Die letzten Helden (06) – Das Tor der Toten

Titel:   Die letzten Helden (06) – Das Tor der Toten / Verlag:   Holysoft Sprecher:   Dietmar Wunder, Kim Hasper, Wolfgang Bahro, Klaus D. Klebsch, Gisela Fritsch u.a.

InhaltDer erste Schritt zum geheimnisvollen Konzil der Elemente ist die Erschaffung eines Seelenvertrauten. Der letzte Schritt führt den Suchenden durch das Tor der Toten. Ein letzter Schritt, der den Magier X und seinen Begleiter Amon von Falkenfels vor ein schier unlösbares Problem stellt, denn das Tor der Toten können nur Tote durchschreiten. Doch bevor sie sich der Lösung stellen können, verschlägt es die Gefährten zurück in die durch das Imperium überrannte Grafschaft Falkenfels und dort finden sie den im Sterben liegenden Grafen Falkenfels, Amons Vater. Vor Trauer und Wut dem Wahnsinn nahe, beginnt Amon an der Aufrichtigkeit seines Begleiters zu zweifeln, denn alle Zeichen auf den geheimen Drahtzieher des Anschlags und den Mörder seines Vaters deuten auf seinen Gefährten, den Magier X…!


Diese Etappe so kurz vor dem Ziel hat es für Sir X, Amon und Eye noch mal so richtig in sich. So geht es zunächst zurück in Amons Heimat, die Grafschaft Falkenfels, wo eine böse Überraschung auf Amon wartet: sein sterbender Vater. Doch damit beginnt das Grauen für den „Schwertschwinger“ erst. Denn ihn suchen unheimliche Visionen heim, die ihm zeigen, dass ausgerechnet Sir X dafür verantwortlich sein soll. Das sät natürlich auch beim Hörer für Zweifel und Misstrauen und man erkennt, dass man über den Magier bislang eigentlich sehr wenig weiß. Da ist es schon spannend zu verfolgen, ob und wie sich diese Frage schließlich auflöst. Und auch das Tor der Toden an sich stellt eine Herausforderung dar, zumal es eben nur Tote durchschreiten können. Ich habe es weder Sir X noch Amon zugetraut, die eigentlich nur logische Konsequenz daraus zu ziehen, blieb aber doch die ganze Zeit unsicher.

Mir hat besonders die Beschreibung des Totenreichs und seiner „Bewohner“ gefallen. Schön phantasievoll, mit deutlicher Anlehnung an mythologische Schilderungen, aber auch an sehr moderne Vorstellungen von lebenden Toten. Dank einiger pfiffiger Sprüche wechseln sich sogar an diesem finsteren Ort düstere Szenen mit unterhaltsamen Momenten ab.
Allerdings finde ich schon, dass man aus dieser Folge bequem zwei hätte machen können, mir kam sie sehr lang vor. Nicht langweilig, aber eben lang. Vermutlich weil die Handlung um Amons Visionen und Sir X‘ Vergangenheit schon ein recht klares Ende finden, ehe es daran geht, das Tor der Toten zu durchschreiten.

Aus dem Sprechercast jemanden speziell hervorzuheben, das ist bei dieser Serie müßig. Hier sind einfach Könner am Werke und Aussetzer sind mir noch in keiner Folge begegnet. Gefreut habe ich mich über ein Wiederhören mit Wolfgang Bahro alias Draco, und die kleine Rolle der Eva, die eine meiner Lieblingssprecherinnen übernimmt, nämlich Gisela Fritsch. Klaus Dieter Klebsch als Albin Adersin ist ebenfalls wieder mit von der Partie, womit ein weiterer Sprecher-Favorit von mir zu hören ist.

Zur vorigen Folge gehörte eine eigene CD mit einem Soundtrack und das war natürlich nicht ohne guten Grund so. Was man in dieser Serie und somit auch in Folge 6 zu hören bekommt, das ist schlichtweg vom Feinsten. Die Untermalung verleiht mit jedem Ton Fantasy-Flair und Atmosphäre. Eine ausgefeilte Geräuschkulisse ergänzt diesen Bereich, so dass es hier nichts zu bemängeln gibt.

Das Covermotiv ist dieses Mal nicht so ganz mein Fall. Der Drache im Mittelpunkt wirkt zwar sehr imposant, aber der Rest des Bildes ist mir zu wirr ausgefallen. Mir haben die klaren Cover der vorigen Folge besser gefallen. Dafür weiß das Innere des Booklets mit einem ausführlichen „Was bisher geschah“, einem Ausblick auf den zweiten Akt der Serie und weiteren Informationen und zahlreichen Bildern zu punkten.

Fazit:  Abgesehen davon, dass ich mir diese Geschichte gut in zwei Folgen vorstellen könnte, gibt es nichts daran auszusetzen. Spannend, phantasievoll, unterhaltsam, schaurig, mysteriös…ich warte ja nur darauf, dass bei einem der Helden noch die Liebe einschlägt, dann hätte die Reihe wirklich alle nur denkbaren Facetten inne.

1 Comment

Add a Comment
  1. Kurze Frage dazu… Was ist denn daran verkehrt, die doppelte Menge Hörspiel zu bekommen? Ich stimme zu, diese Folge ist eigentlich Zwei in Eins. Und ziemlich genau beim CD-Wechseln tritt auch die Grenze auf. Also ich beklage mich wahrlich nicht darüber, wenn ich statt 20 Euro für 2 Folgen nur 15 Euro für 2 Folgen zahlen muss 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: