Professor Dr. Dr. Dr. Agustus van Dusen (03) – Mord bei Gaslicht

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Agustus van Dusen (03) – Mord bei Gaslicht/ Verlag: Folgenreich / Universal/ Laufzeit: ca. 50 min / Sprecher:  Friedrich Bauschulte, Klaus Herm, Wolfgang Condrus u.a.

InhaltMr. Henley, stadtbekannter Playboy, hat Angst: Schon dreimal, so erzählt er Prof. van Dusen, hat man versucht, ihn umzubringen, durch Manipulation an der Gasbeleuchtung in seinem Schlafzimmer, zu dem in den fraglichen Nächten niemand sonst Zugang hatte. Ein Motiv gibt es nicht alles in allem ein höchst rätselhafter Fall, wie geschaffen für die »Denkmaschine«, die sich denn auch mit Feuereifer ans Werk macht. Die Ereignisse überstürzen sich: In der Wohnung direkt neben Henley stirbt eine Zofe an Gasvergiftung auf Henley wird ein Schuss abgefeuert und der Professor versammelt alle Beteiligten, um in unnachahmlicher Manier die überraschende Lösung zu präsentieren.


Müsste ich meinen Favoriten unter den ersten vier Folge nennen, dann würde ich mich wohl für diese Episode entscheiden. Sie hat einfach alles, was ich von einem Krimi in alter Tradition erwarte. einen interessanten Fall, der zu Mitraten einlädt, eine überschaubare Personenanzahl, die die Anzahl an Verdächtigen einschränkt und auf die man sich beim Knobeln beschränken kann, und auch einen überschaubaren Schauplatz, dem Haus, in dem der ängstliche Mr. Henley lebt. Das sind natürlich auch für van Dusen die optimalen Voraussetzungen und er macht sich auf bewährte Art und Weise daran, den Fall aufzulösen. Geradezu akribisch was die kleinsten Kleinigkeiten angeht und mit bemerkenswertem Kombinationstalent. Das Ende bietet dann nach einigen Wendungen noch mal eine echte Überraschung und so kann diese Folge auf ganzer Linie überzeugen.

In dieser Folge ist mir besonders aufgefallen, wie gut Klaus Herm alias Hutchinson Hatch die Aufgabe bewältigt, einerseits sich selbst in der Geschichte zu sprechen, andererseits aber auch den Part des Erzählers zu übernehmen. Wolfgang Condrus übernimmt die Rolle des Mr. Henley und bringt sie Angst und Nervosität dieses Charakters sehr gut rüber. Jürgen Thormann in der Rolle des Hausverwalters Peter Crippen ist ein reines Vergnügen, wie er da eine Phrase nach der anderen drischt und die Quasselstrippe mimt.

Das Titelstück kommt wie immer recht bombastisch rüber so im Verhältnis zu den Melodien, die dann während der Geschichte zu hören sind. Die fallen erneut ruhig und dezent aus, was der Stimmung der Story aber sehr zuträglich ist. Alles in allem verleihen sie ihr zusammen mit einer ordentlichen Geräuschkulisse genau das richtige Flair eines solch klassischen Krimis.

„Mord bei Gaslicht“ – eine Gaslampe. Welches Covermotiv könnte passender sein? Schön finde ich aber vor allem die kleinen Puzzlestücke an den Ecken, die einem Krimi im übertragenen Sinne gut stehen. Ein Wort noch zu der van Dusen – Figur auf der Rückseite des Booklets. Ich finde die Darstellung ja wirklich knuffig, aber hätte sie einen Schnabel, dann hätte man hier Dagobert Duck vor sich.

Fazit:   In meinen Augen die stärkste Folge um die Denkmaschine. Spannend, unterhaltsam, ideal zum Mitraten und mit einem überraschenden Ende.

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