Goldagengarden (05)

Titel:  Goldagengarden (05) / Verlag: Zaubermond Verlag / Laufzeit:  ca. 39 min / Sprecher:  Gerlach Fiedler, Gisela Trowe, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Brigtte Grothum, Philipp Moog, Peter Schiff u.a.

InhaltPeer Johannesson regelte seinen Nachlass auf ungewöhnliche Weise. Seine gesamte illegal erworbene Kunstsammlung ließ er in alle Welt verschicken. Zurück an die Lute, die ihm die Stücke einst beschafften. Aber ein bestimmtes Gemälde will er den rechtmäßigen Besitzerin zurückgeben. Doch er hat es versteckt. Und die viel von hm bestimmten „Erben“ sollen es finden. Aber von diesen sind nur noch zwei am Leben. Denn ein unbekannter Attentäter ist dem Bild offenbar ebenfalls auf der Spur – und bereit, dafür über Leichen zu gehen.


Die von Peer Johannesson mit dem Gedicht angezettelte Schnitzeljagd nach dem Erbe tritt in dieser Folge etwas in den Hintergrund. Hier geht es in erster Linie darum, neue Erkenntnisse zu sammeln und bereits bekannte Informationen zu deuten. Sowohl auf Seiten der beiden verbliebenen Erben, als auch seitens der Polizei. Das nimmt anfänglich zwar etwas Tempo aus der Handlung, macht sie aber keineswegs uninteressant, denn als Hörer hat man ja auch seit Anfang her mitgerätselt, was es mit diesem umkämpften Erbe auf sich haben könnte. Und so lauscht man dieser Folge ebenso gebannt wie auch ihren Vorgängern.

Außerdem wirft sie auch einige neue Fragen auf und der Killer tritt hier ebenfalls groß in Aktion, was Spannung in die Sache bringt. So ist es auch die Schluss-Szene mit dem Mörder, die  der Folge von einer Sekunde auf die andere wieder Tempo verleiht. Und bislang ist der Cliffhanger hier der fieseste, der mir in der Serie bisher begegnet ist. Das schreit förmlich nach der Fortsetzung!

Santiago Ziesmer mal in der Rolle eines Polizisten zu hören, das ist schon etwas Ungewöhnliches. Ihn verbindet man ja sonst eher mit ganz anderen Rollen. Aber er beweist, dass er durchaus auch solche Parts überzeugend meistert.  Udo Schenk gibt erneut einen wunderbar bösen Killer. Einfach genial, wie in seiner stets ruhigen Stimme immer auch die Gefahr mitschwingt, die von ihm ausgeht. Philipp Moog macht Thore Paulsen mit seiner klaren und sympathischen Stimme zu meinem Favoriten unter den Erben, da er ihn so intelligent und bedacht wirken lässt. Wobei natürlich Marco Göllners meist fast geflüsterte Redeweise, auch Hillman zu einem äußerst interessanten Charakter macht, bei dem ich gespannt bin, welche Überaschung er dem Hörer noch präsentieren wird.

Neben den bereits vertrauten Musiken sind hier im Hintergrund auch mal dumpfe, wummernde Klänge zu hören, die teilweise an das Schlagen eines Herzens erinnern, was der Spannung sehr zuträglich ist. Schneidende, bohrende Klänge dann und wann unterstreichen die Thriller-Atmosphäre. Es geht also etwas gemischter zu als bisher, was der Story aber bestens steht.

Im Booklet findet man dieses Mal Abbildungen von alten Gemälden, in denen einige Sprechernamen stehen. Da könnte man fast meinen, man sehe da Bilder der Personen, eben halt auf sehr alt getrimmt.

Fazit:   Spannend, sauspannend, ein anderer Begriff fällt mir dafür einfach nicht ein. Und bislang äußerst intelligent durchdacht. Danke, dass zwischen den einzlnen Folgen immer nur eine Woche liegt. Den Hörer länger auf die Fortsetzung warten zu lassen, käme Folter gleich.

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