Die große Brocklaus – Das komplett erfundene Lexikon

Titel: Die große Brocklaus / Verlag: Random House Audio / Laufzeit: ca. 155 min / 2 CDs / Buch: Oliver Kuhn & Axel Fröhlich & Alex Reinwarth / gelesen von: Maren Kroymann, Stefan Jürgens, Herbert Feuerstein, Mirja Boes

InhaltDas lustigste Lexikon der Gutenberg-Galaxie.
Von A wie Akupaintur bis Z wie Zehn biblische Blagen. Drei begnadete Autoren haben das Wissen der Welt von morgen heute schon erschaffen! Man könnte auch sagen: Der gesamte Inhalt dieses Konversationslexikons ist komplett erfunden. Länder, Städte, Sehenswürdigkeiten, Politiker, Sportarten, Krankheiten und vieles mehr – „Die große Brocklaus“ schließt alle bisherigen Wissenslücken in einem Band.


Hörbuch-Hörer haben ja oft Favoriten unter den Sprechern, denen sie sogar lauschen würden, wenn sie das Telefon, ein Wörterbuch oder eben ein Lexikon vorlesen würden. Alle Fans von Herbert Feuerstein, Mirja Boes, Maren Kroymann und Stefan Jürgens können mit der „Brocklaus“ jetzt genau das genießen. Es ist zwar schon ein seltsames Gefühl, wenn man keine zusammenhängende Geschichte vorgelesen wird, sondern einzelne Begriffe mit den entsprechenden Erklärungen. Glücklicherweise hört man sich bei der „Brocklaus“ aber nicht von „Aal“ bis „Zypern“ an, sondern sehr amüsante Begriffe, die teilweise wirklich von Kreativität zeugen. Es ist allerdings wie immer bei humorvollen Hörbüchern, nicht jeder wird den passenden Sinn für Humor haben. So richtig gelacht habe ich -im Verhältnis gesehen- nur bei wenigen Begriffen, alle anderen fand ich aber zumindest ganz amüsant. Dafür dass die Begriffe frei erfunden sind, sind sie aber stets sehr wahr und treffend. Wenn ich drei Favoriten nennen müsste, dann diese „FAJ – Freiwilliges Asoziales Jahr“, „Die 10 biblischen Blagen“ und „Felez“ oder „Feles“.

Die vier Sprecher fühlen sich ja auch sonst im Comedy-Bereich sehr heimisch und so sind sie eine gute Wahl für die „Brocklaus“. Sie bemühen sich aber, recht neutral, eben nur „erklärend“, zu klingen, was aber gerade bei Mirja Boes und Herbert Feierstein schon alleine an der Stimme scheitert. Da hört man das Augenzwinkern trotzdem. Spass scheinen sie jedenfalls alle an dem Hörbuch gehabt zu haben.

Den Brockhaus gibt es inzwischen ja in mehreren Auflagen, aber die Optik des Hörbuchs erinnert an die Umschläge der frühen Ausgaben. Die Brocklaus selber, die da im U sitzt und liest, ist wirklich äußerst goldig.

Fazit:  Humor ist immer Geschmackssache, aber vergnüglich ist die „Brocklaus“ auf jeden Fall. Da hört man mal, welchen Unterhaltungswert ein Lexikon haben kann.

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