Die drei ??? (141) – Die Fußball-Falle

Titel:   Die drei ??? (141) – Die Fußball-Falle / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 58 min / 9 Tracks / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Daniela Welbat, Jörg Gillner u.a.

InhaltDer Fußballstar Jeffrey Seaman und seine Mannschaft bereiten sich in Rocky Beach auf ein Mehrländerturnier vor. Doch merkwürdige Zwischenfälle stören das Training und versetzen die Spieler in Angst und Schrecken. Als auch noch der ägyptische Totengott Anubis in den Katakomben unter dem Fußballstadion auftaucht und sein Unwesen treibt, ist klar: Die drei ??? müssen all ihren detektivischen Spürsinn aufbieten, um diesen Fall zu lösen.


„All ihren detektivischen Spürsinn…“? Irgendwie bereitet diese Aussage mir Sorge, denn wenn dieser Fall allen detektivischen Spürsinn braucht, dann ist man als Hörer den drei Jungs meilenweit voraus. Denn als Hörer weiß man schon sehr bald, wie der Hase läuft. Dafür wird einfach zu deutlich und offensichtlich auf gewisse Fakten hingewiesen. Dazu kommt noch, dass die Mischung bei dieser Geschichte einfach nicht aufgehen will. Folgen um  Bilderdiebstahl, Fußball und (ägyptische) Götter, die gab es schon mehrfach. Einzeln für sich, können die totzdem gut sein. Aber solch klassische Motive wie Kunstraub mit solch modernen Themen wie den Fußball zu mischen und dann noch eine Prise Mythologie hinzuzufügen, das harmoniert nicht und so wirkt die Handlung schlicht sehr bemüht, aber nicht überzeugend. Zwei kleine Pluspunkte vergebe ich noch, weil Bob hier mal zeigt, was er so drauf hat, und weil Justus Schlaubergervorträge sich in vertretbarem Rahmen bewegen, aber das war es dann auch schon.

Selbst die Sprecher scheinen nicht gerade hin und weg von der Story gewesen zu sein. Selbst Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich klangen schon mal motivierter. Wobei die drei noch in Ordnung gehen, am meisten enttäuscht hat mich Daniel Welbat, der den Fußballer Seaman spricht und an sich somit eine große und wichtige Rolle hat. Allerdings bleibt der Charakter ziemlich farblos und wirkt in keiner Gefühlslage überzeugend. Den Part von William de Haas übernimmt Jörg Gillner, allerdings gelingt es auch ihm nicht, dieser Person Profil zu verleihen. Den Bösewicht habe ich ihm einfach nicht abgekauft.

Die musikalische Untermalung kann sich hören lassen. Es gibt überwiegend moderne Stücke zu hören, die der Geschichte gut stehen und wenigstens ein wenig Spannung aufkommen lassen. Die Geräuschkulisse geht ebenfalls in Ordnung, damit kennt man sich halt aus bei Europa.

Das Covermotiv greift eine Szene aus der Geschichte auf, wobei auch die sicher nicht genau so ausgesehen hat. Gut jedenfalls, dass Seaman hier einen Fußball im Arm trägt, sonst gäbe es keinen Bezug zum Titel.

Fazit:   Eine unglückliche Mischung von Themen, die lediglich eine halbgare Story hervorgebracht hat. Hier will und will einfach keine Spannung aufkommen.

1 Comment

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  1. ***Spoiler ***
    Hm, mal abgesehen davon, dass ich Spoiler in Rezensionen („Bösewicht“) nicht so toll finde: (ich mache dann mal mit): William de Haas ist doch gar nicht der Bösewicht, sondern Theodor Brewster, de Haas bewahrt ja nur das Bild für Seaman auf, woran ja nichts auszusetzen ist.
    Das Cover wurde wie immer vom Buch und somit von Kosmos übernommen, da gab es aber schon diverse, die mit der Geschichte noch weniger zu tun hatten, finde ich also noch im Rahmen.

    Mir hat die Geschichte übrigens gar nicht so schlecht gefallen, was aber wahrscheinlich auch an den extrem niedrigen Erwartungen (vor dem Lesen des Buchs) lag: eine Sport-Geschichte, und dann noch von Marco Sonnleitner; dafür ist sie wirkich nicht schlecht… 😉

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