Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (02) – Das sicherste Gefängnis der Welt

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Agustus van Dusen (02) – Das sicherste Gefängnis der Welt / Verlag: Folgenreich / Universal/ Laufzeit: ca. 50 min / Sprecher:  Friedrich Bauschulte, Klaus Herm, Klaus Miedel, Rolf Marnitz u.a.

InhaltNichts ist unmöglich!« meint Prof. van Dusen; ein intelligenter Mensch könne sich sogar aus einem schwerbewachten Gefängnis herausdenken. Sein Gesprächspartner, Gefängnisdirektor Ransome, nimmt ihn beim Wort. Eine Wette wird abgeschlossen, und van Dusen findet sich in der Todeszelle wieder, in Einzelhaft, unter verschärften Bedingungen. In einer Woche muss er in Freiheit sein.Natürlich gelingt ihm das fast unmögliche Unterfangen. Wie er es anstellte, mit welchen Tricks und Täuschungsmanövern er Gitter und Mauer überwand, das enthüllt er dem verblüfften Ransome bei einem exklusiven Champagner-Diner.


War „Eine Unze Radium“ noch ein „echter“ Krimi, so gilt das für diesen Teil nicht unbedingt. Der Professor ist überzeugt davon, das nichts unmöglich ist…nicht mal die Flucht aus dem sicherten Gefängnis der Welt. Den Beweis tritt er dafür nur zu gerne von einer Minute auf die andere an und als Hörer darf man erleben, wie er diese Unmöglichkeit tatsächlich schafft. Das ist ganz interessant und meist auch ganz unterhaltsam, aber eben kein Krimi mit einem Opfer und einem Mörder, der entlarvt werden muss. Mitknobeln kann man aber trotzdem ein wenig, immerhin erfährt man ja, was dem Professor an „Hilfsmitteln“ zur Verfügung steht. Genau zu dem richtigen Schluss kann man aber nicht kommen. Trotzdem hat mir die Geschichte Spass gemacht und die knapp 50 Minuten Spielzeit sind wie im Fluge vergangen.

Eine vergleichsweise kleine Gruppe an Sprechern ist in dieser Folge zu hören. Da man aber die meiste Zeit der Geschichte ohenhin mit van Dusen alleine in dessen Zelle ist, gibt es auch gar keinen Raum für Scharen von Personen. Friedrich W. Bauschulte hat folglich auch den größten Part inne, den er aber absolut überzeugend und souverän meistert. Klaus Herm als van Dusens Adlatus Hutchinson Hatch ist natürlich ebenfalls wieder mit von der Partie und in weiteren Rollen sind u.a. Georg Corten, Evan Manhardt und Dieter Ranspach zu hören, die durch die Bank ein Hörvergnügen sind.

Musikalisch geht es ebenso dürftig zu wie schon in der ersten Folge, dafür bekommt man eine ganz ordentliche Geräuschkulisse zu hören, die die einzelnen Szenen anschaulich machen. Die wenigen Stücke, die zum Einsatz kommen, präsentieren sich sehr leise und düster, was zur Gefängniszelle ganz gut passt. Aber eins sei noch angemerkt: Ratten quietschen nicht dauernd, sondern nur wenn sie Schmerzen haben.

Ach, waren das noch Zeiten als Gefängnisse so aussahen wie zu van Dusens Zeit. Somit passt der Mauerausschnitt aus mit dem schmalen Gitterfenster ganz gut zur Geschichte. Trotzdem ist mir auch dieses Cover zu sehr Cartoon. Der detailreiche Hintergrund rettet da ein wenig raus.

Fazit: Kein Krimi im eigentlichen Sinne, aber ebenso spannend und unterhaltsam. Das hätte ich der Handlung dem Klappentext nach gar nicht zugetraut, aber das Hörspiel hat mich vom Gegenteil überzeugt.

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