Goldagengarden (02)

Titel: Goldagengarden (01) / Verlag: Zaubermond Verlag / Laufzeit: ca. 50 min / Sprecher: Gerlach Fiedler, Gisela Trowe, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Brigtte Grothum, Philipp Moog, Peter Schiff u.a.

Inhalt: Der schwedische Millionär und Kunstsammler Peer Johannesson geht bei einem Kanuausflug auf dem Skatelövfjorden über Bord. Wahrscheinlich ein Herzinfarkt. Aber die Leiche wird nicht gefunden. Johannessons Anwalt handelt ungewöhnlich schnell und lädt noch am selben Tag, ohne Wissen der Witwe, vier Männer nach Växjö zur Testamentseröffnung ein. Als drei dieser „Erben“ tags darauf eintreffen, ist der Anwalt tot. Und das Testament ist unauffindbar. Die Kommissare Hanna Fridlund und Nils Edmundson nehmen die Ermittlungen auf.


Auf in die zweite Runde „Goldagengarden“, die genau am Ende des Vorgängers ansetzt und auch in Sachen Spannung keinen Deut nachgibt. Die Ahnung, dass es mit dem Mord und der Erbschaft mehr auf sich hat als man zunächst denkt, bestätigt sich in dieser zweiten Folge sehr bald. Die drei Erben nehmen den Fall „Testament“ nun selber in die Hand und sehen sich sehr bald mit einem Rätsel konfrontiert, das ihnen der verstorbene Johannesson hinterlassen hat. Das kleine Gedicht hat es in sich und mir hat diese Idee sehr gut gefallen, weil sie so klassisch wirkt für eine Geschichte von heute.

Die Erben machen sich an die Auflösung, war alles andere als einfach ist. Zudem taucht ein vierter Erbe auf, ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, wie es scheint. Und auch die beiden Kommissare machen interessante neue Entdeckungen, die einen ganz neue Perspektive auf den Mord eröffnet. Wendungen warten hier also an jedem der Schauplätze und einzelne Charaktere erleben ebenfalls eine interessante Wandlung. Da vergeht auch diese Folge wie im Fluge und als Hörer kann man gar nicht anders, als gebannt am Lautsprecher zu sitzen, voll Erwartungen, was „Goldagengarden“ noch an Überraschungen bereithält.

Die Sprecherriege fällt bei dieser zweiten Folge deutlich kleiner aus als beim Erstling. Dafür ist aber auch mehr von Udo Schenk zu hören, der ja ohnehin auf die Rolle von Bösewichten abonniert ist, und der auch hier in einem solchen Part brilliert. In den Rollen der Erben sind neben Gerlach Fiedler noch Phillip Moog und Marco Göllner zu hören, denen es gelingt, jeweils zwei weitere grundverschiedene Charaktere mit gleichem Ziel ins Spiel um das Erbe zu bringen. Jedem der Drei ist anzuhören, dass sie nicht mit reiner Weste unterwegs sind, aber sie bleiben wunderbar undurchschaubar.
Die Stimme der „Zeitansage“ gehört zu Jochen Schröder, der dabei vom Tonfall her sehr neutral, stimmlich aber trotzdem markant klingt.

Man bleibt den Trommelstücke als Untermalung treu und auch der zweiten Folge steht sie ganz ausgezeichnet. Natürlich ist der Soundtrack somit eher schlicht, aber er tut seine Wirkung und hilft der Spannung noch zusätzlich auf die Sprünge.

Der Hintergrund hat eine andere Farbe bekommen und die Titelnummer einen neuen Rahmen, ansonsten hat sich beim Covermotiv nichts weiter getan. Dafür wirkt das übrige Layout nicht mehr wie ein Flickenteppich aus verschiedenen Mustern, nein, dieses Mal sind Bildausschnitte zu sehen, die zu Teilen der Handlung passen und auch Auszüge des rätselhaften Gedichts haben ihren Platz gefunden.

Fazit:   Die zweite Folge ist ebenso spannend wie die Einstiegsfolge. Eigentlich sogar noch einen Tacken mehr, weil sich die Handlung um die geheimnisvolle Erbschaft weiter entfaltet und ein weiterer Erbe ins Spiel kommt, der mit den drei anderen nicht an einem Strang ziehen will.

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