Sherlock Holmes (50) – Shosecombe Old Place

Titel:   Sherlock Holmes (50) – Shosecombe Old Place / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 61 min / Sprecher:   Christian Rode, Peter Groeger, Ghadah Al-Akel, Volker Brandt, Ole Pfennig u.a.

Inhalt:   Auf dem Anwesen Shoscombe Old Place gehen merkwürdige Dinge vor sich. Haben diese Dinge wirklich nur etwas mit der Aufregung vor dem bevorstehenden Pferderennen zu tun, für das der Hausherr Sir Robert Norberton seinen besten Hengst Shoscombe Prince angemeldet hat? Oder ist hier ein Verbrechen geschehen? Beauftragt vom Cheftrainer des Gestüts begeben sich Holmes und Watson auf die Suche nach Antworten.


Zunächst mal muss man Maritim ganz herzlich gratulieren. Die wenigsten Hörspielserien erreichen so souverän die 50 Folgen wie „Sherlock Holmes“ es geschafft hat. Das verdient Anerkennung. Allerdings finde ich auch, dass dieses Jubiläum eine ganz besondere Geschichte verdient gehabt hätte, und eine solche ist „Shoscombe Old Place“ nicht. Von den vorigen Folgen hebt sie sich kaum ab. Natürlich hat man hier auch wieder eine durchweg recht spannende Folge im Player, mit dem typischen altmodischen Holmes-Flair, dass man als Fan schätzt, und gewitzten, aber auch intelligenten Dialogen zwischen Holmes und Watson.

Bei mir hat diese Folge noch einen Pluspunkt damit eingefahren, dass sie durchaus auch ihre ein wenig schaurigen Szenen hat, das hat mir prima gefallen. Aber eine würdige Fünfzigste darf imposanter klingen. Ich bin kein Holmes-Kenner, wirklich nicht, aber ich bin mir doch sehr sicher, dass es auch unter diesen Geschichten solche gibt, die von Fans als „Perlen“ angesehen werden.

Was die Sprecher angeht ist wie gewohnt alles in bester Ordnung. Christian Rode und Peter Groeger sind ein unschlagbares Sprecher-Gespann, dem ich immer wieder gerne zuhöre. Vor allem auch, wenn Holmes mal so locker drauf ist wie in einigen Szenen dieser Folge. Reent Reins gibt einen guten Sir Robert Norberton ab, herrisch und aufbrausend wie es die Rolle erfordert, später dann wiederum ausgesprochen sympathisch. In weiteren Rollen sind beispielsweise Donald Arthur, Wolf Frass und Michael Harck mit von der Partie.

Eine dezente, aber passige Musik- und Geräuschkulisse begleitet die Handlung und unterstreicht in dieser Folge sehr schön die etwas unheimlichen Szenen. Aber natürlich erzeugt insbesondere die Musik auch wieder die vertraute Holmes-Atmosphäre.

Auch vom Covermotiv her kann man schon schließen, dass es in „Shosecome Old Place“ etwas unheimlich zugeht. Die Laterne in einem sonst so kahlen Raum, Laternen wirken halt leicht in diese Richtung. Die CD selber hält dann endlich eine Überraschung bereit wie man es als Fan auch erwarten darf. Denn es handelt sich nicht um einen Silberling, sondern um eine CD in Vinyl-Optik. Schon schick, mich verleitet es immer dazu über die Rillen zu streichen.

Fazit:   Eine unbestreitbar spannende und unterhaltsame Folge, aber kein „Kracher“ gegenüber den bisherigen Episoden. Da hätte sich Maritim ruhig etwas mehr feiern dürfen. Machen andere doch auch…schon bei viel neidrigeren Jubiläen 😉

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