Goldagengarden (04)

Titel:  Goldagengarden (04) / Verlag: Zaubermond Verlag / Laufzeit:  ca. 45 min / Sprecher:  Gerlach Fiedler, Gisela Trowe, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Brigtte Grothum, Philipp Moog, Peter Schiff u.a.

InhaltDie Leiche des schwedischen Kunstsammlers Peer Johannesson wurde bisher nicht gefunden. Aber sein Testament. Es ist ein Rätsel in Gedichtform, das Chap Hillman, Tore Poulsen und Kerl Geddis lösen müssen um an ihr „Erbe“ zu gelangen. Gelingt es, werden sie noch etwas ganz anderes finden- etwas, an dem auch jemand anderes und bisher Unbekanntes großes Interesse zu haben scheint, denn die Kommissare Hanna Fridlund und Nild Edmundson haben bereits zwei Morde aufzuklären. Das Rätsel führt an ein und denselben Ort: ein Haus…weit draußen.


Die Suche nach dem Erbe hat die drei Erben inzwischen zum entlegenen Haus des verstorbenen Kunstsammlers geführt und obwohl hier durch einen Paketzusteller ein wenig Licht ins Dunkel kommt, so warten hier auch gleich wieder die nächsten Fragen. Das ist der eine Grund, weshalb die Folge in Sachen Spannung keine Abstriche macht. Zum zweiten ist man als Hörer zweien der Erben aber auch in einer gewissen Hinsicht klar voraus, weil man etwas mehr über den dritten Erben weiß als sie. Da bleibt es interessant, wie sich diese Tatsache noch entwickeln wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben werden.

Dass es Folgen haben wird, das wird schon in dieser Episode klar, denn der Mörder hat hier einen weiteren und auch durchaus dramatischen Auftritt. Ausgerechnet kurz darauf endet die Folge, so dass einem als Hörer eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt als hibbelig auf die Fortsetzung zu warten.

Seitens der Sprecher wird ebenfalls wieder einwandfrei Arbeit geleistet. An Gabriele Leidloff als Komissarin habe ich mich inzwischen gut gewöhnt, mittlereile gehört sie mit ihrer ruhigen, souveränen aber nicht ganz humorlosen Stimme zu meinen Favoriten.  Wie bereits erwähnt ist der Killer mit von der Partie, also ist auch Udo Schenk zu hören, und er vermittelt einem das Bild eines absolut erbarmungslosen Mörders. Bis in die kleinste Nebenrolle sind hier Könner am Werk.

Was die Untermalung anbetrifft, so bleibt auch diese Folge dem eher minimalistischen Stil treu. die einfachen Trommelstücke verfehlen ihre Wirkung nicht und tragen ihren Teil zum Spannungsaufbau bei. Was mich aber beim Ton an sich gestört hat, das ist die Tatsache, dass gerade in Dialogen mit Marco Göllner alias Chap Hillman die Lautstärke sehr schwankt. Die anderen Sprecher versteht man sehr gut, um seinen Part zu hören muss man mitunter schon mal die Anlage lauter einstellen.

Und auch in Sachen Layout ist nichts verändert worden. Eine ungewöhnliche Optik mit zusammengestückelten Motiven. Im Inneren des Booklets findet man dafür aber auch eine Darstellung des Globus. Hinter allen Motiven liegt eine eigenartige Struktur und auch wenn ich noch nie vor einem wirklich alten Gemälde gestanden habe…vielleicht sieht alte Leinwand irgendwann so aus? Das würde zur Serie passen.

Fazit:   Ich freue mich schon auf die obligatorischen Umfragen zum Jahresende nach den persönlichen Hörspiel-Highlights des bald vergangenen Jahres. Da wird „Goldagengarden“ ganz sicher vornean stehen.

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