Sherlock Holmes & Co. (01) – Das Geisterhaus

Titel: Sherlock Holmes & Co. (01) – Das Geisterhaus / Verlag: Romantruhe Audio / Laufzeit: ca. 70 min / Sprecher:  Charles Rettinghaus, Florian Halm, Bernd Vollbrecht, Silke Haupt, Sascha Rotermund u.a.

InhaltSpukt es im Haus des reichen Gutsherren Harold Stern? Seit mehreren Wochen machen ihm unheilvolle Geistererscheinungen das Leben zur Hölle. Der blutüberströmte Hengst „Stardust“, mit dem seine Frau vor kurzem tödlich verunglückt ist, galoppiert reiterlos durch seinen Vorgarten. Immer wieder hört er die Stimme der toten Mrs. Stern, die ihn aus dem Jenseits anruft und des Mordes bezichtigt. Handelt es sich um echte, paranormale Phänomene oder bloß um einen dummen Streich? Die letzte Rettung ist ein ehemaliger Schulfreund seines Sohnes, den er wegen seiner eigenwilligen Marotten nie ausstehen konnte. Aber nur er wird Licht ins Dunkel bringen können. Sein Name ist Sherlock Holmes. Gerade erst mit Dr. John Watson zusammengetroffen, begibt sich der viktorianische Meisterdetektiv nach „Hoxley on the Green“ und nimmt das „Geisterhaus“ genauer unter die Lupe.


Als Hörspiel ist dies meine zweite Begegnung mit Holmes und Watson. Was ich hier gehört habe, das hat mir wirklich gefallen. Holmes und Watsons erstes Zusammentreffen wird geschildert und beide wirken hier ausgesprochen jung. Diesen Eindruck hatte ich von den beiden in meiner Vergleichs-Serie nie, daher konnte „Das Geisterhaus“ in dieser Hinsicht schon mal klar punkten. Der vergleichsweise lockere Ton -man muss ja berücksichtigen, dass die Storys nicht im Heute spielen- unterstreicht diesen Eindruck zusätzlich, was die Handlung unterhaltsam macht und dynamisch wirken lässt.

So macht es Spass, Holmes bei seinen Ermittlungen praktisch über die Schulter zu schauen. Sehr komplex ist der Fall zwar nicht, aber für mich hat genau das auch das Flair eines „alten“ Detektivhörspiels ausgemacht, das diese Folge trotz der jugendlich wirkenden Hauptcharaktere klar ausstrahlt. Das hat Charme und wird gerade den Kassettenkindern sehr gefallen. So ging es mir jedenfalls, und ich gehöre auch dazu 😉

Charles Rettinghaus und Florian Halm leihen dem Meisterdetektiv und seinem Assistenten ihre Stimmen und verleihen ihnen diesen bemerkenswert jugendlichen Ton. Mir hat ganz besonders Florian Halm als Watson gefallen, da ich seine klare und ruhige Stimme und Sprechweise sehr mag. Dafür bringt Charles Rettinghaus Holmes Eigenwilligkeit sehr gut rüber. Mit diesen beiden Sprechern sind genau die Stimmen am Start, die Holmes und Watson auch im aktuellen Film ihre Stimmen leihen. Auch an den übrigen Sprechern gibt es nichts auszusetzen, was aber bei Namen wie beispielsweise Sascha Rotermund, Bernd Vollkbrecht und Wolf Frass nicht weiter verwunderlich ist.

Hinsichtlich der Untermalung hat die Folge bei mir einen zweigeteilten Eindruck hinterlassen. Einerseits finde ich es wirklich toll, dass für eine solch „alte“ Geschichte nicht auch eine Musikkulisse gewählt wurde, die locker das gleiche Alter auf dem Buckel haben könnte. Andererseits gibt es aber auch Stücke, die nicht so recht zur entsprechenden Szene passen wollen. Die Idee aber, vom Holmes-Typischen Abstand zu nehmen, geht völlig in Ordnung.

Das Geisterhaus auf dem Cover ist zwar her ein Geisterschloss, aber dass dort ein Geist umgehen könnte, das kann man sich schon vorstellen. Sehr interessant ist das Innere des Booklets, in dem man einiges über den Werdegang der Figur Holmes erfährt.

Fazit:   Der Start in die neue Serie der Romantruhe ist mit dieser Folge sehr gut gelungen. In diesem Stil lobe ich mir Detektivgeschichten des älteren Semesters. Interessant und unterhaltsam mit gut aufgelegten Sprechern, das kann sich hören lassen.

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