Der Übergang (Justin Cronin / David Nathan)

Titel: Der Übergang / Verlag: Random House Audio / Laufzeit: ca. 700 min / 10 CDs / Buch: Justin Cronin  / gelesen von: David Nathan

InhaltDas Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.


Auf dieses (Hör)buch hatte ich mich sehr lange gefreut, denn so vom Inhalt her vereint es durchaus Elemente, die mir in Geschichten sehr gefallen: Vampire jenseits des romantischen Trends, das Ende der Welt bzw der Menschheit, ein verheerender Virus…mit solchen Themen kann man mich eigentlich problemlos unterhalten. Auch wenn sie allesamt sicher nicht das Neuste vom Neuen sind, aber wenn die Umsetzung stimmig ist, dann geht das für mich meist in Ordnung.

So gesehen habe ich an „Der Übergang“ auch nichts auszusetzen. Justin Cronin hat hier eine sehr ordentliche Geschichte erdacht, die Mischung aus den verschiedenen Elementen passt und weiß zu unterhalten, soweit alles in Ordnung. Allerdings bin ich kein Fan davon, wenn ich eine wirklich gute Geschichte verfolge und dann immer wieder Szenen hören muss, die die Handlung nicht sonderlich voran bringen. Genau das ist bei „Der Übergang“ aber der Fall, denn obwohl die Lesung bereits gekürzt ist, gibt es für meinen Geschmack noch immer zu viele Nebensächlichkeiten, die ich beim Hören gerne übersprungen hätte, hätte ich bereits im Vorfeld schon gewusst, dass sie später nicht mehr groß von Belang sein würden. Die Buch-Version habe ich aus diesem Grund schnell beseite gelegt. Bei der Lesung ging es, weil es mir da ja vorgelesen wurde und ich mich nicht selber durchbeißen musste.

David Nathan hat mir in solchen Momenten das Durchhalten sehr erleichtert. Es macht einfach immer wieder Spass ihm zuzuhören und gerade solche Geschichten scheinen sein Revier zu sein. Er klingt überhaupt nicht vorgelesen, man hat viel eher den Eindruck als erzähle er die Geschichte einfach so. Ohne sich dabei stimmlich zu verrenken, verleiht er selbst den unterschiedlichsten Charakteren markante Stimmen und fängt die düstere Atmosphäre der Story perfekt ein.

Auf Untermalung muss man bei diesem Hörbuch verzichten, was ich aber nicht als Manko empfunden habe. Die Geschichte gibt eine Grundstimmung von sich aus vor, David Nathan unterstreicht sie zusätzlich, da braucht es keinen weitere „Stimmungs-Macher“.

Ein Cover mit einem Gesicht. Eigentlich Grund genug für mich, die Finger von einem Hörbuch zu lassen, aber etwas an diesem Mädchengesicht hat mich dann doch gepackt. Auf mich wirkte es einerseits irgendwie traurig und verlassen, andererseits aber auch sebstbewusst und auf eine hintergründige Art gefährlich. Das hat die Neugier auf die Geschichte noch geschürt.

Fazit:   Ohne Zweifel eine spannende und unterhaltsame Geschichte, an denen Stephen King – Fans ihre wahre Freude haben dürften, denn in mancher Hinsicht hat mich „Der Übergang“ an Kings Bücher erinnert, die ich als Teenie verschlungen habe. Leider aber auch hinsichtlich dieses „Drumherum“, wovon es bei „Der Übergang“ für meinen Geschmack zu viel gibt.

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