Gruselkabinett (44 & 45) – Berge des Wahnsinns

Titel:   Gruselkabinett (44 & 45) – Berge des Wahnsinns / Verlag Titania Medien / Laufzeit:   ca. 52 min / Sprecher:  Axel Malzacher, Jürgen Thormann, Peter Reinhardt, Tobias Nath, Uwe Büschken, Markus Pfeiffer, Uli Krohm u.A.

Inhalt:   Der Geologe William Dyer, ein Professor an der Miskatonic University, ist der Kopf einer großangelegten Expedition in die Antarktis. Dort entdecken die Forscher ein bisher unbekanntes Gebirge, mit Bergen höher als im Himalaya. Aber das ist nur der Anfang einer Reihe von atemberaubenden Entdeckungen. In einer Höhle stößt das Team auf Relikte einer bisher vollkommen unbekannten Lebensform, die alles, was man bisher über die Evolution zu wissen glaubte, in völlig neuem Licht erscheinen lässt.


Bahnt sich bei den meisten Folgen dieser Serie das Grauen erst an, so lässt einen „Berge des Wahnsinns“ schon gleich nach den ersten Minuten atemlos zurück. Danach erfolgt ein Einschnitt und die Planung der Expedition wird Hauptthema. Doch durch diesen Vorspann weiß man als Hörer nun schon, dass diese Expedition kein gutes Ende finden wird. Deshalb verfolgt man auch die schon etwas sehr langatmigen Vorbereitungen und die Anreise mit Spannung. Außerdem bekommt man einige wirklich witzige Dialoge geboten, die die Erzählung auflockern und das Hörern kurzweilig gestaltet.

Das Ende der ersten CD hat es dann aber wieder richtig in sich und so kann man eigentlich gar nicht anders, als direkt CD 2 anzuhören.  Hier spitzt sich die Situation dramatisch zu und als die kleine Gruppe Wissenschaftler, die nach einem dramatischen Funkspruch der Kollegen in den Bergen, ebenfalls dort ankommt, wartet eine böse Überraschung auf sie. In diesem Teil der Geschichte geht es ordentlich gruselig zu, allerdings auf dezente, schleichende, dafür aber umso wirkungsvollere Art. Lovecrafts oft behandelte „Großen Alten“ spielen hier eine Rolle, auch wenn sie ein wenig anders genannt werden. Ein typisches Thema also, das aber deswegen nichts an Spannung oder Grusel einbüßt.

Ein kleiner, aber feiner Sprecher-Cast bringt diesen Zweiteiler zu Gehör. Reiner Schöne gibt den Professor Dyer und lässt ihn sehr intelligent und sympathisch wirken. Ganz im Gegensatz zu Eckard Dux, der den Professor Pabodie eher grummelig und ein wenig bärbeißig spricht. Besonder gefallen hat mir Jan Panczak, der den Part des Larry Danforth übernimmt und den Assistenten des Professors trotz seines Wissens sehr menschlich erscheinen lässt. Die weiblichen Charaktere Leslie und Leni werden von Bettina Weiß und Annina Braunmiller gesprochen, also ebenfalls von Fachfrauen dieses Fachs.

Die Geräuschkulisse ist schlicht vom Feinsten, da fühlt man sich direkt ebenfalls an diesen unwirtlichen Ort in der Antarktis versetzt. Und auch in den Szenen, in denen sich das Grauen quasi ankündigt, leisten die Geräusche erstklassige Arbeit. Gleiches gilt natürlich auch für die musikalische Untermalung, die wesentlich dazu beiträgt, die nötige Atmosphäre und die Bilder im Kopf des Hörers zu erzeugen.

Das Cover der ersten CD bringt sehr gut rüber in welche gewaltigem Gebirge die Wissenschaftler ihre Forschungen betreiben. Das Cover der zweiten CD dagegen macht dagegen mehr auf die Bedrohung in den Bergen aufmerksam. Beide CDs kommen in einem schicken, hochglänzenden Schuber daher. Ein Schmuckstück im Regal!

Fazit:   Ein super spannendes und gruselige Hörspiel. Titania hat Lovecrafts Geschichte erstklassig ins Hörspielformat gebracht. Meine Empfehlung!

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