Bibi Blocksberg (100) – Die große Hexenparty

Titel: Bibi Blocksberg (100) – Die große Hexenparty / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 77 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Gerrit Schmidt-Foß, Wilfried Herbst, Roland Hemmo, Helga Sasse, Jan Spitzer, S. Philipp

InhaltEin neues hexisches Zeitalter bricht an! Für das Begrüßungsritual auf der großen Hexenparty muss die uralte Gruftia vier hexische Steine aus der ganzen Welt einsammeln. Doch Gruftia erkrankt. Bibi muss überraschend für sie einspringen. Und keine andere Hexe darf ihr helfen. Also soll ihr Vater Bernhard mitfliegen. Eine abenteuerliche Reise beginnt!


Gleich zwei Jubiläen in einem Jahr, das muss man auch erst mal schaffen. „Bibi Blocksberg“ hat es geschafft. Sie wird dieses Jahr 30 Jahre alt und feiert obendrein ihre 100. Serienfolge. Und die wird gefeiert mit einer großen Hexenparty. Zuvor muss aber noch ein Abenteuer bestanden werden.

Ich muss sagen, diese Jubiläumsfolge ist vom Prinzip her sehr gelungen. Eine Feier gehört natürlich dazu, aber viel wichtiger finde ich die Geschichte um die hexischen Steine. Denn auf der Suche danach, trifft Bibi -und damit der Hörer- einige der wichtigsten Charaktere der Reihe wieder.

Da sind die Weihnachtsmänner aus Folge 38, dann Dino aus den Folgen 58 und 59 und der Flaschengeist aus den Folgen 50 und 61. Das macht sicher Neu-Hörer neugierig auf frühere Folgen. Sehr schön finde ich auch, dass Bibi nicht mit ihren Junghexen-Freundinnen auf die Suche nach den Steinen geht, sondern mit ihrem Papi. Da die Familie Blocksberg in den letzten Folgen oft viel zu kurz kommt, ist das eine wirklich tolle Idee. Ein wenig spannend geht es ebenfalls zu, vor allem in der Vulkanszene.
Soweit ist alles im grünen Bereich. Leider hat man die „Moderne“ aber doch nicht ganz ausgeklammert. Heißt, die Junghexen sind schon dabei und -was ich am schlimmsten fand- planen für die Hexenparty einen Rap. Eine Anlehnung an den zweiten Bibi-Film, oder wieso? Ich persönlich finde den Rap sehr unpassend und obendrein auch ganz schön peinlich. Es gibt einfach Sachen, die stehen der Serie nicht. Ein Rap gehört dazu.

Die Sprecher von „früher“ trifft man allerdings nicht wieder. Die Weihnachstmänner werden von Hans Teuscher, Lothar Blumhagen und Horst Lampe gesprochen. Verblüffend daran ist, dass Klaus Miedel, Jochen Schröder und Manfred Schuster (die damaligen Weihnachtsmänner) durchaus auch heute noch als Sprecher arbeiten. Es wäre schon schön gewesen, auch sie wiederzuhören. Die neuen Sprecher machen ihre Sache aber gut, da gibt es nichts. Wunderlich nur, wieso Ronald fehlt und Francoise plötzlich Pierre heißt?  Die Parts von Dino und dem Flaschengeist übernimmt Tilo Schmitz, der für Dino nur quiekt, und auch den Flaschengeist gut rüberbringt. Nebenbei bemerkt: Engelbert von Nordhausen war der damalige Flaschi…und ist ebenfalls noch gut im Sprechergeschäft.

Neben dem Titellied gibt es in musikalischer Hinsicht natürlich den Hexen-Rap geboten, der allerdings nicht gerade Ohrwurmqualität hat. Dafür wirkt die Geräuschkulisse bei dieser Folge wesentlich ausgefeilter als man das sonst aus der Reihe kennt. So hinterlässt die Folge auch in dieser Hinsicht einen ordentlichen Eindruck. Die Kids werden den Rap schon mögen.

Die Folge hat ein wirklich sehr schönes Cover. Richtig schön bunt und mit vielen liebenswerten Details wie die Hexe vor dem Mond, dem Feuerwerk und die goldigen Fledermäuse. Vor dem eigentlichen Cover liegt beim Kauf allerdings eine stabile „Pappe“ mit einem Wackelbild. Da sieht man die gleiche Szene wie auf dem normalen Cover, aber wenn man die Pappe bewegt, wandelt sich das Bild zu Bibi, die eine Party mit Hex-hex ankündigt. Fotos gibt es hier zu sehen
Leider kommen MC-Sammler nicht in den Genuss dieses Gimmicks, der MC-Ausgabe liegt kein Wackelcover bei.

Fazit:   Ein gelungenes Bild in einem modernen und wenig dekorativen Rahmen, so könnte man die Folge beschreiben. Die Jagd nach den Steinen ist spannend und das Treffen mit den „alten“ Charakteren ist eine tolle Idee, um dieses Jubiläum zu feiern. Da hat man auch mal den Fans der ersten Stunde einen Gefallen getan. Der Hexenkuchen-Backwettbewerb, der Rap und die Junghexen stehen für die aktuellen Folgen, was  den jungen Hörern von heute gefallen wird. Für mich harmoniert beides allerdings nicht besonders gut. Trotzdem: die Folge bietet für beide „Hörer-Gruppen“ etwas und somit kann ich sie guten Gewissens empfehlen.

