst gar keine Chance lässt.
Einzig, dass Christopher, der ohne Schwierigkeiten die Autoelektronik manipulieren kann, in genau diesem Auto nicht aufgespürt wird (durch Menschen mit den gleichen Talenten), das habe ich nicht so recht geglaubt.
Der Geschichte nimmt das in Sachen Spannung, Tempo und auch Action aber nichts. So etwas fällt eine frühestens a Ende der Geschichte auf.

Ich habe noch kein Hörbuch mit Stefan Kaminski als Sprecher gehört, in dem er so wenig von seiner Stimmenvielfalt hören lässt wie in „Black out“. Zwar hat auch hier jeder Charakter eine unverkennbare Stimme oder einen eindeutigen Tonfall, doch geht Stefan Kaminski sehr dezent zu Werke. Das passt so ganz ausgezeichnet zur Geschichte.

An Untermalung fehlt es „“Black out“ gänzlich. Dafür wird hier und da ein kaum hörbarer Effekt, ein Hall, eingesetzt. Sehr leise, aber so umso wirkungsvoller.

Ich verstehe nicht ganz, wieso man auf dem Cover den Namen des Autors so sehr in den Mittelpunkt stellt, statt den Titel der Geschichte. Den muss man im Verhältnis gesehen förmlich suchen. Dafür gefällt mir aber die Schlichtheit des Hintergrund sehr gut. Im Booklet gibt es kurze Texte zu Autor und Sprecher.

Fazit:   Die Story warnt und rüttelt auch ein wenig auf und das auf spannende und interessante Weise. Trotzdem, ich gestehe, die Idee der vernetzten Menschen, dieser Chips, die hat mich auch sehr fasziniert. Wenn das mal möglich wäre… Jedenfalls in jeder Hinsicht ein wirklich tolles Hörbuch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: