Gruselkabinett (49) – Der weiße Wolf

Titel:   Gruselkabinett (49) – Der weiße Wolf/ Verlag Titania Medien / Laufzeit:   ca. 68 min / Sprecher:  Frank Gustavus, Bettina Weiß, Max Felder, Nicolas Artajo, Petra Barthel u.a.

Inhalt: Das Harzgebirge um 1820: In den verschneiten Bergen des Harzes ist das Leben kein Zuckerschlecken. Gefahren drohen nicht allein von der Kälte und der Einsamkeit, sondern auch von den Wölfen, die sich zu Rudel formieren und die verstreut wohnenden Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Wer kann es da der kleinen Familie verdenken, dass sie einem Mann und seiner jungen Frau aus Transsylvanien Schutz vor den Wölfen in ihrem Haus anbieten…?


Wenn man sich die heutigen Werwolf-Geschichten so anschaut, dann kann man kaum glauben, dass Geschichten wie diese hier quasi die Grundlage dafür gestellt haben. Und doch sind alle Merkmale auch hier vertreten. So ist der Wolf natürlich ein bösartiges und gefährliches Tier und der Werwolf ist in seiner menschlichen Gestalt eine geradezu betörende Schönheit. Die Spannung dieser Geschichte entwickelt sich wunderbar nach und nach und auch wenn man als Hörer bald ahnt, wohin der Hase läuft, lauscht man ihr gebannt. Das Hörspiel transportiert auch sehr gelungen die Atmosphäre der menschenfeindlichen Gegend des Harzgebirges mit seinem hohen Schnee und der eisigen Kälte. Da fröstelt man beim Zuhören auch in der gut geheizten Wohnung so manches Mal. Eine andere Art Gänsehaut beschert einem die unüberhörbare Erotik, ohne die eine echte Werwolfs-Erzählung nicht auskommt.

Nicolas Artajo übernimmt hier sowohl den Part des Erzählers, als auch die Rolle des jungen Armin. Gerade als Erzähler hat er mir sehr gefallen, denn auch wenn er erwähnt, dass die Ereignisse bereits lange zurückliegen, so hört man ihm die Trauer darüber noch immer deutlich an. Kristina, die Werwölfin, wird von Petra Barthel gesprochen und klingt dabei mysteriös und erotisch. Gabrielle Pietermann in der Rolle der Marcella erweckt beim Hörer sofort Sympathie und Mitgefühl.

Die Untermlaung fällt einmal mehr eher dezent aus, wirkt so aber wunderbar und verstärkt die Atmosphäre der Geschichte. Besonders gelungen ist die Geräuschkulissen. Das Knirschen des Schnees, das Heulen des Windes und der Wölfe machen die Szenerie leicht vorstellbar und geradezu fühlbar.

Also wenn Kristina so aussieht wie die Dame auf dem Cover, dann frage ich mich, was die Männer daran so begeistert. Die Hände und die Augen wirken auf mich eher gefährlich als erotisch oder attrativ. Aber ich bin ja auch kein Mann.

Fazit:  Eine sehr schöne Schauergeschichte mit einer tollen Atmosphäre vor einer geradezu idealen Szenerie. Zu Gehör gebracht von wirklich tollen Sprechern. Grusel-Herz, was willst du mehr?

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