Professor Dr. Dr. Dr. Agustus van Dusen (04) – Der Mann, der seinen Kopf verlor

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Agustus van Dusen (04) – Der Mann, der seinen Kopf verlor / Verlag: Folgenreich / Universal/ Laufzeit: ca. 50 min / Sprecher:  Friedrich Bauschulte, Klaus Herm, Klaus Miedel, Rolf Marnitz u.a.

InhaltDen Kopf hat er genaugenommen nicht verloren, der gut gekleidete Unbekannte, der bei Prof. van Dusen vorstellig wird. Was ihm fehlt, sind Gedächtnis und Erinnerung. Er weiß nicht, wer er ist, wie er heißt, wo er herkommt und die zehntausend Dollar in fortlaufend nummerierten Scheinen in seiner Jackentasche sind ihm ebenfalls ein Rätsel. Induzierte Amnesie mit kriminellem Hintergrund, vermutet der Professor. Unterstützt vom »kriminologischen Laufburschen« Hutchinson Hatch enthüllt er eine unglaubliche Intrige in der Welt der Hochfinanz.


Der Titel kommt deutlich effekheischender daher als es dann nachher tatsächlich zugeht. Denn selbstverständlich hat besagter Mann nicht seinen Kopf verloren, sondern „nur“ sein Gedächtnis und weiß nichts mehr über sich selbst. Das ist für van Dusen natürlich eine Herausforderung, die er auch gerne annimmt und so macht er sich daran, dem Mann bei der Suche nach sich selbst zu helfen. Das mag nun vielleicht nicht unbedingt nach einem Krimi klingen und zunächst ist es auch keiner, aber natürlich steckt hinter diesem Mann ohne Erinnerung noch etwas ganz anderes. Auch in dieser Folge erlebt man wieder, wie clever van Dusen ist und wie intelligent er die Aufgabe angeht. Da kann man tatsächlich nur staunen, auch wenn einige der Nachforschungen heute kaum mehr möglich sein dürften. Da scheinen es die Amateuer-Kriminologen früher leichter gehabt zu haben. Nach und nach ergibt sich ein Bild, an dem man als Hörer auch ein wenig selber mitpuzzeln darf -wobei es ab einer bestimmten Szene schon recht vorhersehbar wird- und am Ende bekommt man dann von van Dusen den exakten Hergang der Ereignisse geboten. Alles natürlich auf bewährt unterhaltsame Weise.

Das Hörspiel wird von einer tollen Sprecher-Garde zu Gehör gebracht. Allen voran natürlich von Klaus W. Bauschulte und Klaus Herm, doch auch in den kleineren Rollen leistet sich niemand einen Schnitzer. Gerd Duwners Stimme vermittelt einem zusammen mit der Beschreibung dieses Charakters ein klares Bild von dem Pokerspieler Manning. Lothar Blumhagen leiht dem gedächtnislosen Mann seine Stimme und schafft es spielend, in dieser Ahnungslosigkeit zu überzeugen. van Dusens Diener James wird von Joachim Pukaß gesprochen, den ich noch nie in einer solch ruhigen, wortkargen Rolle gehört habe. Ich hätte sie ihm auch nie zugetraut, sonst kennt man ihn ja genau anders.

Kaum Musik, aber eine ordentliche Geräuschkulisse, die die Atmosphäre der verschiedenen Schauplätze gut transportiert, somit ist also auch in diesem Bereich alles beim bewährten Alten, das der Geschichte sehr gut steht.

Das Cover hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Die kopflose Gestalt am einen Ende des Labyrinths, der dazu gehörende Kopf am anderen, das hat was. So kann man die Handlung natürlich auch darstellen. Vor allem aber entspricht die Darstellung dem Titel.

Fazit:   Auch die vierte Folge hat mir wieder sehr gut gefallen. Recht spannend, sehr unterhaltsam und charmant. Bleibt zu hoffen, dass van Dusen bei vielen Hörern so gut ankommt und die Serie fortgesetzt wird.

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