Biss zur Mittagsstunde – ungekürzt- (Stephenie Meyer / Annina Braunmiller)

Titel:   Biss zur Mittagsstunde/ Verlag:   Silberfisch / Laufzeit:   ca. 874 min / 11 CDs / Buch:   Stephenie Meyer / gelesen von:   Annina Braunmiller

Inhalt:   Er war weg. Obwohl ich wusste, dass es keinen Sinn hatte, folgte ich ihm mit wackligen Beinen in den Wald. Seine Spur war augenblicklich ausgelöscht worden. Es gab keine Fußabdrücke, die Blätter waren wieder unbewegt, doch ohne nachzudenken ging ich weiter. Ich konnte nichts anderes tun, ich musste weitergehen. Wenn ich aufhörte, nach ihm zu suchen, wäre es vorbei. Die Liebe, das Leben … alles vorbei


Drehte sich im ersten Teil noch alles um die (beginnende) Liebe zwischen Edward und Bella und kündigte sich erst zum Ende hin an, unter welchem schlechten Stern sieht steht, so bleibt dem zweiten Teil nur wenig von der rosaroten Brille, durch die vor allem Bella bisher geschaut hat. Ein Vorfall an Bellas Geburtstag hat weit reichende Konsequenzen. Mt seinem Abschied bricht Edward ihr beinahe das Herz und über der ganzen Erzählung liegt fortan eine dumpfe, traurige Atmosphäre, bei der man als Hörer wirklich mit Bella leidet. Doch dann macht sie eine ungewöhnliche Entdeckung und bringt sich immer wieder in gefährliche Situationen, die einen wirklich an ihrem Verstand zweifeln lassen. Außerdem hat man natürlich auch Angst um Bella. Da ihr meist Jacob zur Hilfe kommt, mischt auch diese Komponente mit in die Geschichte hinein. Ob Jacob nicht doch die bessere Wahl für Bella wäre? Da ist es leicht vorstellbar, wie sich diese Aufteilung in „Team Edard“ und „Team Jacob“ bei den Fans ergeben hat, denn wenn Bella mit Jacob zusammen ist, dann spürt man schon, dass da etwas zwischen ihnen ist. Ein „Missverständnis“ treibt die Turbulenzen schließlich auf den Höhepunkt. Bella muss Edward retten, was ein gefährliches Unternehmen ist, bei dem sie auf die Volturi trifft. Hier wird es dann richtig spannend und man merkt deutlich, dass in diesen Szenen auch die Weichen für den Fortgang der Geschichte gestellt werden.

Dass man sich so gut in Bella einfühlen kann, das liegt natürlich zum großen Teil daran, dass Annina Braunmiller auch diesen zweiten, ungekürzten Teil der Saga eingelesen hat. Bellas Film-Stimme nimmt man die Traurigkeit automatisch besser ab. Und auch Bellas Verbissenheit bei ihren halsbrecherischen Aktionen und dem Gefühlstohuwabohu in Italien vor den Volturi wirken so deutlich intensiver und glaubhafter.

Erneut bekommt der Twilight-Fan die 11 CDs in einer sehr schönen Box geboten. Als Covermotiv wurde bei diesem zweiten Teil eine schöne, rot-weiße Blume verwendet, womit eine typische Vampir-Farbe vertreten ist. Ein Booklet liegt selbstverständlich ebenfalls wieder bei.

Fazit:  Liebe, Traurigkeit, Spannung, Gefahren und ein Gefühlschaos…dieser zweite Teil ist -für mich- der beste der Reihe, da er zeigt, dass die Saga durchaus mehr zu bieten hat als nur Liebes-Kitsch. Hier geht es rund und da diese Lesung ungekürzt ist, erlebt man alles genau so gut mit wie beim Lesen des Buches.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: