Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (01) – Eine Unze Radium

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Agustus van Dusen (01) – Eine Unze Radium/ Verlag: Folgenreich / Universal/ Laufzeit: ca. 50 min / Sprecher:  Friedrich Bauschulte, Klaus Herm, Klaus Miedel, Rolf Marnitz u.a.

InhaltAus seinem fensterlosen Labor, das von keinem Menschen betreten wurde und dessen einzige Tür unter ständiger Beobachtung stand, ist eine Unze Radium im Wert von drei Millionen Dollar verschwunden. Unmöglich! meint Prof. Dexter. Sein berühmter Kollege van Dusen ist indigniert. Sein Wahlspruch lautet: Nichts ist unmöglich und so macht sich der große Kriminologe daran, das mysteriöse Geschehen aufzuklären.
Komplikationen treten auf: Eine unbekannte Französin macht sich verdächtig, im Hafen wird eine Frau erstochen aufgefunden, die Spur führt ins Artisten-Milieu, zu einem geheimnisvollen Monsieur Bertrand …


Es war 1978, da ermittelte Prof. van Dusen zum ersten Mal. Damals noch im Radio. Nun hat er es bei Folgenreich auf CD geschafft, as die Fans der „Denkmaschine“ sicher freut.  Im Jahr der Radiofassung erblickte ich gerade erst das Licht der Welt, weshalb van Dusen mir erst jetzt zum ersten Male begegnet ist. Es war eine unterhaltsames und interessantes erstes Treffen. Folge 1 erinnert sehr an diese Mitrate-Krimis, die man gelegentlich in Zeitschriften findet und an deren Ende die Auflösung dann kopfrum nachzulesen ist.

Ein nicht unbedingt spektakulärer Fall und keine sehr komplexe Handlung mit überschaubarer Personenanzahl, bei dem man als Hörer aus genau diesen Gründen leicht mitknobeln kann. Gelegentlich blitzt auch ein sehr ezenter Humor durch. Das macht Spass und durch das Flair eines alten Krimis -die Handlung spielt um 1902 herum- ist es eine schöne Abwechslung zu aktuellen, modernen Krimis. Kultig ist es sowieso.

Die Sprecherbesetzung hat mich schon seit der Ankündigung begeistert. Denn auch wenn es hier mit Lieselotte Rau, die der überheblichen Madame du Chateau-Neuf ihre Stimme leiht, und mit Rolf Marnitz als Detektiv Caruso, Sprecher zu hören gibt, die mir absolut neu sind, so sind auch Stimmen dabei, die mir nur zu bekannt sind. Friedrich W. Bauschulte spricht beispielsweise den hochintelligenten und auch sehr von sich selbst eingenommenen van Dusen, und bringt dessen Charakter glasklar rüber. Klaus Miedel zeichnet mit seiner Interpretation des kleinwüchsigen Artisten ein eindeutiges Bild dieser Person.  Somit lege ich Fans von Herrn Schmeichler und Dr. Muffel aus „Benjamin Blümchen“ die Reihe ebenso ans Herz, wie denen die sich für den französischen Weihnachtsmann aus „Bibi Blocksberg“ begeistern können 😉

Woher nur kommt mir das so bekannt vor? Ein Titellied, das das Hörspiel einläutet, und danach kaum noch etwas an Untermalung, gerade die allernötigsten Geräusche, ansonsten liegt es alleine an den Sprechern, den Hörer zu unterhalten. Ich hätte nie gedacht, dass man Stille so deutlich hören kann, aber es geht. Gestört hat es mich nicht einen Moment, Sprecher und Handlung lassen es einen gar nicht vermissen.

Hoffentlich weckt das Cover bei potenziellen Käufern keine falsche Erwartungen, denn „van Dusen“ ist kein Cartoon-Hörspiel. Mir ist das Motiv jedenfalls zu comicartig, da hätte ich mir etwas anderes gewünscht, etwas das darauf hinweist, welches Alter die Geschichten schon auf dem Buckel haben. Dafür ist das Booklet ein Blättern wert, da man dort viele Hintergrundinformationen über die Hörspiel-Serie findet.

Fazit:   Ein unüberhörbar kultiges Krimi-Hörspielvergnügen, das mir sehr gut gefallen hat. Eine klare Empfehlung, nicht nur den Fans der früheren Radio-Reihe.

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