3 Comments

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  1. Will nur kurz anmerken, dass Klaus Miedel leider 2000 verstorben ist und daher logischerweise nicht mehr als Weihnachtsmann einspringen konnte! 🙂

  2. 100 Folgen Bibi Blocksberg – ob das vor 30 Jahren wohl jemand geahnt hat? Dass der 30. Geburtstag und die 100. Folge zusammenfallen, ist natürlich ein schöner Zufall, den Kiddinx meiner Meinung nach voll ausgenutzt hat. Herausgekommen im Jubiläumsjahr ist eine rundherum geglückte Folge, die spannend und aufregend ist und uns mit alten und neuen Charakteren zusammenbringt. Beleuchten wir die Folge etwas genauer:
    Story:
    Sehr schön umgesetzt, dass Bibi einmal rund um die Welt fliegt, um die vier magischen Steine zu besorgen, die benötigt werden, um das neue Hexenzteitalter einzuläuten. Dass dies mit der 100. Folge geschieht, passt natürlich herovrragend.
    Da keine andere Bibi begleiten darf, darf ihr Papi mitfliegen, um auf seine Tochter aufzupassen. Schade, dass nicht die gesamte Familie Blocksberg um die Welt reist, Gabriele Streichhahn, die neue Synchronstimmer der Mutter, hat noch nicht viel Gelegenheit gehabt, sich einzubringen. Nichtsdestotrotz ist die Story sehr schön. Wir treffen auf die Weihnachtsmänner aus Folge 38, die diesmal Bibi aus der Klemme helfen, aus Flaschi aus den Folgen 50 und 61 und auf Dino aus den Folgen 58 und 59. Schön, ein paar alte Charaktere einzubringen und an die alten Bibi-Folgen zu erinnern. Das wurde hier meiner Meinung aus besser umgesetzt als bei Benajamin Blümchens 100. Folge. Audch Karla Kolumna, zweifellos eine der wichtigten Personen im Bibi-Kosmos, bekommt ihren Auftritt und hilft Bibi in letzter Sekunde.
    Die Charaktere:
    Sehr schön ist, dass Susanna Bonasewicz als Bibi noch immer dabei. Sonst wäre es auch nicht unsere Bibi. Hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten. Bibi wirkt in dieser Folge richtig erwachsen, fast erwachsener als ihr Vater, der ein bisschen naiv rüberkommt. Aber das Zusammenspiel der beiden ist einfach köstlich und gut anzuhören.
    Die „neuen“ Bibi-Eltern machen ihre Sache wirklich gut. Natürlich ist es immer schade, wenn neue Synchronsprecher feste Rollen übernehmen, aber leider geht das ja nun nicht anders.
    Die Junghexen haben auch ihren Auftritt bekommen. Schubia, die bereits in Folge 18 aufgetreten ist, Flauipaui, die, ebenso wie Xenia, plötzlich irgendwann mal auftauchte, als wäre sie schon immer dagewesen und Arkadia, die bereits in Folge 49 das erste Mal auftrat. Dass natürlich nur BIbi für die heikle Aufgabe der Steine-Besorgung in Frage kommt, liegt auf der Hand, aber sie hebt sich für meinen Geschmack doch etwas zu sehr von den anderen Junghexen ab, denn sie soll nun nebenbei auch noch den Songtext für den Junghexen-Rap, der nicht hätte sein müssen, dichten, was ihr natürlich mühelos gelingt. Aber das schadet dem sehr guten Eindruck der Folge sonst nicht.
    Die neue Sprecherin von Walpurgia ist toll. Wenn man es nicht besser gewusst hätte, hätte man nicht gemerkt, dass es eine andere ist.
    Barbara Ratthey, die Sprecherin von Amanda, ist ja leider auch verstorben. Amanda war zwar hier (komischerweise) nicht dabei, aber ich hoffe, dass eine würdige Nachfolgerin gefunden wird, was schwierig sein dürfte, bei der einzigarartigen Stimme.
    Ungereimtheiten
    Leider haben sich ein paar Ungereimtheiten in die Folge eingeschlichen:
    Fangen wir mit den Weihnachtsmännern an. Es sind drei! In der Folge 38 waren es allerdings 4 und erder Fanzose hier Francois und nicht Pierre. Hier wurden wohl die drei Weihnachtsmänner aus dem zur Folge gehörenden Film genommen, was äußerst schade ist, denn die Filme sind inhaltlich meist ganz anders als die Hörspiele und spielen im eigenen Kosmos. Das derart zu vermengen, ist sehr sehr schade.
    Auch bei der Dinogeschichte stimmt was nicht. Bibi sagt, es „wackelt wie in der Zeit, in die sie Dino gehext hat“. In den Hörspielfolgen hext sie Dino nur weg, wie selber war aber nicht dort. Sie kann also gar nicht wissen, wie es in Dinos Zeit war. Auch hier wird wieder auf den Film Bezug genommen, was schade ist.
    Die Echo-Höhlen im Übrigen kennen wir aus Benjamin-Geschichten.
    Warum die alten Syncrhonsprecher für die alten Rollen nicht mehr zur Verfügung standen, entzieht sich meiner Kenntnis, wird aber sicherlich seine Gründe haben. Auch in den Zeichentrick-Folgen stimmen die Stimmen nicht immer überein. Das ist zwar sehr schade, tut aber der Folge keinen Abbruch.
    Fazit
    Wenn man über die kleinen Ungereimtheiten hinwegsieht, was ich auch tue, denn es ist nicht immer einfach, alles zu 100 % wiederzugeben, vor allem, wenn zwischen den einzelnen Folgen 20 Jahre liegen, ist diese Folge durchaus gelungen. Spannnend erzählt, mit guten Hintergrundgeräuschen und viel Witz. Auf jeden Fall ist diese Folge einer 100. würdig.
    Ausblick
    Ich hoffe auf viele weitere Folgen mit unserer kleinen Hexe. Weiterhin hoffe ich auf ein paar Familienfolgen, in denen vor allem Barbara mehr zu sprechen hat.
    Auf die nächsten 100!!

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