Die wilde Charlotte – Ein Piratenabenteuer (Mario Girodano / Gerhard Garbers)

Titel:   Die wilde Charlotte – Ein Piratenabenteuer/ Verlag:   Hörcompany / Laufzeit:   ca. 200  min / 3 CDs / Buch:   Marco Girodano / gelesen von: Gerhard Garbers

InhaltEin Piratenabenteuer voller Gefahren und keins von dieser Welt.

Der Wilde Olaf und seine Männer, von anderen Piraten als »Weichkekse« verspottet, stechen todesmutig in See, um das Rätsel um verschwundene Kaperschiffe zu lösen. An Bord des Schiffes »Wilde Charlotte« sind neben Olaf auch der Schreckliche Sven, Messer-Ole, Einauge, Stotterklaas, die Zwillinge Rimsky und Korsakov und der Indianer Mondstein – sie machen sich auf zum größten Abenteuer aller Zeiten. Gelesen von Gerhard Garbers, der auch mit Schwung das Piratenlied singt.


Ich bin an sich kein Fan von Piratengeschichten, jedenfalls von solchen, die sich so fürchterlich ernst nehmen. „Die wilde Charlotte“ ist da glücklicherweise sehr anders. Die Mannschaft ist eine wirklich illustre und verrückte Truppe, die man sofort ins Herz schließt und über die man auch immer wieder wunderbar lachen kann, denn an verrückten Ideen mangelt es ihnen wahrlich nicht. Wenn man von anderen Piraten als „Weichkekse“ bezeichnet wird, dann hat das sicher auch einen Grund. Trotzdem setzt die Bande um Captain „Der wilde Olaf“ alles daran, hinter das Rätsel um die verschwundenen Schiffe zu kommen und dabei geht es hoch her. Mir haben die vielen witzigen Ideen sehr gut gefallen, mit denen Mario Girodano seine Geschichte ausgestattet hat. Ob Wanderinseln oder sprechende Quallen, an Phantasie magelt es dem Herrn Autoren ganz sicher nicht.

Spannend ist die Geschichte natürlich auch, denn wie gesagt besteht die Mannschaft der Charlotte  nun nicht unbedingt aus Helden, und so droht das Unternehmen mehr als einmal zu scheitern, und  ihr Gegenspieler, der Ochsenfürst ist schon ein arger Bösewicht. Überrascht hat mich, dass die Piraten sich hier durchaus piratenmäßig ausdrücken, denn immerhin ist das doch ein Kinderhörspiel. Ich mag das aber und nach verkommener Hafenspelunke klingt es auch nicht, da müssen Eltern sich keine Sorgen machen. Ältere Kinder so ab 8 Jahren hören hier sicher nichts Neues.

Zu einer echten Piratengeschichte gehört für mich ein Sprecher mit einer tiefen und ein wenig rauhen Stimme. Gerhard Garbers passt daher ganz wunderbar zu diesem Hörbuch. Und er ist wahrlich mit vollem Einsatz dabei. Er schreit und stottert und schimpft was das Zeug hält und die Szenen erfordern. Er deklamiert unglaublich tiefsinnige Indianerbeschwörungen als müsse er gerade tatsächlich einer Gefahr Herr werden. Überrascht hat er mich damit, dass er sogar das Piratenlied singt…und zwar richtig gut! Da musste ich doch wirklich an die Seeräuber um Pippi Langstrumpfs Papa denken, die auch so oft gesungen haben.

Genau, es wird gesungen, musikalisch bietet dieses Hörbuch also auch etwas. Aber was wären denn auch echte Piraten ohne Musik? Na also!

Die „Wilde Charlotte“ wirkt auf dem Cover tatsächlich so klein wie sie in der Geschichte beschrieben wird, und die Mannschaft an Deck wird den Charakteren optisch auch sehr gerecht. Sehr niedlich übrigens, dass mein Liebling Schiffskatze Thomse mit dabei ist. Ich finde ich überhaupt toll, dass das Cover so gezeichnet wirkt, das hat gleich viel mehr Charme.

Fazit:  Ein spannendes und witziges Piratenhörbuch voll verrückter Ideen, bei dem die Zeit im Nu vergeht. Sehr empfehlenswert und das nicht nur für Kinder.

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