Benjamin Blümchen (115) – Die kleinen Kätzchen

Titel: Benjamin Blümchen (115) – Die kleinen Kätzchen / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min   / Sprecher:   Jürgen Kluckert, Katja Primel, Marie Bierstedt, Gisela Fritsch, Karin Buchholz u.a.

Inhalt: Benjamin findet ein kleines Kätzchen im Zoo. Wem es wohl gehört? Zusammen mit Stella und Otto will er das herausfinden. Da läuft den dreien Butler James über den Weg. Er ist auf der Suche nach einer Katze – doch ihre ist es nicht. Seltsam! Eine Katze verschwindet, eine andere wird gefunden. Ob sie dieses Rätsel lösen können?


Nach der „Delfin“-Folge und dieser Geschichte hier gewinne ich allmählich den Eindruck als wolle man sich mit dieser Serie darauf verlegen, den jungen Hörern Wissen zu vermitteln. „Die kleinen Kätzchen“ klingt jedenfalls über weite Teile hinweg so. Hier erfährt man einiges über (junge) Katzen, ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten. Entsprechend ist es dann auch so, dass einer der Freunde eine Frage zum Käzchen hat, die die anderen dann beantworten, oder dass jemand wie Herr Tierlieb oder Wärter Karl etwas erklären. Die eigentliche Geschichte um das plötzlich aufgetauchte Kätzchen und die vermisste Katze der Butler-Schwester fällt dabei kaum auf und ist obendrein noch sehr leicht zu durchschauen.

Für Kinder ab 3 Jahren mag das aber noch in Ordnung gehen. Es gibt aber etwas, das mich schon verblüfft hat, auch wenn es für die meisten Hörer sicher nur eine Kleinigkeit ist: Benjamin lebte doch bisher im Elefantenhaus, das auch immer so bezeichnet wurde. Und er schlief im Heu oder einem Heuhaufen. In dieser Folge lebt er einfach in einem Haus und schläft in einem Bett, das auch genau so quietscht wie ein normales Bett. Schade, bald hat Benjamin kaum noch „tierische Züge“.

Ich habe lange überlegt, woher ich die Stimme von Josefine kenne, inzwischen bin ich mir sehr sicher, dass hier Karin Buchholz zu hören ist, die einst auch die Blocksberg-Nachbarin Frau Kohl sprach. Butler James bekommt seine Stimme von Frank Muth geliehen und ich frage mich, ob er überhaupt schon einmal in der Serie zu hören war. Wenn nicht, dann ist es schon schade, er hat mir gut gefallen. An Rüdiger Evers als Zoodirektor Tierlieb habe ich mich noch immer nicht gewöhnt, er ist einfach meilenweit weg von dem „alten“ Herrn Tierlieb.

Musikalisch und in Sachen Geräusche ist diese Folge genau wie ihrer „Kollegen“ von eher solider Natur. Das Titellied, eine ordentliche Geräuschkulisse mit den nötigsten Klängen, mehr ist es nicht. Eine Aufnahme von echtem Katzenmiauen ließ sich offenbar nicht finden, da sind ganz klar wieder Menschen am Werke, wobei es dieses Mal ganz erträglich klingt.

Ich möchte erleben, wie sich Benjamin in dieses Bett legt! Das Krachen höre ich schon so. Auch auf dem Cover hat das Elefantenhaus also auch nichts mehr von einem Elefantenhaus. Ich finde es wirkt schon fast wie ein Palast mit dem Kamin im Hintergrund. Also nein, das geht klar zu weit.

Fazit:   Nicht schlecht, zumal es mir schon gefällt, dass in dieser Folge so einiges an Wissen über Katzen vermittelt wird. Kindgerecht und in kleinen Häppchen. Aber ganz ehrlich: auch wenn ich weiß, dass der Sektor „Berufe“ schon abgegrast sein dürfte, ich möchte mal wieder eine Berufe-Folge hören, oder ein echtes Abenteuer. Früher hat man auch in solchen Geschichten problemlos Wissen an die Kinder gebracht.

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